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Die Zeit ist reif für Investments in Japan, trotz der Einschränkungen rund um die Spiele

Aberdeen Standard Investments | 29.07.2021 07:26 Uhr
© Photo by zhang kaiyv on Unsplash
© Photo by zhang kaiyv on Unsplash

Nicht genug, dass die Virus-Pandemie Zuschauern aus Übersee den Zugang zu den Olympischen Spielen in Tokio verwehrt. Sie wirkt auch abschreckend auf internationale Anleger.

Dass die Japaner das alle vier Jahre stattfindende Weltsportfest unter derart widrigen Umständen ausrichten, verdeutlicht eine Stärke des modernen Japans, die die Aufmerksamkeit der Anleger verdient: Resilienz.

Trotz der pessimistischen Stimmung rund um die eingeschränkten Spiele scheint die Zeit reif, in Japan zu investieren. Nachdem die Öffnung der globalen Wirtschaft nach den pandemiebedingten Lockdowns das herstellende Gewerbe wieder in Gang bringt, deutet die Datenlage auf Erholung.

Japanische Exporte nach China sind kräftig gestiegen, und auch in die USA und Europa wird nach den Tiefständen des vergangenen Jahres wieder mehr geliefert1. Man darf nicht vergessen, dass japanische Unternehmen in vielen Branchen, von der Automobil- bis zur Halbleiterindustrie, stark in der globalen Wirtschaft verwurzelt und somit auf deren Erholung angewiesen sind.

Jahrzehnte wirtschaftlicher Miseren im eigenen Land haben Japans Wirtschaftsriesen dazu veranlasst, ihre Marken auf der Suche nach Wachstum in Übersee zu etablieren – und Mut zur Innovation gestiftet. Das heutige Japan ist ein Vorreiter der Automatisierungstechnik, insbesondere in der Robotik. In China ist die Automatisierung von Fertigungsprozessen nach wie vor der Schlüssel zur Einsparung von Lohnkosten und Verbesserung der Produktqualität.

Die Erholung des globalen Verbrauchs mit den fortschreitenden Impfprogrammen macht sich auch in den Gewinnprognosen japanischer Unternehmen bemerkbar.

Die Erholung des globalen Verbrauchs mit den fortschreitenden Impfprogrammen macht sich auch in den Gewinnprognosen japanischer Unternehmen bemerkbar. Für das erste Quartal wurden bereits viele starke Ergebnisse gemeldet.

Die folgende Unternehmensauswahl dient lediglich Illustrationszwecken und als Beispiel für den beschriebenen Anlagestil, sie stellt keinerlei Anlageempfehlung oder Hinweis auf die künftige Entwicklung dar.

Ein Beispiel dafür ist Amada, ein Hersteller von Blechbearbeitungsmaschinen, dessen Aufträge kräftig zugelegt haben. Auch der Spezialist für Kfz-Lichttechnik Ichikoh Industries hat seinen Gewinnausblick für das Gesamtjahr angehoben, und der Halbleiterhersteller Sanken Electric zeigt eine erfreuliche Erholung beim Umsatzwachstum.

Auch die inländischen Konsumausgaben steigen. Aufgrund der schrumpfenden Bevölkerung ist die Arbeitslosigkeit in Japan weiterhin niedrig, und die Struktur des Arbeitsmarkts sichert die Haushaltseinkommen. Dies sorgt für eine Beschäftigungssicherheit, mit der nur wenige Länder aufwarten können, und es fördert den Konsum.

Die Covid-19-Infektionsraten haben in den Großstädten Tokio und Osaka ein Plateau erreicht, während die Regierung mit Hochdruck Impfprogramme vorantreibt.

Infolge der Pandemie wird in der Bevölkerung vorsorglich viel gespart, sodass auch nur teilweise Lockerungen die Konsumausgaben weiter ankurbeln dürften.

Der Haarpflegespezialist Milbon meldet die Rückkehr der Kundenzahlen in den Salons auf Vorkrisenniveau, während der Luxushotelbetreiber Resorttrust vom Nachholbedarf an Freizeit- und Reiseangeboten profitieren dürfte.

