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Aegon AM über Elektroschrott: Recyclingquote liegt bei lediglich 17,4 %

Aegon Asset Management | 13.12.2021 11:32 Uhr
© Photo by Gary Chan on Unsplash
© Photo by Gary Chan on Unsplash

Was sind EEE und E-Abfall? Elektro- und Elektronikgeräte (EEE) sind Produkte mit Schaltkreisen oder elektrischen Komponenten, die mit Strom oder Batterien versorgt werden. Elektroschrott ist die Entsorgung dieser Produkte, sei es durch Abnutzung oder, was wahrscheinlicher ist, aufgrund von technologischen Fortschritten und Upgrades. Das Wachstum von Elektro- und Elektronikgeräten im letzten Jahrhundert ist eng mit der rasanten Entwicklung der Weltwirtschaft verbunden. Mit dem kontinuierlichen Anstieg des verfügbaren Einkommensniveaus, der massiven Verstädterung und der Industrialisierung in den sich entwickelnden Volkswirtschaften nimmt der Elektroschrott einen exponentiellen Verlauf. Weltweit ist er der am schnellsten wachsende Abfallstrom.

E-Waste auf Rekordhoch

Laut dem Global E-Waste Monitor 2020 der Vereinten Nationen erreichte der weltweite Elektroschrott im Jahr 2019 eine Rekordmenge von 53,6 Millionen Tonnen, von denen nur 17,4 % recycelt wurden. Dies ist nicht nachhaltig, da der Elektroschrott weiterhin schneller wächst als die weltweiten Recyclingbemühungen. Derzeit hat der globale Markt für Elektroschrott einen Wert von 57 Milliarden US-Dollar. Nur 10 Milliarden Dollar werden auf umweltverträgliche Weise recycelt.

Quelle: Aegon AM.

Schlechtes Recycling und Sammelmanagement von Elektroschrott tragen zur globalen Erwärmung bei. Es überrascht nicht, dass bei der Gewinnung und Veredelung von Primärrohstoffen für EEG-Produkte Treibhausgasemissionen freigesetzt werden. Wenn wir die Materialien recyceln könnten, würde sich die Notwendigkeit, neue Rohstoffe abzubauen, verringern. Ein weiterer erschwerender Faktor ist die Art der Materialien im Abfall und ihre gefährlichen Eigenschaften. Elektroschrott enthält nicht nur Kunststoff, sondern auch einige extreme Zusatzstoffe und gefährliche Substanzen wie Quecksilber, bromierte Flammschutzmittel (BFR), Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) und teilhalogenierte Fluorchlorkohlenwasserstoffe (HFCKW). Es überrascht nicht, dass dies erhebliche Risiken für die Umwelt und die menschliche Gesundheit mit sich bringt.

Mögliche Problemlösung

Wie können Unternehmen dieses Problem angehen? Erstens können sie sich mit dem Produktdesign befassen. Die Unternehmen müssen Produkte, Komponenten und Materialien herstellen, die so lange wie möglich ihre maximale Funktionalität behalten. Dies kann durch die Reparatur und Aufarbeitung eines Produkts oder bestimmter Teile davon erreicht werden. Durch Investitionen in Aufarbeitungstechnologien und -methoden können aufgearbeitete Produkte in Aussehen und Funktionalität mit neuen Produkten konkurrieren. Die Aufarbeitung ist in erster Linie ein zeitaufwändiger und manueller Prozess. Weitere Forschung und Investitionen in diesem Bereich sind daher für die Verbesserung der Effizienz unerlässlich.

Zweitens müssen wir uns mit dem Stigma auseinandersetzen, das der Verwendung von aufgearbeiteten oder gebrauchten Produkten anhaftet. Abgesehen von der Tatsache, dass die Menschen modisch sein und mit den neuesten Trends Schritt halten wollen, schreckt vor allem die Annahme ab, dass die Leistung der Artikel minderwertig ist und dass bei einer Fehlfunktion des Produkts finanzielle Kosten anfallen könnten. Die Kunden brauchen Garantien und Transparenz auf dem Sekundärmarkt, um sicherzustellen, dass die Kreislaufwirtschaft genutzt wird.

Schließlich kann die Cloud-Technologie eine entscheidende Rolle bei der Verringerung des Tempos der Veralterung von Hardware spielen. Die Nutzung dieser Technologie ermöglicht eine optimierte Speicherung und verbesserte Datenverwaltung und -verarbeitung über ein Netzwerk von Internetservern anstelle eines lokalen Geräts.

Vorreiter zeigen wie es geht

Ein Unternehmen, das uns gefällt, ist ASML, ein in den Niederlanden notierter Hersteller von Halbleiterausrüstung. Das Unternehmen stellt Lithografie- (Licht-) Maschinen her, die von TSMC und Intel zum "Drucken" von Siliziumchips verwendet werden. Die Produkte von ASML sind entscheidend für die Produktion kleinerer, billigerer, leistungsfähigerer und energieeffizienterer Chips. ASML kann sich bewundernswerter Kreislaufinitiativen rühmen: Allein im Jahr 2020 recycelte das Unternehmen 360 kg Elektroschrott, mit einer Gesamtrecyclingrate von 85 % und wiederverwendbaren Teilen im Wert von über 1.151 Mio. €. Eines seiner Vorzeigeprodukte, die PAS 5500-Systeme (die 1991, sieben Jahre nach der Gründung des Unternehmens, auf den Markt kamen), hat eine Nutzungsrate von 90 %. Wenn neuere Systeme ältere ersetzen, überholt ASML die Geräte und gibt ihnen einen neuen Zweck, indem es weniger anspruchsvolle Chips produziert. Das Unternehmen führt auch sein "As-New"-Programm durch, bei dem gebrauchte Anlagenteile wiederaufbereitet werden, die dem gleichen Standard wie neue Teile entsprechen.“

Jamie McAloon, Sustainable Investment Analyst bei Aegon Asset Management

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