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Mid-Caps stellen ihre Stärke unter Beweis: Widerstands- und Anpassungsfähigkeit

Abby Glennie, Investment Director bei Aberdeen Standard Investments, beleuchtet die Auswirkungen der Corona-Krise auf das vielfältige Anlageuniversum der Mid-Caps. Aberdeen Standard Investments | 30.06.2020 10:13 Uhr
© Photo by Jonas Ferlin from Pexels
© Photo by Jonas Ferlin from Pexels

Die Pandemie hat disruptive und weitreichende Folgen für viele Menschen, Unternehmen und die Gesellschaft. Zahlreiche Unternehmen, gleich welcher Größe, sahen sich gezwungen, ihren Betrieb einzustellen – mit schmerzlichen Folgen für ihre Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden. 

Gleichwohl können sich mittelständische Qualitätsunternehmen (Mid-Caps), die gut geführt und widerstandsfähig sind, oft schneller an Veränderungen anpassen als ihre größeren Wettbewerber. Sie überleben nicht nur, sondern blühen in vielen Fällen sogar auf – vor allem, wenn ihre Produkte oder Dienstleistungen zu den infolge der Pandemie veränderten Lebensgewohnheiten und dem neuen Konsumverhalten passen. 

Covid-19 zwingt manche Unternehmen in die Knie und verleiht anderen Rückenwind

Die Pandemie trifft alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Größe – ob sie ihren Betrieb nun einstellen oder ihre Verfahren anpassen mussten, um die Abstandsregeln einzuhalten oder der steigenden Nachfrage Herr zu werden. Das Spektrum reicht von massiven Verlusten bis hin zu erstaunlichem Umsatzwachstum. Aber ausnahmslos alle Unternehmen sind mit Veränderungen und oft erheblichen Kosten konfrontiert, je nachdem, wie sich das Coronavirus auf ihre Geschäftstätigkeit auswirkt. 

Daneben gibt es natürlich auch branchenübergreifende Trends, von denen kleine und große Unternehmen gleichermaßen betroffen sind. Wenig überraschend gehören der Reise- und der Freizeitsektor zu den Branchen, die am stärksten unter der aktuellen Gesundheitskrise leiden. Ihnen ist während des Lockdowns nicht nur der Umsatz weggebrochen. Vielmehr dürften sie auch die Letzten sein, für die die strengen Auflagen schrittweise aufgehoben werden. 

Uneinheitlicher stellt sich die Lage im Einzelhandel dar. Einige Anbieter haben sich gut an das Online-Leben angepasst, andere mussten ihre Türen schließen. Aber selbst größere Unternehmen mit einem guten Online-Vertrieb haben durch Anpassungen ihrer Betriebsabläufe zusätzliche Kosten zu stemmen. Etwa für die Umsetzung der Abstandsregeln, für zusätzliche Arbeitsschutzmaßnahmen, für Überstunden, die Einstellung von zusätzlichem Personal oder den Ausbau ihres Vertriebs. 

Aber es zeichnen sich auch vereinzelt Bereiche mit zum Teil signifikantem Wachstum ab. Glücksspiel-, Telekommunikations- und Technologieunternehmen geht es gut, da viele Firmen eine bessere IT-Infrastruktur benötigen und die Verbraucher mehr technologische Produkte für zu Hause nachfragen. Deutlich mehr Spiele werden aus dem Netz heruntergeladen, wovon mittelständische Entwickler und Dienstleister großer Spieleanbieter profitieren. Über mangelnde Nachfrage können auch Lebensmittelhersteller nicht klagen, da das meiste, das die Menschen an Lebensmitteln außer Haus konsumiert haben und worauf tendenziell rund 30% ihrer Ausgaben für Lebensmittel und Getränke entfallen, nun zu Hause verzehrt wird. Überdies sind die Lieferketten der Lebensmittelproduktion trotz Corona-Krise in den meisten Ländern intakt.

Gutes Management, Anpassungsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit: der Schlüssel zum Überleben – und zum Wachstum

Am Beispiel vieler Mid-Cap-Unternehmen lässt sich ablesen, was nötig ist, um die Corona-Krise zu überstehen – und für künftiges Wachstum zu planen. 

Selbst in der Tourismus- und der Freizeitbranche, den am stärksten von der Krise gebeutelten Sektoren, gibt es Managementteams, die ihren strategischen Fokus neu ausrichten. Hierzu zählen zum Beispiel Unternehmen, die trotz fehlender Einnahmen ihre IT-Experten nicht entlassen, um ihre Systeme zu optimieren und nach der Krise besser durchstarten zu können. Die erzwungene „Auszeit“ nutzen sie für Verbesserungen ihrer Infrastruktur, die sich im Normalbetrieb nur schwer durchführen ließen. 

