NVIDIA, Insulet, Penumbra: Drei Vorreiter in der Healthtech-Revolution

Aegon Asset Management | 27.03.2023 11:16 Uhr
Adam Hussain, Investment Manager, Aegon Asset Management / © e-fundresearch.com / Aegon Asset Management
Adam Hussain, Investment Manager, Aegon Asset Management / © e-fundresearch.com / Aegon Asset Management

Die Covid19-Pandemie hat eine Vielzahl von Problemen für das Gesundheitswesen aufgeworfen, die teils auf der Hand liegen, teils weniger offensichtlich sind. Doch der Sektor ist dabei, die Schwierigkeiten der letzten Jahre zu überwinden und macht Platz für weitere technologische Innovationen. In den letzten Jahren mussten viele Teile des Gesundheitswesens durch besonders unruhiges Fahrwasser navigieren – sie hatten mit Dynamiken wie Versorgungsengpässen, Personalknappheit und Kapitalbeschränkungen zu kämpfen und das in einem insgesamt sehr angespannten globalen Gesundheitssystem. Einige dieser Belastungen beginnen sich zu stabilisieren oder lassen tatsächlich nach. Trotz allem ist offensichtlich, dass der Fortschritt im Gesundheitswesen zunehmend durch technologische Innovationen vorangetrieben wird.

Diese Verzahnung von Gesundheitswesen und Technologie führt zu Lösungen, welche die Ergebnisse und die Lebensqualität der Patienten deutlich verbessern und gleichzeitig oft dazu beitragen, die Kosten des Gesundheitssystems zu senken. Die Gesundheitsbranche wird durch die Technologie in einer transformativen Weise umgestaltet, und die positiven sozialen Auswirkungen, die sich daraus ergeben dürften, könnten tatsächlich revolutionär sein. Als Vorreiter gelten drei Unternehmen, deren Innovationen von der Insulinverabreichung bis zur künstlichen Intelligenz reichen.

Nvidia: KI-Simulation

Die Verzahnung von Gesundheitswesen und Technologie wird vielleicht am besten von NVIDIA verkörpert, dem führenden Unternehmen in den Bereichen KI und beschleunigtes Computing. NVIDIAs Plattform für das Gesundheitswesen begann mit medizinischen Geräten wie CT-Scannern, chirurgischen Robotersystemen und genomischen Sequenzierungsinstrumenten, hat sich aber inzwischen auf Simulationen und genomische Analysen ausgeweitet. Tatsächlich hat sich der Geschäftsmix aus medizinischen Geräten und KI-Simulationen von 80% zu 20% auf heute 50% zu 50% verschoben. Die Ausgaben für KI im Gesundheitswesen steigen angesichts des exponentiellen Datenwachstums und des zunehmenden Rechenbedarfs für KI rasant an.

NVIDIA ist der Ansicht, dass in diesem Jahr ein Wendepunkt erreicht werden wird, wenn die Kosten für die Genomanalyse drastisch sinken. Dies wird dazu beitragen, die enormen Mengen an Datenströmen zu erschließen, die analysiert werden müssen (möglicherweise mehr als 40 Exabyte im nächsten Jahrzehnt) und eine Beschleunigung der Medikamentenentwicklung und vieles mehr ermöglichen. Erst 2020 wurde KI zum ersten Mal eingesetzt, um ein bestehendes Medikament zu identifizieren und auf ein neues Problem auszurichten. Die Unternehmenberatung Gartner geht davon aus, dass bis 2025 mehr als 30% der neuen Medikamente und Materialien systematisch mit generativen KI-Techniken entdeckt werden.

Insulet: Optimaler Blutzuckerspiegel

Insulet hat kürzlich den Omnipod 5 auf den Markt gebracht - das erste schlauchlose automatische Insulinverabreichungssystem (AID). Das Unternehmen hat Pionierarbeit für die schlauchlose "Patch-Pumpe" geleistet, die im Vergleich zu herkömmlichen Insulinverabreichungsmethoden einen weitaus besseren Formfaktor, transformative Vorteile für den Lebensstil der Patienten und verbesserte klinische Ergebnisse bietet. Die jüngste Innovation von Insulet ist ein weiterer bedeutender Schritt nach vorn bei der Behandlung von Typ-I-Diabetes. Es passt die Insulinabgabe automatisch an, um die Zeit im optimalen Blutzuckerbereich zu maximieren. Alle fünf Minuten erhält der Omnipod einen CGM-Wert (Continuous Glucose Monitoring) und einen Trend und sagt voraus, wo der Blutzuckerspiegel 60 Minuten später liegen wird.

Das System erhöht, verringert oder unterbricht dann die Insulinabgabe auf der Grundlage des gewünschten Zielbereichs des Patienten, wobei all das über ein kompatibles Smartphone überwacht wird. Keine täglichen Mehrfachinjektionen, keine Fingerstiche. Die Vorstellung von einer 'künstlichen Bauchspeicheldrüse' ist vielleicht nicht länger auf Science-Fiction beschränkt.

Penumbra: Computergestütztes mechanisches Thrombektomiesystem

Penumbra, ein weiteres Unternehmen für medizinische Geräte, hat kürzlich den Lightning Flash auf den Markt gebracht. Das Unternehmen konzentriert sich seit Jahren auf die Entwicklung von Geräten, mit denen sich hoch riskante oder lebensbedrohliche Blutgerinnsel schneller und minimalinvasiver entfernen lassen als mit herkömmlichen Methoden. Der Lightning Flash verfügt über einen verbesserten Katheter und nutzt sowohl druck- als auch flussbasierte Algorithmen, um Blutgerinnsel schnell zu entfernen und gleichzeitig den möglichen Blutverlust zu minimieren. Dies ist das erste computergestützte mechanische Thrombektomiesystem in den USA und erste Daten haben eine Verbesserung der klinischen Ergebnisse und der Lebensqualität der Patienten gezeigt.

Die Systeme Lightning Bolt und Thunderbolt von Penumbra, die eine ähnliche computergesteuerte Technologie zur Entfernung von Blutgerinnseln in Arterien und im Nervensystem nutzen, sollen ebenfalls im kommenden Jahr auf den Markt kommen. Diese Geräte können die Art und Weise, wie Blutgerinnsel aus dem Körper entfernt werden, grundlegend verändern und sollten dazu beitragen, die Akzeptanz der mechanischen Thrombektomie unter Medizinern zu erhöhen.

Von Adam Hussain, Investment Manager bei Aegon Asset Management

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.
Klimabewusste Website

AXA Investment Managers unterstützt e-fundresearch.com auf dem Weg zur Klimaneutralität. Erfahren Sie mehr.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.