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DWS Chart der Woche: Was passiert mit dem vielen "Geld"?

Die Ausweitung der Zentralbankbilanzen wird nicht zwangsläufig zu Inflation führen. DWS | 08.05.2020 09:11 Uhr

Nicht erst seit dem Urteil des Deutschen Bundesverfassungsgerichtes wird die Ausweitung der Bilanz der Europäischen Zentralbank (EZB), die aktuell hauptsächlich über Anleihekäufe erfolgt, mit Argusaugen beobachtet (siehe CIO Flash vom 5. Mai 2020). Immer häufiger wird die Frage gestellt, ob diese Ausweitung der Geldmenge nicht ein enormes Inflationsrisiko birgt.

Auch bekennende Nicht-Monetaristen müssen zugestehen, dass Inflation ein monetäres Phänomen ist. Die Geldmenge, multipliziert mit der Umlaufgeschwindigkeit, muss dem nominalen Wert aller gehandelten Güter und Dienstleistungen innerhalb eines Zeitraums entsprechen. Steigt die Geldmenge bei konstanter Umlaufgeschwindigkeit und konstanter Warenmenge, dann muss das Preisniveau steigen – es kommt zu Inflation.

So weit, so gut. Doch was genau ist "Geld"? Diese Frage ist alles andere als trivial. Damit Inflation entsteht, muss zu viel "Geld" also auch tatsächlich auf zu wenige Güter und Dienstleistungen treffen. Beim Einkauf kann man natürlich mit Bargeld bezahlen, oder mit EC-Karte, oder auch auf Kredit. Erspartes auf einem Termingeldkonto, das ein Sparer über Jahre fortwährend prolongiert, ist in diesem Sinne nicht der "Geld"-Menge zuzurechnen. Schließlich stehen solche Ersparnisse nicht unmittelbar für Ausgaben zur Verfügung. Genauso wären Bargeldbestände zu qualifizieren, die über Jahre in einem Tresor gesichert liegen und nicht ausgegeben werden. Anders wäre es hingegen mit einem Aktienpaket, mit dem jemand auf die im nächsten Jahr geplante Anschaffung eines Sportwagens spart. 

Solche Überlegungen gehören zu den Gründen, wieso in der Eurozone nach wie vor stark auf das breite Geldmengenaggregat M3 geachtet wird. (Anders als engere Kenngrößen beinhaltet es alle oben genannten "Geld"-Typen, bis auf Aktienpakete.)

Womit wir wieder bei der Ausgangsfrage wären, nämlich, warum die Ausweitung der Zentralbankbilanzen nicht zwangsläufig zu Inflation führen wird. Wie aus unserem "Chart der Woche" hervorgeht, ist die Geldmenge M3 seit 2009 nicht annähernd so stark gewachsen wie die EZB-Bilanz. Erstere ist über mehrere Jahre im letzten Jahrzehnt sogar stagniert, denn viel von der angeblichen EZB-Geldschwemme ist gar nicht in der Realwirtschaft angekommen. Dies erklärt auch, warum der unterliegende Inflationstrend, gemessen an der Kerninflationsrate, heute gleich hoch ist wie vor zehn Jahren. Bevor sich das ändert, müsste wohl erst das breite Geldmengenaggregat M3 beginnen, mit ähnlichen Steigerungsraten zu wachsen wie die Zentralbankbilanz.

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