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Aberdeen Standard Investmentstratege: Inflationsängste nicht der einzige Unsicherheitsfaktor

Inflationsängste werfen zunehmend Ihre Schatten auf die Aktienmärkte. James Athey, Senior Investment Director, Aberdeen Standard Investments, kommentiert den Inflationsanstieg und andere Risikofaktoren für den Aktienmarkt wie folgt: Aberdeen Standard Investments | 18.05.2021 10:06 Uhr
James Athey, Senior Investment Director, Aberdeen Standard Investments / © Aberdeen Standard Investments
James Athey, Senior Investment Director, Aberdeen Standard Investments / © Aberdeen Standard Investments

„Historisch gesehen sind die Auswirkungen von Inflationsänderungen auf die Aktienmarktbewertungen vielfältig. Es ist tendenziell der Fall, wenn auch nicht immer, dass die Bewertungen bei niedriger, aber zunehmender Inflation steigen. Wenn die Inflation hoch ist und steigt oder niedrig ist und fällt, ist dies dagegen schlecht für den Aktienmarkt.

Daher passen die jüngsten Rückgänge am Aktienmarkt, die auf die Erwartungen einer höheren Inflation zurückgeführt werden, nicht unbedingt zu diesen historischen Beobachtungen. Stattdessen werden wir vermutlich die indirekten Auswirkungen einer höheren Inflation durch höhere Anleiherenditen auf sehr teure Segmente des Aktienmarktes beobachten können.

Der offensichtlichste Bereich, den man im Blick haben sollte, ist der Technologiesektor. Technologiewerte sind extrem teuer und reagieren auch sehr empfindlich auf Änderungen der Anleiherenditen, da die Renditen als Abzinsungsfaktor bei der Berechnung des Barwerts zukünftiger Gewinne eine Rolle spielen.

Tech-Aktien fungieren in der Tat als Anleihen-Proxys, indem sie gemeinsam mit den Anleiherenditen steigen und fallen. Grund dafür ist die Annahme, dass das Ertragswachstum nicht sehr zyklisch ist und sich sogar verbessern kann, wenn die Wirtschaftstätigkeit aufgrund staatlicher Abschottungspolitik gedämpft wird.

In den USA sind Technologiewerte in Bezug auf die Marktkapitalisierung und die Gewinne so dominant, dass eine schlechte Performance einen erheblichen Gegenwind für den Gesamtmarkt zur Folge hat. In Europa gibt es nur sehr wenige nennenswerte Technologiewerte und es überwiegen in der Regel wertorientierte und zyklische Unternehmen, von denen man normalerweise erwarten würde, dass sie von einem steigenden Wachstums- und Inflationsumfeld profitieren. Daher scheint es wahrscheinlich, dass abgesehen von den Auswirkungen der marktübergreifenden Korrelation die Hauptbegründung für die jüngste Schwäche darin liegt, dass die Anleger aufgrund der laufenden wirtschaftlichen Erholung in naher Zukunft mit weniger unterstützenden geldpolitischen Maßnahmen rechnen müssen.

Letztendlich ist es so, dass die Aktienmärkte in den letzten 12 Monaten überall eine deutliche Neubewertung vorgenommen und dabei eine unglaubliche Menge an guten Nachrichten eingepreist haben, sodass nur noch sehr wenig Risikoprämie übrig ist. Und das trotz der immensen makroökonomischen Unsicherheit, die nach wie vor besteht. Aus diesem Grund sollten wir nicht überrascht sein, wenn wir in Zukunft Schwächephasen bei Risikoanlagen erleben, die das unvermeidliche Ergebnis des nahezu euphorischen Ausmaßes an Anlegervertrauen sind, welches in krassem Gegensatz zu den mittelfristigen Aussichten für die Volkswirtschaften und den politischen Entscheidungen allerorts steht.“

James Athey, Senior Investment Director, Aberdeen Standard Investments

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

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