Ein weiterer Schlüsselfaktor für Anleger ist die Tatsache, dass sich japanische Unternehmen notgedrungen dicke Kapitalpolster zugelegt haben, um der schwierigen Wirtschaftslage im Inland zu begegnen. Nicht-Finanzunternehmen verfügen über Barmittel in Höhe von durchschnittlich 20% ihrer Marktkapitalisierung, gegenüber weniger als 10% in den USA2.

Damit sind sie in der Lage, Marktchancen zu ergreifen, sobald sich die Lage verbessert. Wir beobachten eine breit gefächerte Belebung der Unternehmensausgaben, nachdem die Firmen wieder Expansionspläne schmieden und in eigenes Wachstum investieren wollen. Die Rentabilität sollte damit steigen, was sich mit der Zeit auch positiv in den Aktienkursen niederschlagen dürfte.

Entgegen der im Ausland verbreiteten Auffassung bietet Japan eine Vielfalt an Investmentmöglichkeiten. Von den über 2.000 Aktien im Topix werden mehr als 40% gar nicht von Analysten abgedeckt. Aktiven Investoren bietet sich daher die Gelegenheit, verdeckte Potenziale zu erschließen, insbesondere die der vielen kleineren, weniger bekannten Unternehmen.

In den zehn Jahren bis September 20203 legte jede siebte japanische Aktie um 500% zu. Die Performance der Unternehmen spiegelt also nicht unbedingt die Schwäche der Wirtschaft.

Wir erkennen vielversprechende Bereiche für strukturelles Wachstum, darunter digitale Transformation, Vernetzung und Gesundheitstechnik. Die Kosten des Sozialstaats steigen, während die arbeitende Bevölkerung in Japan schrumpft. Innovative Hersteller von medizinischen Geräten investieren unverdrossen in Forschung und Entwicklung, um ihren Wettbewerbsvorsprung zu erhalten.

Wir erkennen auch neue Trends, nachdem Regierungen weltweit Maßnahmen zur Förderung der ökologischen Nachhaltigkeit ergreifen. Eine Reihe von japanischen Unternehmen bieten hochmoderne Technologien zur Überbrückung der Umstellung auf grüne Energie.

Ein Beispiel hierfür ist Takuma, ein Anbieter von Biomassekraftwerken und thermischen Abfallverwertungsanlagen, dessen Produkte einen Beitrag zur Reduzierung von Kohlendioxidemissionen leisten, sowie Sanken Electric, ein Hersteller von Energiesparchips zur Reduzierung von CO2-Emissionen bei Haushaltsgeräten.

Auch ESG (Environmental, Social and Governance)-Standards sind ein potenzieller Wachstumsbereich für Anleger. Sie dienen nicht nur dem Risikomanagement, sondern schaffen auch Unternehmenswert.

Management und Produktsicherung in japanischen Unternehmen sind erstklassig, aber viele halten damit hinter dem Berg. In der Automobilbranche haben wir ein Unternehmen entdeckt, das seine stringenten Prozesse für Qualitätssicherung und Sicherheitsstandards als Geheimnis betrachtet. Offenlegung könnte Anlegern dabei helfen, die Wettbewerbsstärken des Unternehmens zu verstehen, und so den Kurs in die Höhe treiben.

In einem ähnlichen Fall macht ein Hersteller von Babyartikeln lobenswerte Fortschritte im Bereich Kohlenstoffemissionen und nachhaltige Beschaffung, aber auch hier bleibt dies unbeachtet. Die Offenlegung von Prozessen für die Auswahl von Rohstoffen kann ein gutes Verkaufsargument sein.

Insgesamt erkennen wir eine zunehmende Aufhellung der Aussichten japanischer Unternehmen als Profiteure der weltweiten wirtschaftlichen Öffnung. Zugleich könnten Anleger einer Erholung der inländischen Konsumausgaben vorgreifen, nachdem die Impfquoten steigen und Japans Wirtschaft wieder öffnet.

Es erscheint unangebracht, aber die negative Stimmung rund um die olympischen Spiele könnte sich für Anleger als günstige Gelegenheit erweisen, die vielen attraktiven Chancen zu erkunden, die ein widerstandsfähiges Japan zu bieten hat.

Daten der Bank of Japan, Mai 2021
Bloomberg, 31. Dezember 2019
Bloomberg, 13. November 2020

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