Staatliches Altersvorsorgedepot ist ein Schlag ins Gesicht der freien Marktwirtschaft

Die Reform des Altersvorsorgedepots bringt aus Sicht von Union Investment Fortschritte wie höhere Zulagen und die Einbindung Selbstständiger. Kritik gibt es am geplanten staatlichen Standardprodukt. Union Investment | 25.03.2026 08:43 Uhr
Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment / © e-fundresearch.com /Union Investment
Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment / © e-fundresearch.com /Union Investment

Die Einigung zwischen den Regierungsparteien zum neuen Altersvorsorgedepot ist grundsätzlich zu begrüßen. Insbesondere die Aufnahme der Selbstständigen ist ein Paradigmenwechsel. Positiv zu bewerten sind die sozialpolitischen Änderungen mit der Erhöhung der Grundzulage und die Anhebung der Kinderzulage.

Vollkommen unverständlich ist allerdings der Plan, dass der Staat ausgerechnet in der Säule der privaten Altersvorsorge ein Standardprodukt anbietet. Dies führt zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung. Ob der Staat dem Sparer ohne eine Quersubventionierung der Kosten für Verwaltung und Vertrieb mehr Geld für seine Altersvorsorge erwirtschaften kann, darf bezweifelt werden. Zudem müssten bürokratische Strukturen aufgebaut werden, um die Komplexität des Altersvorsorgemarkts abbilden zu können. Von staatlichen Interessenskonflikten ganz zu schweigen.

Dass ein ausschließlich online angebotenes Standardprodukt ohne Beratung nicht zielführend ist, zeigt eine aktuelle Umfrage. Knapp drei Viertel der Deutschen kennt sich beim Thema Altersvorsorge nicht aus und mehr als die Hälfte wünscht sich bei dem Thema die Unterstützung durch einen Berater.

Nichtdestrotz freut es uns, dass unsere jahrelangen Bemühungen, die Riester-Rente zu reformieren, nun endlich auf die Zielgrade kommt. Mit vielen Punkten des Gesetzesentwurfs sind wir als einer der größten Asset Manager Deutschlands und größter Riester-Anbieter zufrieden. Wir können nun attraktive Produkte anbieten und einen Mehrwert im Altersvorsorgemarkt schaffen – auch ohne staatliche Eingriffe in der 3. Säule.

Von Hans Joachim Reinke, Vorstandsvorsitzender von Union Investment

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.