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DWS Chart der Woche: Das zweischneidige Schwert der Abwertung

Letztlich dürfte der Handelskonflikt zwischen den USA und China eher am Verhandlungstisch als an den Devisenmärkten gelöst werden. DWS | 06.09.2019 10:04 Uhr
© Pexels
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Im Handelskonflikt zwischen den USA und China ist noch keine Entspannung in Sicht. Washington ist immer noch auf dem Pfad von zwei Schritten Eskalation, gefolgt von einem Schritt De-Eskalation. Letzteres erfolgt hauptsächlich über Verschiebungen der angekündigten Strafzölle. Nicht zuletzt, da mit zunehmender Dauer des Handelsstreits die negativen wirtschaftlichen Folgen immer deutlicher werden. Und zwar nicht nur für Protagonisten dieses Streits. Darüber hinaus sind auch jene Länder stark betroffen, deren Wirtschaft in hohem Maße von Industrie und verarbeitendem Gewerbe abhängig ist. Schließlich liegt der Fokus der Auseinandersetzung auf handelbaren Gütern (vergleiche auch Chart der Woche vom 17.05.2019). 

Im Falle Chinas sorgt der Wechselkurs, zumindest aus chinesischer Perspektive, kurzfristig für etwas Entlastung. Der chinesische Yuan hat in den letzten Wochen gegenüber dem US-Dollar von 6,7 auf 7,15 Yuan je Dollar, also um gut 6 Prozent, abgewertet. Dadurch ging der Wert der chinesischen Exporte in die USA, gemessen in Dollar, um 6 Prozent zurück, während die Exporte gemessen in Yuan annähernd stabil blieben, wie aus unserem "Chart der Woche" hervorgeht. 

Langfristig ist eine Währungsabwertung jedoch ein zweischneidiges Schwert. Einerseits erhöht ein schwächerer Wechselkurs die Wettbewerbsfähigkeit, indem eigene Produkte für ausländische Abnehmer günstiger werden. Andererseits verteuern sich Preise von Gütern und Dienstleistungen aus dem Ausland für heimische Verbraucher. Und hier liegt auch genau die Krux: Ein Teil der Lasten wird über eine gesunkene Kaufkraft für importierte Produkte, wie zum Beispiel Öl, auf inländische Konsumenten und Unternehmen abgewälzt. Mittlerweile spüren auch US-Unternehmen und Verbraucher negative Konsequenzen, denn die Abwertung hat die kürzlich eingeführten Zölle nicht vollständig ausgeglichen. Nicht zuletzt aufgrund dieser Beeinträchtigungen auf beiden Seiten erwarten wir keine nachhaltige, weitere Abwertung des Yuan. Da schon eine geringe Abwertung den Verbrauchern und Unternehmen zusetzt, erhöht dies die Anreize für beide Regierungen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das wiederum sollte den Druck verringern, den Yuan weiter abwerten zu lassen.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com Data GmbH wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com Data GmbH lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

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