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Chart der Woche: Goldrally rechtzeitig zum denkwürdigen Jubiläum

DWS "Chart der Woche": Erstmals nach sechs Jahren hat Gold wieder die 1400-Dollar-Marke geknackt. Das ist allerdings nur ein schwacher Trost angesichts des 10-Jahresvergleichs mit dem S&P 500. DWS | 28.06.2019 12:30 Uhr
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Über sechs Jahre mussten Goldanleger auf diesen Tag warten. Nach einem starken Spurt im Juni konnte die Feinunze Gold erstmals seit September 2013 wieder die 1400-US-Dollar-Marke durchbrechen. Solche charttechnischen Meilensteine sind für die Goldanleger umso wichtiger, da sie seit Jahren mitansehen müssen, wie ihr Metall immer nur seitwärts handelt. Und das, obwohl die großzügige Zentralbankpolitik fast alle anderen Vermögensklassen in die Höhe trieb. Und das, obwohl die Zentralbanken selbst seit 2010 wieder großer Nettokäufer von Gold sind. Und das, obwohl die Unberechenbarkeit der Politik zugenommen hat. Und das, obwohl das selbsternannte alternative Fluchtvehikel, der Bitcoin, allein dieses Jahr um 200 Prozent zulegen konnte.

Da ist die Freude über den stetigen Preisanstieg seit fast einem Jahr verständlich. Er führte auch dazu, dass die inverse Beziehung mit den realen US-Zinsen wieder hergestellt wurde. Denn fielen diese, stieg in der Vergangenheit regelmäßig der Goldpreis. Die Rendite 5-jähriger inflationsindexierter US-Staatsanleihen, an denen wir die Realzinserwartungen ablesen, ging von November 2018 bis heute von 1,15 auf 0,17 Prozent zurück. Damit haben sich die Opportunitätskosten der Goldbesitzer deutlich verringert. Mit ihren jüngsten, überraschend akkommodierenden Ankündigungen haben die europäische und die US-Zentralbank dazu beigetragen, dass diese Opportunitätskosten auf absehbare Zeit niedrig bleiben werden. Das "lower for longer" (zu Deutsch: niedriger für länger) Mantra wird in Investorenkreisen wieder lauter gesungen. 

Apropos "lower for longer". Das passt auch für die Wertentwicklung von Gold in der zurückliegenden Dekade. Es ist genau zehn Jahre her, da notierten Gold und der S&P 500 auf gleichem Stand: Die Feinunze kostete Anfang Juli 2009 927 Dollar und der S&P 500 stand bei 923 Punkten. Dann trennten sich die Wege, wie unser "Chart der Woche" zeigt. US-Aktien legten in diesen zehn Jahren – ohne Einbeziehung von Dividenden – um 220 Prozent zu, auf jetzt rund 3000 Punkte. Gold stieg hingegen nur um 50 Prozent, auf knapp über 1.400 Dollar. Dass dieses geringere Plus mit einer höheren Sicherheit, auf die es Goldbesitzern ja meist ankommt, einherging, kann man nicht behaupten. Zumindest nicht, wenn man Unsicherheit in Volatilität misst. Langfristig unterscheiden sich beide Vermögensklassen diesbezüglich nicht groß voneinander. Geringere Rendite bei gleichem Risiko, wer kauft denn so was? Vielleicht diejenigen, die jene Risiken ernst nehmen, die die Zentralbanken als Anlass für die Ankündigung ihrer erneuten Zinswende angeführt haben. Grundlos würden die Leitzinsen ja bestimmt nicht gesenkt werden.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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