Zweimal pro Woche - Kostenlos per E-Mail. Jeden Werktag neu - Kostenlos per E-Mail.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.

DWS Chart der Woche: Europas relativ schwache Aktien

Europas Aktien verlieren international weiter an Gewicht, ungeachtet der Rekordhöhen des Dax. Weniger aber nicht etwa, weil es hier schlecht, sondern weil es woanders besser läuft. DWS | 02.11.2021 14:00 Uhr
© Canva
© Canva

Unter institutionellen Investoren soll es Zyniker geben, die meinen: „Warum soll ich mich überhaupt mit europäischen Aktien beschäftigen, wenn ich doch seit Jahren mit US-Titeln besser liege?“ Man kann ihnen diese Meinung nicht verübeln1), europäische Aktienindizes hinken den globalen Aktien seit Jahrzehnten hinterher. Und wer globale Aktien sagt, der meint letztlich US-Aktien (sie stehen für rund 60 Prozent der Marktkapitalisierung des MSCI AC World Index), deren Erfolg seit einigen Jahren wiederum überwiegend von Technologiewerten getrieben wird. Die Underperformance einiger europäischer Märkte wurde durch die Covid-Krise beschleunigt, nicht zuletzt, da sie bereits bestehende strukturelle Nachteile noch verstärkte. Kurz gesagt ist es das Thema Digitalisierung, welches durch Covid sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext einen deutlichen Schub genoss.

Zwar hat sich die Lage dank des zyklischen Aufschwungs dieses Jahr wieder etwas entspannt, trotzdem hat die jüngste Gemengelage insbesondere dem deutschen Leitindex Dax wieder zugesetzt. Wie unser „Chart der Woche“ zeigt, ist sein Gewicht gemessen am MSCI AC World Index wieder fast so gering wie im März 2020, dem bisherigen Tief. Nicht sehr viel besser erging es dem Schweizer Leitindex2) und dem britischen FTSE 100, allerdings aus teils anderen Gründen. So wird der Schweizer Index durch defensive Schwergewichte dominiert - welche weder vom zyklischen Aufschwung noch dem Digitalisierungstrend profitieren -, während die Briten aktuell nicht nur unter den Brexit-Nachwehen leiden, sondern das hohe Gewicht von Energie, Bergbau- und Finanzwerten dem Aktienindex in den vergangenen zehn Jahren wenig zuträglich war. Doch die übergeordnete Malaise Europas liegt bekanntermaßen in den fehlenden Technologie-Schwergewichten. Die Ausnahmen sind der niederländische Amsterdam Exchange Index (AEX), dem ein paar international erfolgreiche Technologiewerte reichen, um sich gegen den Trend zu stemmen und der französische CAC 40, der davon profitiert, dass es der Luxusbranche nach einem kurzen Schreckmoment letztes Jahr wieder besser geht. Beide Indizes haben ihr Gewicht zumindest in den vergangenen fünf Jahren leicht ausbauen können.

Dem Dax hingegen bläst derzeit der Wind aus verschiedenen Richtungen entgegen. Seien es die Lieferkettenschwierigkeiten, die Energieengpässe oder die Preisschübe bei Energie und Rohstoffen. Auch die in ihrer Ausprägung überraschende Wachstumsabschwächung in China belastet den Dax. Kein guter Mix für eine Autobauer-, Maschinenbau- und Chemienation. Dazu gesellen sich Branchen mit hausgemachten Problemen (Finanzbranche) oder einer herausfordernden Regulierung (Versorger oder Immobilien). Das klingt in Summe natürlich trostloser als es ist. Schließlich bewegt sich auch der Dax nahe seinem Rekordhoch. Doch wer global investieren kann, den interessiert das weniger. Über die vergangenen 20 Jahre konnte man mit dem S&P 500 eine Rendite von 230 Prozent erzielen, mit dem Dax jedoch nur 130 Prozent.3) Für die Zukunft muss das nichts heißen, aber die Dominanz der Technologiewerte scheint zunächst für den US-Index zu sprechen. Nur noch staatliche Regulierung könnte sie wohl stoppen, doch davon blieben sie trotz Regierungswechsel bisher weitgehend verschont. Anders als ihre chinesischen und europäischen Wettbewerber.

1) Sofern man nicht krampfhaft auf den vermeintlichen Diversifikationsvorteil eines globalen Aktienportfolios abstellt.
2) Nicht in der Grafik aufgeführt, da er weitgehend parallel mit dem DAX läuft.
3) Bloomberg Finance L.P., Stand: 27.10.2021

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.
Für diesen Suchebgriff konnten wir leider keine Ergebnisse finden!
Fonds auf e-fundresearch.com

Weitere Informationen zu diesem Fonds Kennzahlen per 31.10.2021 / © Morningstar Direct
Bereiche auf e-fundresearch.com
NewsCenter auf e-fundresearch.com
Kontakte auf e-fundresearch.com

{{ contact.email }}

{{ contact.phonenumber }}

{{ contact.secondary_phonenumber }}

{{ contact.address }}

Weitere Informationen im {{ contact.newscenter.title }} Newscenter
Artikel auf e-fundresearch.com