Credit Suisse Investment Committee Report - Sitzung des Anlagekomitees vom 6. Juli

Credit Suisse | 08.07.2022 13:06 Uhr
© Photo by Benjamin Child on Unsplash
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Das Anlagekomitee der Credit Suisse hat die taktische Übergewichtung von Schwellenländer-Hartwährungsanleihen bestätigt und sieht Schwellenländer-Staatsanleihen neu als Alternative zu Schwellenländer-Unternehmensanleihen, um ein taktisches Engagement in dieser Anlageklasse aufzubauen. Globale Aktien werden taktisch weiterhin übergewichtet, während Staatsanleihen aus Industrieländern auf neutralem Niveau verbleiben. 

Marktfokus verschiebt sich: Von Inflation zu Wachstumsrisiken

In den vergangenen Wochen reflektierten die Preise von Vermögenswerten, dass sich der Fokus der Anleger von Inflation und Straffungskurs der Zentralbanken auf Wachstumsrisiken verschoben hat. Die Renditen von Staatsanleihen sind in den Industrieländern gesunken, was für positive Erträge gesorgt und unseren Entscheid vom Vormonat untermauert hat, Staatsanleihen in den Portfolios nicht mehr unter-, sondern neutral zu gewichten. Aktien sind nach wie vor sehr volatil, und zyklische Sektoren wie Energie zeigen allmählich eine Underperformance. Rohstoffe, die zu den konjunktursensibelsten Anlageklassen gehören, haben einen Teil ihrer jüngsten Gewinne wieder abgegeben. 

Bei der Beurteilung der Wirtschaftsaussichten ist das Anlagekomitee zum Schluss gekommen, dass das Rezessionsrisiko gestiegen ist: Die Konjunkturindikatoren haben sich in den USA und Europa aufgrund der Verschärfung des Finanzumfelds abgeschwächt, wie etwa im zinssensiblen US-Immobilienmarkt. Die steigenden Energie- und Nahrungsmittelpreise schmälern das reale verfügbare Einkommen und drücken weltweit auf die Konsumstimmung. Dennoch – und obwohl wir unsere Wachstumsprognosen für die USA und Europa gesenkt haben – bleibt eine Rezession in den nächsten zwölf Monaten zwar ein Risiko, entspricht aber nicht unserem Basisszenario. China verbleibt auf einem anderen Wachstumskurs, da die Lockerung der COVID-19-Massnahmen eine Konjunkturerholung angestossen hat, die nun durch einen umfangreichen geldpolitischen Stimulus zusätzlich verstärkt wird.

Potenzial für kurzfristige taktische Rally

Technische Kontraindikatoren, welche die Anlegerstimmung messen, sowie Umfragedaten liefern weiterhin starke taktische Kaufsignale für Aktien. Das Anlagekomitee behält daher ein moderates Aktienübergewicht in den Portfolios bei, umgesetzt durch eine Übergewichtung von US- und chinesischen Aktien. Die einsetzende Erholung in China sollte die Gewinne, und damit eine anhaltende Markterholung, unterstützen. Der US-Markt verfügt über einen hohen Anteil an Technologieaktien, von denen Anleger unseres Erachtens fundamental solide Titel in Erwägung ziehen sollten, die nach den willkürlichen Verkäufen während des Rückgangs attraktiv bewertet sind. Im globalen IT-Sektor sind wir zu einer Übergewichtung übergegangen, da er eine überdurchschnittliche Gewinnentwicklung verzeichnen dürfte. Eurozoneaktien haben wir auf eine taktische Untergewichtung reduziert – dies wegen ihrer grösseren Anfälligkeit bei einer konjunkturellen Abkühlung.

Wir weisen darauf hin, dass das Wirtschaftsumfeld für Aktien trotz guter Chancen für eine temporäre Erholungsrally mittelfristig schwierig bleiben dürfte. Eine Bestätigung, dass die Inflation in den USA und Europa den Höchststand erreicht hat, könnte noch einige Monate auf sich warten lassen. Sollte sich die US-Notenbank (Fed) zu stark auf die Gesamt- statt auf die Kerninflation konzentrieren, die den Höhepunkt bereits überschritten hat, könnten Rezessionsängste noch weiter zunehmen. Ein Risikoszenario ist daher, dass die Zinserwartungen an die Zentralbanken wieder in die Höhe getrieben werden, obwohl sich das Wachstum abschwächt.

Präferenz für Schwellenländer-Hartwährungsanleihen

Das Anlagekomitee hat die Übergewichtung von Schwellenländeranleihen in Hartwährung aufgrund ihres attraktiven Renditevorteils bestätigt. Neu sieht es Staatsanleihen als Alternative zu Unternehmensanleihen, um je nach Portfoliokontext ein taktisches Übergewicht in Schwellenländer-Hartwährungsanleihen aufzubauen. Staatsanleihen aus Industrieländern verbleiben auf neutralem Niveau.

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