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Einzelhandel: Corona beschleunigt Online-Revolution

Die wirtschaftliche Öffnung nach dem Lockdown beschleunigt die Erholung des Einzelhandels. Die Umsätze in der Eurozone legen deutlich zu. Der Online-Handel gewinnt weiter an Bedeutung. Union Investment | 13.07.2020 11:59 Uhr
© Photo by mostafa meraji on Unsplash
© Photo by mostafa meraji on Unsplash

Der Einzelhandel beginnt sich von den Folgen des Corona-bedingten Lockdowns zu erholen. Die am 6. Juli 2020 veröffentlichten Einzelhandelsumsätze für die Eurozone zeigen im Mai einen Anstieg um 17,8 Prozent im Monatsvergleich. Damit wurden zwei Drittel des Einbruchs zwischen Februar und Mai wieder wettgemacht. Zwischen den einzelnen Ländern herrschen dabei erhebliche Unterschiede. Während in Frankreich und Spanien die Februar-Niveaus noch nicht wieder erreicht werden konnten, lagen die Umsätze in Deutschland sogar über dieser Marke. Preisbereinigt beziffert das Statistische Bundesamt den Anstieg sogar im Jahresvergleich mit 3,8 Prozent – obwohl der Mai 2019 einen Verkaufstag mehr hatte. Es war die stärkste Steigerung seit Beginn der Zeitreihe 1994.

Einzelhandelsumsätze erholen sich, aber mit unterschiedlicher Dynamik

Quelle: Eurostat; Stand: 10. Juli 2020.

Deutliche Unterschiede nach Warengruppen

Besonders kräftig kletterte das Absatzvolumen bei Textilien und Bekleidung. Hier war im Euroraum ein Zuwachs von 147 Prozent im Mai gegenüber April zu verzeichnen. Für Motorkraftstoffe ermittelte Eurostat einen Anstieg von 38,4 Prozent, bei elektrischen Geräten und Möbeln von 37 Prozent. Bei Nahrungsmitteln, Getränken und Tabakwaren summierte sich der Monatsanstieg lediglich auf 2,2 Prozent. Der Blick auf die Zusammensetzung der Umsatzsteigerungen zeigt also recht deutlich, wie das Wiederanfahren der Wirtschaft zu Nachfragesteigerungen bei Waren jenseits des unmittelbaren häuslichen Bedarfs führt.

Online-Handel wächst

Neben der Erholung von den unmittelbaren Pandemieschäden im Handel unterstreichen die Datenpunkte aber auch eine strukturelle Entwicklung, nämlich den Trend weg von stationären Verkaufsstätten hin zu Versand- und Interneteinzelhandel. Während der gesamten Phase des europäischen Lockdowns im Frühjahr 2020 waren die Umsatzveränderungen im Online-Handel gemäß den Daten von Eurostat zu keinem Zeitpunkt negativ. Gleichzeitig wuchs das Absatzvolumen auch im Mai um sieben Prozent. Die Öffnung von Innenstädten und Einkaufszentren führte also offenbar nicht zu entsprechenden Mindereinnahmen bei den Online-Häusern.

Hochfrequente Daten lassen Fortsetzung der Erholung erwarten

Gleichwohl: Die wirtschaftliche Öffnung hilft dem stationären Handel. Hochfrequente Daten lassen darauf schließen, dass die positive Mai-Entwicklung sich auch danach weiter fortgesetzt hat. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) schätzt, dass auf dem Hochpunkt des Lockdowns Ende März nur 41 Prozent der üblichen Besucherzahlen in Innenstädten und Einkaufszentren erreicht wurden. Mittlerweile nähern sich die Werte offenbar wieder dem Vor-Corona-Niveau. Insbesondere Fachmarktzentren werden nach den Analysen der GfK mittlerweile annähernd normal frequentiert. Internationale Erhebungen kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Wo die Einschränkungen aufgehoben werden, gehen die Menschen auch wieder einkaufen – wenn auch vielleicht seltener und/oder vorsichtiger als vor dem Lockdown.

Verschiebungen im Handel beschleunigt

Das Corona-Virus hat also auch beim Einkaufsverhalten einen bereits bestehenden Trend verstärkt. Viele Einkäufe finden zwar nach wie vor stationär statt, aber in Summe nimmt die Bedeutung des Online-Handels kontinuierlich zu. Das hat Implikationen auf der Investmentseite.

Besonders deutlich wird dieser Befund beim Blick auf den weltweit größten Online-Einzelhändler Amazon. Der Internetriese hat auch in der ersten Juli-Woche erhebliche Kurszuwächse verzeichnen können und die Marke von 1,5 Billionen US-Dollar an Marktkapitalisierung durchbrochen. Seit Jahresanfang hat die Aktie einen Anstieg von mehr als 70 Prozent verzeichnet.

Nicht verwunderlich also, dass auch die Platzhirsche im stationären Handel zunehmend auf den Online-Trend setzen und das Erfolgsrezept von Amazon kopieren möchten. Jüngstes Beispiel ist Walmart. Der US-Marktführer im stationären Handel und die Nummer 2 im Online-Bereich verkündete jüngst seine Pläne für einen Premium-Versandservice, etwa vergleichbar mit „Amazon Prime“. Unter dem Label „Walmart +“ sollen Kunden bei Online-Orders künftig Zustellungen am gleichen Tag sowie umfangreiche Rabatte erhalten. Die Aktie reagierte auf die Bekanntgabe mit einem Tagesgewinn von sieben Prozent und steht damit nun seit Jahresbeginn knapp im Plus.

Profiteure auch in Deutschland

Und auch in Deutschland gibt es Profiteure des Online-Trends. Zalando ist vermutlich das prominenteste Beispiel. Der Versandhändler für Schuhe, Mode und Kosmetik konnte alleine im April 40 Prozent mehr Kunden gewinnen als noch im Vorjahreszeitraum. Sport- und Beauty-Absätze haben sich während des Lockdowns dabei mehr als verdreifacht. Zudem verdoppelten sich die Volumina in Zalandos Partner-Programm, einem für die Marge enorm wichtigen Geschäftsbereich.

Aber nicht nur im Textilbereich, sondern auch bei anderen Produktgruppen wächst der Appetit auf Bestell-Geschäft. Das gilt etwa für Delivery Hero, einen Betreiber von weltweiten Online-Bestellplattformen mit Sitz in Berlin. Das Unternehmen konnte nach eigenen Angaben seine Bestellzahlen im zweiten Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr annähernd verdoppeln.

Stand aller Informationen, Erläuterungen und Darstellungen:
10. Juli 2020, soweit nicht anders angegeben.

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