Wir verwenden Cookies um Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos

Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail. Jeden Werktag neu - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

DWS Chart der Woche: Am Sparen allein wird die Welt nicht genesen

Die Frage nach der Schuld an den Niedrigzinsen wird oft mit Verweis auf Zentralbanken beantwortet. Dabei sind das Spar- und Investitionsverhalten ebenso wichtig. DWS | 06.12.2019 10:09 Uhr
© Pexels
© Pexels

Die Renditen für Staatsanleihen der Eurozone sind seit ihren Tiefstständen im August zwar wieder gestiegen, bewegen sich aber weiterhin fest im negativen Bereich. Man muss schon sehr lange Laufzeiten wählen oder bereit sein, Kreditrisiken einzugehen, um Anleihen zu finden, die zumindest eine positive Rendite ausweisen. Häufig werden Zentralbanken für die missliche Lage der Sparer verantwortlich gemacht, insbesondere die Europäischen Zentralbank (EZB). Doch EZB-Präsidiumsmitglied Philip R. Lane sieht andere Gründe für das aktuelle Renditeniveau: rückläufiges Potenzialwachstum, Demografie und der zunehmende Wunsch nach sicheren Anlagen seien für den gesunkenen "natürlichen Zinssatz r*" verantwortlich.)

Unser "Chart of the Week" liefert einen anderen Ansatz, um das niedrige Renditeniveau zu erklären. Meist wird Sparen, besonders in Deutschland, als tugendhaft, Kreditaufnahme hingegen als verwerflich charakterisiert. Wie ein Zins überhaupt erwirtschaftet wird, wird hingegen meist ausgeblendet: Sparer leihen ihre Ersparnisse an Kreditnehmer (etwa Unternehmen), die dann in der Realwirtschaft investieren (z.B. durch den Bau einer Fabrik), wodurch eine Rendite generiert wird. Ein Teil dieser Rendite wird dann wieder an die Sparer zurückgegeben. Wenn der Privatsektor keinen Kredit aufnehmen kann oder will, erschallt der Ruf an die Finanzminister, diese Aufgabe zu übernehmen. Aber es gibt Hürden: Da viele Kreditnehmer sich über die Maßen verschuldeten, haben vor allem deutsche Experten die Welt immer wieder über die Vorteile des Sparens belehrt und gleichzeitig gemahnt, bei der Aufnahme neuer Kredite vorsichtig zu sein. Das scheint vielerorts beherzigt zu werden. Aktuell weist die Eurozone einen Ersparnisüberschuss von mehr als 300 Milliarden Euro pro Jahr auf, konstatiert Oliver Eichmann, Head Fixed Income Rates EMEA bei der DWS. So zeigt der Leistungsbilanzsaldo der Eurozone, d.h. die Kehrseite der Ersparnisbilanz, eine erstaunliche Korrelation mit realen Renditen, wie unser "Chart of the Week" zeigt. Aus dieser Sicht stellt sich weniger die Frage, ob die EZB die Zinsen wieder anheben wird, sondern wie ein Umfeld geschaffen werden kann, in dem der Unternehmenssektor wieder bereit ist, zu investieren. Das kann die Geldpolitik nicht allein lösen.

*)Siehe: https://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2019/html/ecb.sp191128_1~de8e7283e6.en.html

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.12.2019 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com