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DWS Investment Ampeln - September 2019

Im August strotzte der Anleihemarkt vor Rekorden. Das Niedrigzinsumfeld dürfte uns länger begleiten. Die Freude der Aktienanleger ist nicht ungetrübt, Rezessionsängste gehen um. DWS | 05.09.2019 14:52 Uhr
© Pexels.com
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Marktüberblick

Einmal mehr hat der August zugeschlagen und gezeigt, dass er nicht als Sommerloch herhalten möchte. Kapitalmarktteilnehmern sollte das vertraut sein, denn es ist nicht das erste Mal, dass der August mit Kapriolen auf sich aufmerksam macht. Im August 2007 kollabierte als Vorbote der Finanzkrise der Interbankengeldmarkt und im August 2015 schockierte die plötzliche Abwertung des Yuan die Finanzmärkte nachhaltig. Und diesmal? Diesmal sind es die Rentenmärkte, die so verschwenderisch mit neuen Rekorden um sich werfen, dass man sich sofort fragt: Ist diesmal wirklich alles anders, oder muss das jetzt doch mal zum Ende kommen? Hier eine Übersicht: In den USA invertierte erstmals seit 2007 die Zinskurve (von 2- und 10-jährigen Staatsanleihen) wieder, 30-jährige Staatsanleihen rentieren erstmals in der Geschichte unter 2 Prozent; letzteres gilt auch für Italien, wo zudem auch die 10-jährigen erstmals unter ein Prozent rutschten. In Deutschland haben 10-jährige Bundesanleihen mit -0,71 Prozent so tief geschlossen wie nie zuvor, zudem tauchten erstmals in der Geschichte 30jährige Anleihen ins negative Renditeterrain. Damit gibt es vom deutschen Staat keine positiv rentierenden Anleihen mehr zu kaufen. Wer jedoch noch im März 100-jährige Anleihe eines großen deutschen Bundeslandes kaufte, lag damit im August 75 Prozent vorne. Weltweit notierten im Spätsommer Anleihen im Wert von 17 Billionen Dollar negativ.

Mit solchen historischen Dimensionen konnte der Aktienmarkt nicht mithalten, aber auch hier blieb es nach einem sehr schwachen Monatsanfang alles andere als ruhig. In einem Korridor von rund vier Prozent stolperte der S&P 500 hin und her. Man könnte fast meinen, im Rhythmus der Tweets des US-Präsidenten, der im August mehrere Hundert davon absetzte. Ansonsten reichte aber auch der schwache August nicht, um die starke Jahresperformance der Aktienmärkte ernsthaft zu gefährden. Einer der ganz wenigen Sektoren, der im Jahresverlauf Federn lassen musste, waren europäische Banken, die wenig Spaß am wiederbelebten "Niedrigstzinsumfeld" haben.  

Ansonsten waren im August noch die Rohstoffe erwähnenswert, die fast durch die Bank negativ abschnitten, bis auf die Edelmetalle. Gold durchbrach die 1500-Dollar-Marke je Feinunze, so hoch notierte es zuletzt Anfang 2013. Hier spiegelt sich unserer Meinung nicht nur das gestiegene politische Risiko, sondern insbesondere die rückläufige US-Realrendite wider, mit der der Goldpreis negativ korreliert. In Euro gerechnet hat der Goldpreis im August übrigens ein historisches Hoch erreicht. Historisches geschah auch bei Währungen. Erstmals seit 2008 muss man für einen Dollar wieder mehr als sieben chinesische Yuan auf den Tisch legen. Die chinesischen Exporteure wird's freuen, kompensiert dies doch die gestiegenen US-Zölle. Weniger erfreut war der US-Präsident, der sein Amerika noch größer sähe, hätte es nur eine schwächere Währung. Gegenüber einem breiten Währungskorb handelt der Dollar mittlerweile 15 Prozent über seinem 20-jährigen Durchschnitt. 

Auch wenn wir eine inverse US-Zinskurve alleine nicht als zwingenden Vorboten einer US-Rezession deuten würden, nehmen wir die Gründe für den erneuten Renditefall durchaus ernst, denn ein rosiges Zukunftsbild malen etwa die Zinsen sicher nicht. Ihr starkes Absinken im August dürfte nicht nur auf die erneut sehr akkommodierenden Zentralbanken zurückzuführen sein, sondern auch auf die dunkleren Wolken am ökonomischen Himmel. Zuletzt enttäuschte insbesondere Deutschland, dessen Wirtschaft im zweiten Quartal rückläufig war. Das sequentielle Wachstum der Eurozone im zweiten Quartal halbierte sich damit auf 0,2 Prozent. In China häuften sich enttäuschende Zahlen vom Arbeitsmarkt, der Industrieproduktion und der Kreditvergabe. Und in den USA wiederum lassen die rückläufigen Gewinnmargen der Unternehmen laut volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung aufhorchen. Auf globaler Ebene verdichten sich die Sorgen im Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe, der im September den vierten Monat in Folge unter der berüchtigten 50er Marke verharrte, die angeblich die Schwelle zu Kontraktion zeigt. Optimisten verweisen da lieber auf den Dienstleistungsindex, der weiterhin über der 50er Marke liegt, und im Sommer sogar seinen Erholungspfad fortsetzte.

Um bei politischen Themen den Optimismus zu bewahren, musste man in den vergangenen Tagen schon recht kreativ sein. Und wurde doch schnell enttäuscht. Ja, die Italiener haben (wahrscheinlich) wieder eine Regierungskoalition, und in ihr sitzt eine populistische Partei weniger als in der vorigen Koalition. Mögen tun sich beide Partner trotzdem nicht. Ja, in zwei ostdeutschen Bundesländern haben die Altparteien nicht so Federn lassen müssen, wie zuvor noch befürchtet. Die Ergebnisse der systemkritischen Parteien sind dennoch besorgniserregend. Ja, Boris Johnson agiert derart rigoros, dass er die Anti-No-Deal Reihen so zusammenschweißt, dass ihnen ein Coup gegen seine Pläne noch gelingen könnte. Das Land ist jedoch gespaltener denn je. Und ja, es gibt immer wieder Gespräche zwischen China und den USA. Doch der Handelskonflikt hat im August einmal mehr das bewährte Muster gezeigt: Zwei Schritte vor, einer zurück. Und mit "vor" sind die eskalierenden Schritte gemeint, die bisher immer noch dominieren. Allein im August kündigte Trump erst einen Strafzoll in Höhe von zehn Prozent auf Güter im Wert von 270 Milliarden Dollar an, und etwas später weitere fünf Prozent auf Güter im Wert 520 Milliarden Dollar an. China gibt sich unterdessen in seinen Gegenmaßnahmen immer selbstbewusster. Allerdings zeigen die Unruhen in Hongkong, die just im 70sten Gründungsjahr der Staatsgründung stattfinden, dass selbst Peking nicht alles im Griff hat. Solche Entwicklungen sollte man vor Augen haben, bevor man sich auf die Rationalität politischer Akteure bei der Lösung ihrer Konflikte verlässt. In welche Richtung sich das Rationalitätsniveau der US-Administration beim Handelsstreit im Vorfeld der Präsidentenwahl im Herbst 2020 etwa noch entwickeln wird, muss sich noch zeigen. Beim Brexit lässt sich bereits jetzt in Echtzeit mitverfolgen, wie schnell politische Entwicklungen sich der rationalen Nachvollziehbarkeit entziehen können.

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