Unterdessen haben viele Mid-Cap-Lebensmittelhersteller ihre Lieferketten in Windeseile angepasst, sodass bislang für das Gastgewerbe vorgesehene Lebensmittel nun in Supermärkten verkauft werden. Aus dieser Bereitschaft, schnell auf die sich ändernde Nachfrage (von Auswärtsessen zum Essen zu Hause) zu reagieren, entstehen neue Geschäftsbeziehungen oder werden seit Langem bestehende Beziehungen über die verschiedenen Lieferketten hinweg gestärkt.

Auch kleinere Einzelhändler haben ihren Vertrieb und ihre Lagerauswahl schnell den neuen Gegebenheiten angepasst. So wurde etwa Ware aus geschlossenen Läden in Warenlager geschafft, um die Nachfrage aus dem Internet bedienen zu können. Vertriebszentren wurden umorganisiert und effizienter gestaltet. Produkte wurden entwickelt, die weniger individuelles Handling erfordern, aber dem veränderten Konsum- und Schenkverhalten Rechnung tragen. 

Dabei konzentrieren sich die Firmenentscheider nicht nur aufs Überleben – sie planen auch schon für die Zeit nach der Krise. Etliche Mid-Cap-Unternehmen haben in weiser Voraussicht Kapital aufgenommen. Nicht für den Notfall, sondern um sich Wettbewerber einzuverleiben und Wachstumspläne verfolgen zu können. Parallel dazu ist auch ein soziales Bewusstsein zu beobachten. Firmen bieten im staatlichen Gesundheitssystem sowie in anderen systemrelevanten Bereichen tätigen Arbeitnehmern zum Teil erhebliche Preisnachlässe und gleichen, wo es ihnen möglich ist, den Lohnausfall beurlaubter Mitarbeiter aus. 

Ungewisse Zukunft: Qualität und Informationen im Mittelpunkt

Auch wenn sich viele kleine und mittlere Unternehmen gut behauptet haben, konnten sie doch insbesondere zu Beginn der Krise nicht mit ihren größeren Mitbewerbern Schritt halten. Wir führen dies vor allem darauf zurück, dass Anleger größere Unternehmen offenbar für widerstandsfähiger, zahlungskräftiger und durch ihre globale Tätigkeit weniger anfällig für Krisen halten. Zweifelsohne können Großunternehmen von ihrer Präsenz in Ländern profitieren, in denen die Corona-Auflagen früher aufgehoben werden als in ihren Heimatmärkten. Mid-Caps sind dagegen eher auf ihren Inlandsmarkt konzentriert. Viele von ihnen haben jedoch in der Krise bereits ihre Stärke und Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Zudem sind nicht wenige in wachstumsstarken Bereichen wie Cybersicherheit, Verteidigung und Datenverarbeitung oder in Sektoren wie dem Baugewerbe tätig, die sich unseres Erachtens schnell erholen dürften.

Große Fragezeichen bleiben jedoch mit Blick auf die Aufhebung des Lockdowns, die Entwicklung des Verbrauchervertrauens und des Wirtschaftswachstums sowie die Frage, ob die Unternehmen die Kosten für die Beurlaubung ihrer Mitarbeiter schultern können. In diesem von Unsicherheit geprägten Umfeld ist Qualität entscheidend. Bei jedem Unternehmen nehmen wir die Finanzkraft, die Liquidität und das Management ganz genau unter die Lupe. 

Zu Beginn der Krise taten sich die Unternehmen schwer, verlässliche Zahlen vorzulegen. Anlässlich der letzten Berichtssaison waren sie jedoch sichtlich um detaillierte Informationen für Anleger bemüht – sei es per Telefon oder Videokonferenz. Aktives Engagement ist ein wichtiger Aspekt: Es hilft, fundierte Anlageentscheidungen zu treffen – gerade in einer Zeit, in der niemand weiß, wann wir zur „Normalität“ zurückkehren oder wie diese aussehen wird. Neben möglichen Herausforderungen bieten sich aber auch Chancen aus der unglaublichen Vielfalt, die Mid-Caps zu bieten haben. 

Melden Sie sich zum Webinar zu europäischen Aktien von Aberdeen Standard Investments am 02. Juli um 15 Uhr an:

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Ben Ritchie, Head of European Equities und Jonathan Allison, Investment Director, zum Aberdeen Standard SICAV I - European Equity Fund. Die beiden Fondsmanager geben ein Update zum Fonds und werden ihren Ausblick zu europäischen Aktien vorstellen. 

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