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Nervöse Stimmung in den Emerging Markets

Obwohl es das beste Quartal für den S&P500 in zehn Jahren war, herrschte in den Emerging Markets eine eigentümlich nervöse Stimmung. Die Investoren waren verunsichert. Gab es wegen des 'billigen' Geldes – die Fed ließ den Eckzins nämlich unverändert und revidierte ihre Erwartungen hin zu keinen weiteren Zinserhöhungen dieses Jahr – einen Grund zum Feiern? Oder sollte man lieber wegen des düsterer werdenden Wachstumsausblicks klagen? Hatte die OECD doch ihre Prognose für das globale Wachstum auf 3,3% nach unten revidiert, und ein wichtiger Bereich der US-Anleihenzinskurve kehrte sich zum ersten Mal seit 2007 wieder um (die Rendite der dreimonatigen Staatsanleihen überstieg die der zehnjährigen). Fiera Capital | 29.04.2019 11:24 Uhr
© Pixabay.com
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Auch innerhalb der Emerging Markets war die Nachrichtenlage gemischt. Der Welthandel bleibt zwar weiterhin schleppend, aber es scheint immer wahrscheinlicher, dass die USA und China sich im Rahmen eines Handelsabkommens einigen werden können und damit einige bestehende Unsicherheiten abbauen. China revidierte sein Wachstumsziel auf einen realistischeren Wert und gab außerdem eine Senkung der Mehrwertsteuer und höhere Staatsausgaben bekannt, was zu einem Haushaltsdefizit von 2,8% führen müsste im Vergleich zu 2,6% im Vorjahr. Zum Monatsende erreichte der Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe in China einen viel besser als erwarteten Wert, obwohl viele Investoren eigentümlicherweise den Index für nicht-produzierendes Gewerbe, der durchgängig stark blieb, ignorierten.

Der Fonds schnitt diesen Monat deutlich besser als sein Benchmark ab, ein schöner Abschluss für ein hervorragendes Quartal. China war diesen Monat mit einigem Abstand der Emerging Market mit der besten Performance, darum überrascht es auch nicht, dass bei der Performance im Portfolio dieses Quartal chinesische Titel im Vordergrund standen. Der herausstechende Performer dieses Quartals und auch in diesem Monat war Wuliangye Yibin, das Getränkeunternehmen, dessen Aktie dieses Jahr bisher um über 90% im Kurs gestiegen ist. Die Aktien stiegen sowohl vor als auch nach der Bekanntgabe eines hervorragenden Geschäftsergebnisses, hinter dem ein besseres Sortiment (im Schnitt höhere Verkaufspreise) und höhere Margen wegen lediglich bescheidener höherer Verkaufskosten standen. Der Titel ist unserer Ansicht nach immer noch attraktiv, aber etwas weniger als zuvor, daher nutzten wir den Zeitpunkt des Kursanstiegs, um unsere Portfolioposition zurechtzustutzen. Alibaba, der Interneteinzelhandelsgigant, Ctrip (online-Reisen) und Ping An, der führende privatwirtschaftliche Versicherer, schnitten alle gut ab. Und schlussendlich schöpfte auch Chailease, das taiwanesische Leasingunternehmen, dessen Geschäfte in China zulegen, Wert.

Indische Finanztitel erholten sich im Monatsverlauf deutlich, nachdem sie zum Jahresbeginn hinterherhinkten. Indiabulls Housing Finance, die HDFC Bank und Kotak Mahindra profitierten alle von den die Performance ankurbelnden Faktoren. Wir verbrachten dieses Quartal einige Zeit in dem Land. Während des Aufenthaltes wurde unsere Sicht bestätigt, dass mit der fortschreitenden Entwicklung des Finanzsektors, die Verfügbarkeit von Krediten ein zunehmend wichtiger Faktor für eine steigende Nachfrage seitens der Verbraucher sein müsste, und dass das Portfolio von dieser Entwicklung profitieren müsste.

NMC Healthcare, der Krankenhausbetreiber aus Nahost, der schon seit langem positive Beiträge zur Performance bringt, stand dieses Quartal unter Druck, aufgrund von zunehmenden Leerverkäufen des Titels, was zum Teil an einem Derivatvertrag des Gründers lag, mit dem er seine Beteiligung absichern wollte. Grundsätzlich sind die Investmentgründe für das Unternehmen weiterhin solide, und das Geschäftsergebnis für 2018 weist Wachstumszahlen auf, die deutlich über der Vorausschau der Geschäftsführung lagen. Der Umsatz stieg um 28% im Jahresvergleich, und das EBITDA kletterte um 38% in die Höhe. In der Vorausschau für 2019 geht man von weiterem EBITDA-Wachstum um 19% aus, und darin ist das anstehende saudische Joint Venture noch gar nicht mitberücksichtigt. Unserer Meinung nach steckt nach wie vor Wert in der Aktie.

Das indonesische Kaufhausunternehmen Matahari hatte einen schwachen Monat und schloss damit ein insgesamt mäßiges Quartal ab. Die flächenbereinigten Umsatzzahlen gingen im 4. Quartal 2018 deutlich unter vom Unternehmen gemachten Voraussagen zurück, und der diesbezügliche Ausblick der Geschäftsführung für 2019 geht von einer bestenfalls geringfügigen Verbesserung aus. Die Aktie ist günstig, selbst nachdem wir unsere Zahlen nach unten revidierten, aber das fehlende Wachstum macht uns Sorgen.

Aus Pampa sind wir nach einer deutlichen Revidierung unserer marktgerechten Kurseinschätzung frühzeitig im Quartal ausgestiegen, ausschlaggebend war hier ein ungünstigerer Ausblick für die argentinischen Gaspreise. Unsere Investmentthese fußte auf einer Tendenz hin zu Marktpreisen im Gegensatz zu subventionierten Tarifen. Bei hartnäckig hohen Inflationswerten erwies sich die Umsetzung dieses marktfreundlicheren Rahmens seitens der Regierung allerdings als schwierig, was die Ertragskraft von Pampa schwächt. Seitdem wir die Beteiligung abgestoßen haben, ist die Aktie um 30% gefallen.

Ins Portfolio neu dazu kam im Quartalsverlauf Bradesco, eine führende brasilianische Privatbank. Für die Bank beginnt eine Wachstumsphase, ganz im Einklang mit dem Konjunkturaufschwung. Das Kreditwachstum müsste sich beschleunigen: Die Rezession war so tiefgreifend, dass sich einiges an Nachfrage angestaut hat, vor allem im Konsumgüterbereich. Unserer Ansicht nach wird das Unternehmen vom Markt unterbewertet, weil sich seine Renditen im Laufe der Zeit normalisieren werden.

Anfang April scheinen die Investoren aus der Flaute heraus Sicht auf ein allmähliches Anziehen der Weltkonjunkturlage zu bekommen. Da Geld wahrscheinlich weiterhin günstig bleibt, müsste dieses Umfeld Aktien von Unternehmen in Emerging Markets eigentlich zuträglich sein, vor allem denjenigen, deren Erträge und Cashflows sich im Laufe der Zeit kumulieren.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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