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Warum sich Klimaschutz & Pandemiebewältigung nicht ausschließen sollten

Die britische Regierung hat grüne Initiativen bei der Bekämpfung der Pandemie kaum in den Fokus genommen, indem sie nur kleinste Beträge aus den riesigen Konjunkturpaketen für diese Initiativen ausgab. Als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie betrug nach Angaben des Institute of International Finance der globale fiskalische Stimulus 11 Billionen Dollar, aber weniger als 1% davon floss in Projekte, die als "grün" eingestuft wurden. Bei anderen Ländern ist es ähnlich. Aegon Asset Management | 13.08.2020 16:29 Uhr
Ein Kommentar von Colin Dryburgh, Co-Manager des Kames Global Diversified Growth Fund / © Kames Capital / Aegon
Ein Kommentar von Colin Dryburgh, Co-Manager des Kames Global Diversified Growth Fund / © Kames Capital / Aegon

Ein Kommentar von Colin Dryburgh, Co-Manager des Kames Global Diversified Growth Fund

Grüne Maßnahmen im Ländervergleich

Schaut man sich weltweit um, sieht der Vorschlag der Europäischen Kommission für einen 750 Milliarden Euro schweren Konjunkturfonds, welcher 25% der gesamten Finanzmittel für Klimaschutzmaßnahmen vorsieht, im Vergleich zu anderen Länderfinanzpaketen am umweltfreundlichsten aus. 

Deutschland will 50 Milliarden Euro für Elektro- und Hybridfahrzeuge, erneuerbare Energien, öffentliche Verkehrsmittel und die Senkung von Umweltaufschlägen auf die Stromrechnung der Verbraucher bereitstellen. Doch obwohl 50 Milliarden Euro groß genug sind, um Schlagzeilen zu machen, stellen sie nur einen kleinen Teil des gesamten deutschen Konjunkturpakets dar.

In Großbritannien ist die Situation deutlich schlechter. Das britische Konjunkturpaket zur Förderung grüner Arbeitsplätze in Höhe von 3 Milliarden Pfund ist im Vergleich dazu verschwindend gering. Deutlich höhere Ausgaben in Bezug auf die Umwelt wären wirtschaftlich sinnvoll - und hätten auch positive Auswirkungen auf die Umwelt.  

Präzedenzfall Südkorea

Es gibt einen historischen Präzedenzfall dafür, dass politische Entscheidungsträger viel ehrgeiziger sein können, wenn es um grüne Anreize geht. Im Jahr 2008 gab Südkorea 80% seiner fiskalischen Stimuli für grüne Projekte aus. Dazu gehörten Ausgaben für die Wiederherstellung von Flüssen und Wäldern, den Schienenverkehr, Energieeffizienz und kraftstoffeffiziente Fahrzeuge. Teilweise als Folge dieser Maßnahmen gehörte die koreanische Arbeitslosenquote im Jahr 2009 zu den niedrigsten der OECD-Länder. 

Südkoreas Demokratische Partei hat im April dieses Jahres einen erdrutschartigen Sieg errungen und das Mandat erhalten, einen Grünen New Deal im EU-Stil umzusetzen, wie in ihrem Manifest dargelegt.  

Südkorea ist das erste Land in Ostasien, das sich verpflichtet hat, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Zu seinen Plänen gehören groß angelegte Investitionen in erneuerbare Energien, die Einführung einer Kohlenstoffsteuer und die Unterstützung von Arbeitnehmern beim Übergang zu grünen Arbeitsplätzen. 

Plan für eine nachhaltige Erholung von COVID-19 

Die wirtschaftlichen Folgen von COVID-19 werden dazu führen, dass die Staatsausgaben auf ein noch nie dagewesenes Niveau ansteigen werden. Es gibt keinen Mangel an Vorschlägen für durchführbare nachhaltige Initiativen, also keine Entschuldigung dafür, etwas anderes als eine 'nachhaltigere' Erholung anzustreben.

Die Internationale Energieagentur (IEA) veröffentlichte in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen "Plan zur nachhaltigen Erholung, der langfristiges Wachstum, zukunftssichere Arbeitsplätze und Ziele der nachhaltigen Entwicklung berücksichtigt. Darin werden kostenwirksame Maßnahmen in sechs Schlüsselsektoren aufgezeigt: Gebäude, Elektrizität, aufkommende kohlenstoffarme Technologien, Brennstoffe, Industrie und Verkehr. Die Initiatoren gehen davon aus, dass ihr Plan bis 2023 dazu führen könnte, dass die jährlichen energiebedingten Treibhausgasemissionen um 4,5 Milliarden Tonnen geringer ausfallen als sonst, das BIP um 3,5% höher ist und neun Millionen weitere Arbeitsplätze geschaffen werden. Der größte Teil der neuen Arbeitsplätze würde in der Nachrüstung von Gebäuden und anderen Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Energieeffizienz sowie im Elektrizitätssektor, insbesondere in den Netzen und bei den erneuerbaren Energien, entstehen.  Ausgaben für Energieeffizienzmaßnahmen - insbesondere für Maßnahmen zur Steigerung der Gebäudeeffizienz - sind sehr kosteneffizient - sowohl im Hinblick auf die CO2-Reduzierung als auch auf die Schaffung von Arbeitsplätzen.

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