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DWS-Ökonomin zur EZB-Sitzung: "Erste Geschenke erst zu Weihnachten"

DWS | 29.10.2020 18:37 Uhr
Ulrike Kastens, Volkswirtin Europa, DWS / © DWS
Ulrike Kastens, Volkswirtin Europa, DWS / © DWS

Deutliche Abwärtsrisiken ebnen den Weg für mehr Stimulus im Dezember

"Deutliche Abwärtsrisiken für die Konjunktur", der "unterliegende Inflationstrend ist gedrückt" und die "EZB wird ihre geldpolitischen Instrumente kalibrieren". Das waren die entscheidenden Schlagworte auf der heutigen EZB-Pressekonferenz, die sich wie ein Leitfaden durch das Eingangsstatement zogen. Damit hat Christine Lagarde hohe Erwartungen geschürt, dass die EZB im Dezember geldpolitisch erneut nachlegen und auch im kommenden Jahr einen zusätzlichen geldpolitischen Stimulus liefern wird.

Bereits vor dem Anstieg der Infektionszahlen in den letzten Wochen war die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone hoch. Jetzt hat sie sich verschärft, womit das Risiko besteht, dass der von der EZB anvisierte Inflationspfad unterschritten werden wird. Die Projektionen für Wachstum und Inflation für die kommenden Jahre bis 2023 bilden die Grundlage für die geldpolitische Entscheidung, doch der Weg ist klar definiert. Die finanziellen Rahmenbedingungen müssen weiter günstig bleiben, um die wirtschaftliche Erholung zu gewährleisten und den negativen Effekten der Pandemie auf den Inflationspfad entgegen zu wirken. Vor diesem Hintergrund erwarten wir, dass die EZB im Dezember das Pandemic Emergency Purchase Programme (PEPP) von derzeit 1350 Mrd. Euro um 500 Mrd. Euro aufstocken und bis Ende 2021 verlängern wird. Es ist nach wie vor das flexibelste Instrument, über das sie zurzeit verfügt, auch wenn Christine Lagarde alle geldpolitischen Instrumente auf den Prüfstand stellt und auf Nachfrage keines ausschließen wollte.

Eine Senkung des Einlagensatzes erwarten wir nach wie vor nicht und hielten sie auch für kontraproduktiv. Eine erneute Verbesserung der Konditionen für Langfristtender (TLTROs) könnte aber beschlossen werden. Insbesondere vor dem Hintergrund der zuletzt wieder verschärften Standards für Unternehmenskredite. Es mutet ein wenig wie Verzweiflung an, wenn die EZB in ihrem Statement explizit auf ihre bereits bestehenden günstigen Refinanzierungskonditionen hinweist, welche die Banken doch bitte für eine höhere Kreditvergabe nutzen sollten. Doch zwingen kann sie die Institute nicht. Die EZB wird aber alles tun, um die Kreditkonditionen so günstig wie möglich zu gestalten. 

Ulrike Kastens, Volkswirtin Europa, DWS

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