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Kames Capital nimmt High-Yield-ETFs unter die Lupe

Im April 2017 feierte der größte US High-Yield-Bond-ETF seinen zehnten Geburtstag. Seit seiner Auflegung erzielte er eine Gesamtrendite von 70,8% bzw. 5,5% jährlich. Für Stephen Baines, Co-Manager des Kames Short Dated High Yield Global Bond Fund, Grund genug, das Segment der High-Yield-ETFs genauer zu analysieren: Aegon Asset Management | 29.08.2017 10:08 Uhr
Stephen Baines, Co-Manager des Kames Short Dated High Yield Global Bond Fund / ©  Kames Capital
Stephen Baines, Co-Manager des Kames Short Dated High Yield Global Bond Fund / © Kames Capital
Auf den ersten Blick scheinen derartige Erträge passabel. Verglichen mit dem Hochzinsmarkt insgesamt (Bloomberg Barclays US High Yield Index), der im selben Zeitraum einen kumulierten Ertrag von 105% (7,4%) jährlich erreichte, erscheinen diese Erträge laut Stephen Baines, Co-Manager des Kames Short Dated High Yield Global Bond Fund, jedoch „etwas enttäuschend“.

Im Folgenden nennt er drei Gründe dafür, dass ETFs in dieser Assetklasse im Vergleich derart schlecht abschneiden.

„Erstens berechnen die führenden High-Yield-Bond-EFTs vergleichbar hohe Verwaltungsgebühren wie viele aktiv gemanagte Fonds, während die meisten Aktien-ETFs für wenige Basispunkte zu haben sind.

Zweitens unterliegt der gesamte Hochzinsanleihemarkt im Unterschied zu einem relativ statischen Aktienindex markanten Veränderungen, da ständig Anleihen begeben und zurückgenommen werden. Eine passive Teilnahme an diesem Markt ist unmöglich, da die Fonds stets aktiv bleiben müssen, um mit dem sich ständig verändernden Universum Schritt zu halten. Die einzige Frage dabei ist das Wie.

Drittens ist der Hochzinsmarkt zu groß, um passiv nachgebildet zu werden. Denn der US-Markt umfasst etwa 1.900 Einzelwerte, die führenden ETFs halten unterdessen nur rund 1.000 Titel. Somit haben sich diese „Index-Fond“ bewusst entschieden, hunderte von Emissionen einfach zu ignorieren, und verpassen dabei viele Anlagechancen, die aktive Manager wahrnehmen können.“

Und schließlich, so Baines, gibt es bei den an einer Benchmark orientierten Investmentansätzen im Anleiheuniversum einen großen Schwachpunkt. „Anleiheindizes werden basierend auf der Höhe der offenen Schulden gewichtet, sodass auf Unternehmen mit höherem Verschuldungsgrad ein größerer Indexanteil entfällt.“ Index-Fonds müssen ihr Kapital ständig von Anleihen, deren Qualität sich verbessert (Unternehmen, die Schulden abbauen), in solche umschichten, deren Qualität sich verschlechtert (Unternehmen, die mehr Schulden aufnehmen). Das erscheint uns mit Blick auf die Verwaltung eines Anleihenfonds höchst unlogisch.“

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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