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WeWork’s gescheiterter Börsengang und das "gefährliche" Eigenkapitalpolster

„Das Scheitern des überhitzten Börsengangs von WeWork sollte als Warnung für Fremdkapitalinvestoren gesehen werden, sich nicht auf den Mythos "Eigenkapitalpolster" zu verlassen“, so David McFadyen, Investment Manager Fixed Income bei Kames Capital. Aegon Asset Management | 09.10.2019 13:46 Uhr
David McFadyen, Investment Manager Fixed Income bei Kames Capital / © Kames Capital
David McFadyen, Investment Manager Fixed Income bei Kames Capital / © Kames Capital

Ein Kommentar von David McFadyen, Investment Manager Fixed Income bei Kames Capital

"Das Scheitern des überhitzten Börsengangs von WeWork sollte als Warnung für Fremdkapitalinvestoren gesehen werden, sich nicht auf den Mythos "Eigenkapitalpolster" zu verlassen. 

Bei festverzinslichen Anlagen wird üblicherweise ein großes Eigenkapitalpolster - die Höhe des Eigenkapitals im Verhältnis zu seinen Schulden - als Sicherheitsnetz für Investoren und als Indikator für die Beliebtheit eines Unternehmens gesehen. Viele Anleiheinhaber hielten die Kreditvergabe an WeWork aufgrund der umfangreichen Eigenkapitalbewertung für sicher. Doch Investoren, die sich auf das Eigenkapitalpolster eines Unternehmens verlassen, spielen nach den jüngsten Schwierigkeiten des Co-Working Bürospezialisten ein "gefährliches" Spiel.“ Die Kombination aus enttäuschenden Finanzzahlen und schlechter Unternehmensführung führte dazu, dass die Bewertung von WeWork in sechs Wochen um 70% einbrach und die mit Spannung erwarteten IPO-Pläne zurückgestellt wurden.   

Eigenkapitalpolster sollte nicht überbewertet werden

Investoren lieben Sicherheitsreserven. Sie geben ihnen das Vertrauen, dass Unternehmen könne Herausforderungen meistern und in schwierigen Zeiten Investitionen kaufen oder halten. Einige Anleihegläubiger sind der Meinung, dass ein großes "Eigenkapitalpolster" ein Indikator dafür sei, wie sehr der Markt ein Unternehmen unterstützt. 

Die Theorie besagt, dass, wenn ein Unternehmen einen signifikanten Betrag an Eigenkapital im Verhältnis zu seinen Schulden aufweist, wären Anleiheinhaber geschützt - der Aktienmarkt würde das Unternehmen unterstützen. Doch übermäßiges Vertrauen kann gefährlich sein. 

Während die Anleihen von WeWork nicht besonders gut gehandelt wurden, sahen sie aus wie ein „Slam Dunk“, als sich ein Börsengang abzuzeichnen begann, der daraufhin als aktuelle Marktbewertung angesehen wurde. Und Börsengänge wirken typischerweise als Entschuldungskicker.  

Doch die Bewertung von WeWork war nicht so, wie erhofft. Anleger scheuten den Preis im Vergleich zu den realen Fundamentaldaten des Unternehmens. Der Börsengang scheiterte daraufhin mit einer massiven Bewertungskürzung von fast 50 Mrd. Dollar auf 10 Mrd. Dollar. Das Eigenkapitalpolster wurde verdampft, ebenso wie die angebliche Sicherheitsmarge der Anleihegläubiger. 

Weiteres Beispiel Petrobras

Doch nicht nur Unternehmen der "New Economy" wie WeWork können auf diese Weise leiden. Ein weiteres Beispiel ist das staatliche brasilianische Energieunternehmen Petrobras. 

Bei Petrobas hatten Investoren gleich zwei "Equity-Polster": Eine gewaltige Marktkapitalisierung - 2013 waren das 124 Milliarden Dollar Eigenkapital gegenüber 95 Milliarden Dollar Schulden - und den Schutz des Staatseigentums. Doch während der Energiekrise wurde Petrobras' Marktkapitalisierung zerstört. 2015 waren es plötzlich nur noch 22 Milliarden Dollar gegenüber 124 Milliarden Dollar Schulden. Eigenkapitalpolster funktionieren nur, solange der Markt an die Story glaubt und wenn es zu keinem Zusammenbruch kommt. 

Investoren sollten Unternehmen nicht nur aufgrund ihrer Popularität, die ihnen die Aktienmärkte entgegenbringen, Kredite gewähren. Wir vergeben Kredite nur an Unternehmen auf Grundlage unserer Bottom-up-Analyse, die eindeutig über ihre nächste Schuldenfälligkeit hinaus bestehen können, unabhängig davon, ob sich die Aktienmärkte in einer Krise befinden oder nicht.  

Ein Unternehmen, das glaubt, sich auf den Aktienmarkt verlassen zu können, um ihn im Extremfall zu finanzieren, wird zwangsläufig herausfinden, dass es ebendies nicht kann, wenn der Glaube an seine Geschichte verloren geht."

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