Credit Suisse Fondsmanagerin: Steigende Rückversicherungsprämien verleihen Cat Bonds Aufwind

Bereits vor Hurrikan Ian im US-Bundesstaat Florida im letzten Herbst war der Katastrophenversicherungsmarkt mit großen Herausforderungen konfrontiert, doch die Situation hat sich weiter verschärft. Der Markt wird getrieben durch die steigende Inflation, die Verringerung des Rückversicherungskapitals aufgrund negativer Anlagerenditen sowie die zunehmenden Katastrophenschäden in den letzten fünf Jahren. Tanja Wrosch, Fondsmanagerin bei der Credit Suisse, erklärt, warum Cat Bonds von der aktuellen Marktdynamik profitieren. Credit Suisse | 24.01.2023 15:14 Uhr
Tanja Wrosch, Fondsmanagerin bei der Credit Suisse / © e-fundresearch / Credit Suisse
Tanja Wrosch, Fondsmanagerin bei der Credit Suisse / © e-fundresearch / Credit Suisse

Aktuell beobachten wir ein starkes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Rückversicherungskapazität. Dies hat sich bereits im Laufe des letzten Jahres abgezeichnet, Hurrikan Ian hat jedoch zu weiteren erheblichen Spannungen auf dem Markt geführt. Cat Bonds stellen eine alternative Möglichkeit dar, Katastrophenrisiken auf die Kapitalmärkte zu bringen. Unserer Ansicht nach sind sie die Gewinner der aktuellen Marktdynamik. Die Prämien sind so hoch wie nie zuvor, und es wird ein starker Anstieg des Marktvolumens erwartet.

(Rück-)Versicherungsprämien steigen stark an

Bereits vor Ian, der im US-Bundesstaat Florida erhebliche versicherte Schäden verursachte, deuteten alle Signale auf einen weiteren starken Anstieg der (Rück-)Versicherungsprämien für 2023 hin. Doch der Hurrikan hat das Ungleichgewicht zwischen der massiven Nachfrage nach Rückversicherungsschutz und einer deutlichen Verringerung des Angebots verschärft. Die hohe Inflation bedeutet, dass der Wiederaufbau nach einer Katastrophe deutlich teurer wird, sodass die Versicherer mehr Rückversicherungsdeckung kaufen müssen. Die Rückversicherer hingegen haben aufgrund der negativen Anlagerenditen weniger Eigenkapital zur Verfügung, um diese Nachfrage zu bedienen. Hinzu kommt, dass einige Rückversicherer das Geschäftsfeld Naturkatastrophenrückversicherung stark reduziert oder sogar ganz eingestellt haben. Abbildung 1 unterstreicht den Rückgang des traditionellen Rückversicherungskapitals seit 2021. Die neuesten Schätzungen von Swiss Re Institute gehen sogar von über 30 % Rückgang des Rückversicherungskapitals in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 aus.

Der alternative Risikotransfer über Cat Bonds gewinnt an Bedeutung

Angesichts des erwarteten Rückgangs der traditionellen Rückversicherungskapazitäten und steigender Prämien für Naturkatastrophendeckungen wird der alternative Risikotransfer über Cat Bonds unserer Ansicht nach zunehmend an Bedeutung gewinnen, und wir erwarten eine starke Pipeline an neuen Emissionen. Diese werden jedoch nur zu den Bedingungen der Investoren platziert werden können. Die Notwendigkeit, die mit Hurrikan Ian verbundenen Verluste zu decken, und das Streben nach nachhaltigen Kapitalrenditen für Cat-Bond-Investoren auf lange Sicht (unter Berücksichtigung von Themen wie Inflation oder Klimawandel) werden die Preisdiskussion beherrschen. Generell lässt sich sagen, dass die gesamte Branche vor einem Umbruch steht, der unserer Meinung nach interessante Marktchancen für Cat-Bond-Anleger bieten könnte.

Emissionen von Cat Bonds werden teurer

Die jüngsten Emissionen auf dem Cat-Bond-Markt bestätigen diese Tendenzen bereits, wie man in Abbildung 2 zu den Preisen bei der Emission von Cat Bonds erkennen kann. Die weitere Entwicklung der Prämien ist von vielen Faktoren abhängig, zum Beispiel von der Entwicklung der von Hurrikan Ian verursachte Schäden, dem Umfang der Neuzuflüsse in den Cat-Bond-Markt sowie der Disziplin der Investoren. Neben den steigenden Risikoprämien ist auch die Rendite der Sicherheiten, die in der Regel in Geldmarktfonds investiert werden, angesichts der steigenden Zinssätze stark gestiegen und dürfte voraussichtlich noch weiter zunehmen, sodass die Gesamtrendite neuer Cat Bonds neue Höchststände erreichen dürfte. Unserer Ansicht nach bedeutet dies, dass selbst im Falle einer Wiederholung eines Hurrikans in der Dimension von Ian noch positive Renditen erzielt werden können.

von Tanja Wrosch, Fondsmanagerin bei der Credit Suisse

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