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DWS Chart der Woche: Gewerbeimmobilien profitieren von Inflation

Gewerbeimmobilienpreise werden von vielen Faktoren getrieben. Einer davon ist Inflation. Deren Entwicklung spricht derzeit zumindest nicht gegen diese Immobilien. DWS | 29.03.2021 10:51 Uhr
© Photo by Nastuh Abootalebi on Unsplash
© Photo by Nastuh Abootalebi on Unsplash

Milton Friedman warnte einst, dass "Inflation immer und überall ein monetäres Phänomen ist"1. Mehr als 50 Jahre später stellt die US-Federal Reserve (Fed) diese Behauptung offensichtlich auf die Probe: Seit Beginn der Covid-19-Pandemie hat sie ihre Bilanzsumme fast verdoppelt.

Die DWS geht davon aus, dass die inflationären Folgen relativ harmlos sein werden, da sie durch die schwachen Arbeitsmärkte und eine geordnete Rückführung der geldpolitischen Anreize im Zaum gehalten werden. Selbst Friedman schwächte im weiteren Verlauf seiner berühmten Vorlesung seine These, wonach Güter- und Dienstleistungspreise unweigerlich als Folge höheren Geldmengenwachstums ansteigen müssten, wieder ab. Dennoch herrscht etwa an den Rohstoffmärkten (z.B. Öl, Kupfer und Holz) Preisdruck, insbesondere im Vergleich zu den niedrigen Vorjahreswerten. Es ist kaum zu bestreiten, dass die massiven fiskalischen Hilfsprogramme, die von der Fed monetarisiert werden, die Wirtschaft überhitzen könnten, insbesondere wenn die Angebotsseite nicht Schritt halten kann. Ein aktuelles Beispiel ist der akute Halbleitermangel, der sich durch die Lieferketten vieler Industrien, einschließlich der Automobilhersteller, frisst, was einige Endverbraucherpreise nach oben treiben könnte. Die implizierten Inflationsraten2 scheinen diese Sorgen abzubilden – sie steigen seit einigen Wochen stetig an.

Auch wenn eine nachhaltige Inflationsdynamik keine ausgemachte Sache ist, ruft das heutige außergewöhnliche makroökonomische Umfeld sicherlich zumindest nach einem gewissen Inflationsschutz. Den Anlegern stehen dafür verschiedene Optionen zur Verfügung, wie zum Beispiel inflationsgeschützte Anleihen und Rohstoffe. In der Vergangenheit haben Investoren auch auf Immobilien gesetzt. Wie unser „Chart der Woche“ zeigt, wiesen US-Immobilien eine starke Korrelation zur Inflation auf, insbesondere in den 1970er und frühen 1980er Jahren.3 Die Korrelation ist nicht perfekt, da andere Faktoren, etwa säkulare Kräfte (z. B. Demografie oder Online-Handel) oder Zinssätze auch eine gewichtige Rolle spielen. Aber die Mieten reagieren typischerweise positiv auf die Inflation, da einerseits die besser verdienenden Gewerbetreibenden die nominale Nachfrage erhöhen und andererseits höhere Baukosten das Angebot einschränken. Mit der Zeit nähern sich die Immobilienpreise den Wiederbeschaffungskosten an, die direkt an die Inflation gebunden sind. Gewerbeimmobilien sind als potenzielle Absicherung jedenfalls einen Blick wert, sollten die Inflationsängste weiter eskalieren.

1The Counter-Revolution in Monetary Theory (1970). Die vollständige Vorlesung ist eine Lektüre wert und unter folgendem Link verfügbar: https://miltonfriedman.hoover.org/internal/media/dispatcher/214480/full

2Gemessen an den Break-Even Zinssätzen US-amerikanischer Staatsanleihen.

3Von 1971 bis 1985 stiegen die Konsumentenpreise im Schnitt um 6,5 Prozent und die Gewerbeimmobilienpreise um 7,8 Prozent (bei einer Korrelation von 0,76). Von 1961 bis 2020 hingegen stiegen die Konsumentenpreise im Schnitt um 3,3 Prozent und die Gewerbeimmobilienpreise um 4,6 Prozent, die Korrelation betrug nur 0,36.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

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