Union Investment Macro Stratege Herzum: Steigender ifo-Index gibt Hoffnung

Das ifo-Geschäftsklima hat sich im Juni weiter verbessert und sendet ein vorsichtiges Hoffnungssignal für die deutsche Wirtschaft. Michael Herzum, Leiter Economics und Macro Strategy bei Union Investment, sieht bessere Planungssicherheit, warnt aber vor überzogenem Konjunkturoptimismus. Union Investment | 24.06.2026 10:14 Uhr
Michael Herzum, Leiter Economics und Macro Strategy bei Union Investment / © e-fundresearch.com / Union Investment
Michael Herzum, Leiter Economics und Macro Strategy bei Union Investment / © e-fundresearch.com / Union Investment

Die erhoffte Stimmungsaufhellung für die deutsche Wirtschaft zeichnet sich ab. Nach der Schwäche im Frühjahr hat sich das ifo-Geschäftsklima im Juni weiter verbessert. Die Aussicht auf eine Entspannung im Iran-Konflikt mit einer raschen Normalisierung des Verkehrs durch die Straße von Hormus dürfte zur besseren Stimmung beigetragen haben.

Nach der erzielten Grundsatzeinigung der USA mit dem Iran können die Unternehmen nun optimistischer in die Zukunft blicken. Denn das Risiko höherer Ölpreise und Engpässe bei Energieprodukten und kritischen Vorleistungen ist spürbar gesunken. Das schafft mehr Planungssicherheit für Unternehmen.

Für die deutsche Industrie könnte dies den Weg für eine beginnende Erholung der Produktion ebnen. Denn die Auftragsbücher sind in Teilen der Industrie gut gefüllt. Bislang haben hohe Unsicherheit, eine schwache Nachfrage und volatile Energiepreise viele Unternehmen davon abgehalten, ihre Produktion auszuweiten. Mit der robusten Weltwirtschaft und Impulsen aus den heimischen Infrastruktur- und Verteidigungsinvestitionen stehen die Chancen gut, dass sich dies nun ändert. Der Ifo-Anstieg ist ein Hoffnungssignal, aber noch kein konjunktureller Befreiungsschlag.

Von Michael Herzum, Leiter Economics und Macro Strategy bei Union Investment 

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