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Warum der Brexit keine Krise wie 2008 entfachen wird

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ist keine Krise, die mit der Kreditklemme von 2008 vergleichbar wäre und dürfte sich nur „moderat” auf die Wachstumserwartungen in Europa auswirken, meint Douglas Scott, Global Equity Income Co-Manager bei Kames Capital. Aegon Asset Management | 10.08.2016 10:53 Uhr
Douglas Scott, Global Equity Income Co-Manager, Kames Capital / ©  Kames Capital
Douglas Scott, Global Equity Income Co-Manager, Kames Capital / © Kames Capital
Nach Ansicht von Douglas Scott hat der Brexit die Volatilität an den britischen Aktienmärkten zwar kräftig geschürt, aber die gute Verfassung der britischen Wirtschaft und die Wahrscheinlichkeit weiterer Stimulierungsmaßnahmen der Bank von England dürften verhindern, dass es erneut zu einer solchen Abkühlung kommt wie damals durch die Kreditkrise. „Das Austrittsvotum der Briten und das anschließende politische Vakuum haben für große Unsicherheit und Volatilität am britischen Markt gesorgt. Infolge der durch den Brexit ausgelösten Unsicherheit wird sich die britische Wirtschaft aus gesamtwirtschaftlicher Sicht in den nächsten Quartalen voraussichtlich abkühlen“, so Scott.

„Angesichts der erwarteten proaktiven Stimulierungsmaßnahmen der Regierung und der Bank von England und der soliden Bilanzen im Unternehmenssektor halten wir den Vergleich zwischen dieser Abkühlung und der Krise von 2008/09 aber für unbegründet,“ meint Scott.

[1]

Ungeachtet der düsteren Schlagzeilen rechnet Scott nicht damit, dass Großbritannien oder Europa infolge des Brexits einen kräftigen Abschwung erleben werden.

„Abgesehen von einem mäßigen Rückgang der Wachstumserwartungen für Europa erwarten wir keine wesentlichen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft”, so der Manager.

„Gleichwohl dürften die Währungshüter an ihrer vorsichtigen Politik festhalten. Das stützt unsere zentrale These eines Klimas anhaltend geringen Wachstums, in dem die Zinsen und Anleiherenditen längerfristig niedrig bleiben dürften”, erläutert Scott.

Im aktuellen Umfeld werden Unternehmen im Fokus der Anlagestrategie des Fonds stehen, die positive Überraschungen an der Dividendenfront liefern können oder in der Lage sind, unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung zu wachsen.

„Die wahllose Neubewertung von Unternehmen mit Auslandsgeschäft und der damit einhergehende Ausverkauf bei auf den Binnenmarkt fokussierten britischen Unternehmen und Finanzwerten dürften eine Reihe interessanter Anomalien und Chancen zutage fördern, um langfristige Positionen aufzubauen”, so die Einschätzung des Managers.

[1]Dem aktuellen Flash Release von Markit zufolge, der am 22.07.16 veröffentlicht wurde, markierte der Einkaufsmanagerindex für den britischen Dienstleistungssektor (UK Services PMI Activity Index) im Juli bei 47,4 Zählern (gegenüber 52,3 im Juni) auf dem tiefsten Stand seit 88 Monaten.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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