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Studie: Steigende Bedeutung von ESG-Kriterien in SMART-BETA-Strategien

Aberdeen Standard Investments (ASI), Sustainalytics, ein führender Anbieter von ESG-Research und Ratings, und die Smith School of Enterprise and the Environment der University of Oxford zeigen in einer neuen Studie die wachsende Bedeutung von Smart-Beta-Strategien und ESG(Environment Social Governance, deutsch: Umwelt, Soziales und Governance)-Kriterien für Anleger auf. Gleichzeitig hat die Studie aber ergeben, dass die ESG-Kriterien in Smart Beta-Strategien noch nicht ausreichend berücksichtigt werden. Aberdeen Standard Investments | 04.09.2018 12:47 Uhr
© Pixabay.com
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Die Befragung von 85 Kunden von ASI und Sustainalytics ergab, dass mehr als die Hälfte (54 Prozent) bei ihren Anlagen Smart-Beta-Strategien einsetzt und gut zwei Drittel (76 Prozent) bei der Erteilung von Verwaltungsaufträgen ESG-Kriterien berücksichtigen. Aber nur 24 Prozent der befragten Anleger nutzen derzeit eine Smart-Beta-Strategie in Kombination mit ESG-Kriterien.

Der Studie zufolge verwenden Investoren hauptsächlich drei Techniken, um Smart-Beta und ESG zu kombinieren. Erstens setzen sie Ausschlusskriterien ein, d. h. sie schließen beispielsweise Unternehmen aus ihren Smart-Beta-Strategien aus, die in den Bereichen Tabak oder geächtete Waffen aktiv sind. Knapp zwei Drittel (62%) der Smart-Beta-ESG-Strategien verwenden diese Technik.

Zweitens kombinieren Anleger finanziell relevante ESG-Messgrößen, etwa Umwelt-, Kohlendioxid- und Corporate-Governance-Indikatoren mit traditionellen Faktor-Strategien. Auf diese Methode entfällt etwas weniger als ein Drittel (31 Prozent) der untersuchten Smart-Beta-ESG-Strategien.

Die verbleibenden 8 Prozent der Anleger vermischen drittens ESG-Daten und Smart-Beta-Strategien, indem sie beispielsweise Unternehmen ausschließen, die am deutlichsten zum Klimawandel beitragen.

Boyan Filev, Co-Head of Quantitative Equities bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert: „Die Studie gibt einen Überblick, wie die relativ jungen Anlagestrategien in den Bereichen Smart-Beta und ESG zusammenfinden. Dabei hat sich gezeigt, dass noch nicht genügend Research über die Schnittpunkte der beiden Trends vorliegt. Ich bin jedoch überzeugt, dass es als Vermögensverwalter immer wichtiger werden wird, Smart Beta mit ESG zu kombinieren, da beide Konzepte bei den Anlegern immer beliebter werden.“

Doug Morrow, Director of Thematic Research bei Sustainalytics und einer der Verfasser des Berichts, ergänzt: „Obwohl Smart-Beta-ESG-Strategien noch in den Kinderschuhen stecken, ergeben unsere Gespräche mit Anlegern, dass hinter den Kulissen bereits umfassendes quantitatives Research durchgeführt wird. Dieses dürfte künftig als Katalysator dienen, dass ESG-Kriterien in Smart-Beta-Strategien als Standard berücksichtigt werden.“ 

Die Studie befasst sich nicht nur damit, wie Anleger Smart-Beta-Techniken nutzen, sondern analysiert auch die Gründe, warum Investoren auf Smart Beta setzen. Beinahe zwei Drittel (62 Prozent) der Smart-Beta-Anleger meinten, Smart Beta biete ein vielversprechendes Risiko-Rendite-Profil im Vergleich zu aktivem bzw. herkömmlichem passivem Management. Die günstige Kostenstruktur von Smart Beta wurde von etwas mehr als der Hälfte (52 Prozent) der Befragten hervorgehoben.

Den 85 Teilnehmern an der Befragung, die aus 21 Ländern stammen, gehören Kollektivanlagevermögen von insgesamt GBP 5,8 Billionen. Der Großteil der Befragten sind private und öffentliche Pensionskassen, gefolgt von Vermögensverwaltern. Die Gespräche wurden zwischen Dezember 2017 und März 2018 geführt..

Hier finden Sie den vollständigen Bericht zum Einsehen

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