Infrastruktur: Der Reiz kleinerer Vermögenswerte

abrdn | 30.08.2022 21:04 Uhr
© Photo by Christine on Unsplash
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Die jüngsten Makroschocks und die Folgen der Pandemie haben die Attraktivität von Infrastruktur als Anlageklasse hervorgehoben. Infrastrukturanlagen erstrecken sich über mehrere Sektoren und zeichnen sich häufig durch hohe Eintrittsbarrieren und starke Marktpositionen aus. Durch sie werden oftmals wesentliche öffentliche Dienstleistungen erbracht, die durch die Regulierung oder langfristige Verträge gesichert sind. Dies trägt zu den defensiven Merkmalen von Infrastrukturanlagen bei und verhilft ihnen im Vergleich zu anderen alternativen Anlagen zu attraktiven langfristigen Renditen. Mit zunehmender Reife der Anlageklasse ist eine starke Nachfrage nach Kern-Infrastrukturanlagen zu beobachten. Die Anleger sind sich der Risiken und Strategien im Hinblick auf Infrastrukturanlagen mittlerweile deutlicher bewusst, was zusätzlich zu deren Attraktivität beiträgt.

Die Vorteile kleinerer Vermögenswerte

Die gestiegene Anlegernachfrage nach Infrastrukturwerten hat in den letzten Jahren umfangreiche Mittelflüsse in die Anlageklasse nach sich gezogen. Die Manager haben die Markttrends genau beobachtet und legen nun größere Fonds auf, um der Nachfrage nachzukommen. Dies hat zur Folge, dass das obere Marktsegment, dessen Fokus auf größeren Vermögenswerten (im Wert von über 1 Bio. EUR) liegt, mittlerweile überlaufen ist. Wir bevorzugen indes Infrastrukturprojekte aus dem mittleren und unteren Marktsegment mit einer Marktkapitalisierung von bis zu 500 Mio. EUR. Dieser Bereich ist weniger wettbewerbsintensiv, da die darin durchgeführten Transaktionen in der Regel komplexer sind.

Bei der Durchführung von Transaktionen im mittleren und unteren Marktsegment sind zahlreiche Stakeholder zu berücksichtigen, beispielsweise Lokalregierungen, Endkunden und Mitarbeiter. Da wir einen langfristigen Blickwinkel einnehmen, in dessen Rahmen wir Konjunkturzyklen beurteilen und überdauern können, sind wir in der Lage, die Anforderungen unserer verschiedenen Stakeholder zu verstehen und zu erfüllen.

Wir sind in der Lage, die Anforderungen unserer verschiedenen Stakeholder zu verstehen und zu erfüllen.

Small Caps haben bei Kern-Infrastrukturanlagen die Nase vorn

Bei den meisten Kern-Infrastrukturanlagen handelt es sich nicht um Large Caps. So können beispielsweise Versorgungsunternehmen, Glasfasernetzwerke und Anlagen für erneuerbare Energien durchaus Bestandteil einer Small- und Mid-Cap-Anlagestrategie sein.

Dank unserer langfristig ausgerichteten Strategie sind wir ein attraktiver Partner für Lokalregierungen. Als Beispiel wären unsere Beteiligungen an einem Fernwärmeunternehmen (Riihimäen Kaukolämpö Oy) und einem regionalen Versorger (Outokummun Energia Oy) aus Finnland zu nennen. Diese haben gezeigt, dass die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden die Versorgung im weiteren Umfeld und in den lokalen Gemeinden verbessern kann. Erreicht haben wir dies, indem wir uns mit den Netzkunden ausgetauscht und sichergestellt haben, dass die Endkunden mit nachhaltigem Strom und Wärme versorgt werden. Unser flexibler Governance-Ansatz, in dessen Rahmen wir sowohl als Mehrheits- als auch als Minderheitsgesellschafter auftreten können, bietet Regierungen mehr Entscheidungsmöglichkeiten bei der Auswahl eines Partners für eine langfristige Zusammenarbeit.

Praxisorientierte Vermögensverwaltung

Kern-Infrastrukturanlagen können angesichts der starken Verflechtung von Projekten in den lokalen Gemeinschaften Einfluss auf lokale Entscheidungsträger und Interessenvertreter nehmen. Diese Vermögenswerte bieten Anlegern in der Regel überdies attraktivere risikobereinigte Erträge, da sie ein praxisorientiertes Asset-Management erfordern. Beispielsweise sind wir in der Lage, operative Verbesserungen voranzutreiben, so etwa in Bezug auf die Berichterstattung oder die Implementierung unseres ESG- und Nachhaltigkeitsrahmenwerks. In kleineren Unternehmen erfolgt dies durch enge Zusammenarbeit mit den Managementteams, den lokalen Stakeholdern und unseren Senior Partnern vor Ort. Eine praxisorientierte Vermögensverwaltung kann die Managementteams auch dabei unterstützen, ihr Unternehmen zu vergrößern. Indem wir Kapital zur Verfügung stellen, können wir Unternehmen dabei helfen, ihre langfristigen Ziele durch organisches und anorganisches Wachstum zu erreichen. Ein gutes Beispiel für diese Art von Partnerschaft ist unsere Beteiligung am finnischen Unternehmen Auris Energy. Bislang hat das Unternehmen 13 wertsteigernde Übernahmen im Energiesegment getätigt (darunter Firmen für Wärmepumpen, regulierte Gasversorgung und Einzelhändler), die dazu beigetragen haben, die langfristige Strategie des Unternehmens mitzugestalten und festzulegen, sodass es gut für die Zukunft aufgestellt ist.

Langfristige Ausrichtung

Aus den jüngsten Trends geht hervor, dass die meisten Fonds auf kurzfristigere Strategien umgeschwenkt sind und ihre Vermögenswerte bereits innerhalb einiger Jahre veräußern. Im Gegensatz dazu verfolgen wir einen längerfristigen Ansatz in Bezug auf die Vermögensverwaltung. Dies bedeutet, dass wir uns über längere Zeit – mindestens zehn Jahre – engagieren. Unser an den Transaktionen beteiligtes Deal-Team widmet sich nach deren Abschluss auch der Vermögensverwaltung. Dies sorgt für Kontinuität und Transparenz im Hinblick auf den Lebenszyklus einer Anlage und erlaubt es uns gleichzeitig, unsere Strategien umzusetzen und unsere Ziele zu erreichen.

Die Nachfrage nach Kern-Infrastrukturanlagen dürfte weiter stark ausfallen, und wir halten über eine Reihe an unterschiedlichen Sektoren im Small- und Mid-Cap-Marktsegment weiterhin Ausschau nach attraktiven Gelegenheiten. Unsere Erfahrung ermöglicht es uns, diese Gelegenheiten sorgfältig zu prüfen und unseren Schwerpunkt anzupassen

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