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DWS Chart der Woche: Endlich handelseinig

Neben dem Brexit-Deal ist der EU über Weihnachten noch eine Überraschung geglückt: Das für die Exporteure langfristig ähnlich wichtige Investitionsabkommen mit China. DWS | 08.01.2021 12:25 Uhr

Neben der Einigung auf ein Handelsabkommen nach dem Brexit konnte in den letzten Tagen des vergangenen Jahres noch der Abschluss eines weiteren Abkommens gemeldet werden. Etwas überraschend für viele Beobachter haben die Europäische Union (EU) und China ein „Investitionsabkommen“ (englisch „Comprehensive Agreement on Investment“ oder CAI) bekannt gegeben.

Fast alle EU-Länder haben bereits bilaterale Abkommen mit China über den Schutz getätigter Investitionsprojekte. Das neue Abkommen sorgt für mehr Sicherheit und Transparenz bei neuen Unternehmensinvestitionen. Ein deutscher Mittelständler kann in Zukunft beispielsweise besser und freier entscheiden, ob eine neue Fabrik in China über ein eigenes Tochterunternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen mit einem chinesischen Partner entwickelt werden soll. Theoretisch jedenfalls. Ein weiterer geplanter Vorteil ist der verbesserte Marktzugang zu wichtigen Sektoren wie Autos und Telekommunikation. Das alles ist auch insofern wichtig, als sich Firmeninvestitionen und Handel wechselseitig unterstützen.

Aus den Spekulationen, welches Motiv für die Beschleunigung der Verhandlungen ausschlaggebend war, möchten wir uns heraushalten. Klar ist auf jeden Fall, dass der Handel mit China für Europa enorm an Bedeutung gewonnen hat. So sind die Exporte aus der Eurozone seit 2000 pro Jahr um fast zwölf Prozent gestiegen, während die Steigerungsrate für die Exporte in die USA im gleichen Zeitraum 1,8 Prozent betrug. Machten die Exporte nach China in 2000 nur zwölf Prozent der Exporte in die USA aus, so waren es in den letzten zwölf Monaten bereits 56 Prozent. Unter den großen europäischen Volkswirtschaften profitierte besonders Deutschland von der steigenden Nachfrage aus China. Wie aus unserem „Chart der Woche“ hervorgeht, exportierte die deutsche Industrie in den vergangenen zwölf Monaten kumulativ beinahe genauso viele Waren nach China wie in die USA.

Vergleicht man statt kumulativer Zwölfmonatswerte die Exporte einzelner Monate, so gab es im vergangenen Jahr sogar mehrere Fälle, in denen mehr Güter Deutschland in Richtung China verließen als in die USA. Dr. Martin Moryson, Chefvolkswirt Europa bei der DWS ergänzt: „China wächst einfach deutlich stärker als die USA. Der Absatzmarkt der Zukunft gerade für deutsche Produkte, man denke nicht nur an Industrieprodukte wie Maschinen, sondern auch an langlebige Konsumprodukte wie Autos, liegt damit eben eher in China.“

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

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