Krieg im Nahen Osten treibt deutsche Inflation

Iran-Krieg und Energiepreise treiben die Inflation in Deutschland: Im März stiegen die Verbraucherpreise um 2,7 Prozent. Wie Öl, Diesel und Heizöl die Teuerung beeinflussen und was das für die EZB bedeutet. Union Investment | 30.03.2026 14:10 Uhr
Michael Herzum, Leiter Volkswirtschaft, Union Investment / © e-fundresearch.com / Union Investment
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Der Iran-Krieg treibt die Inflation in Deutschland nach oben. Die Preise für Waren und Dienstleistungen stiegen im März im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent. Der Grund sind die gestiegenen Energiepreise seit dem Beginn des Krieges. Immerhin: Teurer geworden sind bislang nur die direkt betroffenen Ölprodukte wie Benzin, Diesel und Heizöl. Diese haben zwar kein überbordendes Gewicht im Warenkorb, sind aber im Vergleich zum Februar eben erheblich teurer geworden.

Das bedeutet aber auch: Sollte der Iran-Krieg zeitnah beendet werden, dürften die Preise für Ölprodukte und damit auch die Inflation wieder sinken. Geht der Krieg allerdings noch Monate weiter, steigt das Risiko von Zweitrundeneffekten – dass sich also die hohen Energiepreise auch auf die Preise anderer Güter auswirken. Bleiben die Preise vor allem für Diesel hoch, steigen die Kosten für Transportdienstleistungen. Diese werden dann von Unternehmen auf ihre Produkte umgelegt, was die Inflation weiter nach oben treibt. Das dürfte dann früher oder später auch die Europäische Zentralbank auf den Plan rufen. Je länger der Krieg dauert, desto wahrscheinlicher werden Zinserhöhungen im Euroraum.

Von Michael Herzum, Leiter Volkswirtschaft, Union Investment

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