Vorschläge der Rentenkommission: Wichtige Impulse – jetzt kommt Bewegung in die Betriebsrente

Christof Quiring, Leiter betriebliche Vorsorgelösungen bei Fidelity International, kommentiert die Vorschläge der Rentenkommission Fidelity International | 23.06.2026 14:25 Uhr
Christof Quiring, Leiter betriebliche Vorsorgelösungen bei Fidelity International / © e-fundresearch.com / Fidelity International
Christof Quiring, Leiter betriebliche Vorsorgelösungen bei Fidelity International / © e-fundresearch.com / Fidelity International

  • Kapitaldeckung endlich auf der Agenda der Rentenpolitik
  • Reformoptionen für die bAV: Betriebsrente vor Wendepunkt

Die Vorschläge der Rentenkommission setzen wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des deutschen Alterssicherungssystems. Besonders den Einstieg in die Kapitaldeckung der gesetzlichen Rente nach schwedischem Vorbild bewertet Fidelity International als längst überfälligen Schritt. Gleichzeitig zeigen die Empfehlungen deutlich: Auch bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) steht Deutschland vor einem Wendepunkt.

„Die Kommission stellt klar fest, dass die bisherige Akzeptanz der betrieblichen Altersvorsorge nicht ausreicht. Perspektivisch soll eine annähernd flächendeckende Verbreitung erreicht werden – das ist ein wichtiges Signal. Kritisch sehen wir, dass die konkrete Umsetzung dessen einem Sozialpartnerdialog überlassen werden soll. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass Sozialpartnermodelle oft langwierige Abstimmungsprozesse erfordern. Angesichts des demografischen Wandels braucht es aus unserer Sicht aber zügige und verbindliche Entscheidungen“, sagt Christof Quiring.

Betriebsrente: Konkrete Reformansätze weisen den Weg

Erstmals liegt ein Bündel an Maßnahmen auf dem Tisch, das die zweite Säule spürbar stärken könnte. Die Kommission nennt dazu mehrere Hebel: die weitere Öffnung der Sozialpartnermodelle, die Einführung von Opt‑out‑Modellen, automatische Entgeltumwandlungssysteme und perspektivisch sogar ein mögliches Obligatorium in der zweiten Säule.

„Besonders positiv ist, dass die Kommission sowohl Auto-Enrolment-Modelle mit Opt-Out als auch ein mögliches Obligatorium in der betrieblichen Altersvorsorge ausdrücklich als Reformoptionen nennt. Internationale Erfahrungen zeigen, dass genau diese Instrumente die Verbreitung der Betriebsrente deutlich erhöhen können – beispielsweise in Großbritannien wuchs der Anteil der Bezieher betrieblicher Altersrenten so auf über 80 Prozent. Ähnliche Mechanismen können auch in Deutschland den notwendigen Durchbruch bringen“, führt Quiring aus.

Hervorzuheben ist aus Sicht von Fidelity ein neuer Ansatz in der Verzahnung von betrieblicher und privater Vorsorge: „Dass Arbeitgeber im Rahmen altersvorsorgewirksamer Leistungen künftig direkt in private Altersvorsorgedepots ihrer Beschäftigten einzahlen können sollen, ist ein potenziell sehr wirkungsvoller Ansatz. Ein betriebliches Altersvorsorgedepot könnte insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen einen einfachen und effizienten Zugang zur kapitalgedeckten Altersvorsorge schaffen“, so Quiring.

Jetzt kommt es auf die Umsetzung an

Gleichzeitig bleibt entscheidend, wie konsequent diese Ansätze umgesetzt werden.

„Die Richtung stimmt – es ist erkennbar, dass sich bei der zweiten Säule viel bewegen kann. Entscheidend ist jetzt, dass aus den Reformoptionen verbindliche und praktikable Lösungen werden. Die Politik sollte die Chance nutzen und die Reform der betrieblichen Altersvorsorge zügig vorantreiben“, betont Quiring.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.