Mehr Einkommensquellen, mehr Resilienz: Jenseits von Aktien und Anleihen

Für viele Einkommensinvestoren galt lange ein einfaches Prinzip: Erträge kommen aus Dividenden und Kupons. Dieser klassische Multi-Asset-Ansatz aus Aktien und Anleihen hat über Jahrzehnte funktioniert – und ist für manche Anleger auch heute noch sinnvoll. Doch wer sich ausschließlich auf diese beiden Ertragsquellen verlässt, verzichtet womöglich auf zusätzliche Chancen. Denn eine moderne Multi-Asset-Income-Strategie kann heute auf ein deutlich breiteres Spektrum an Einkommensquellen zurückgreifen, analysiert Karen Watkin, Senior Vice President and Portfolio Manager for Multi-Asset Solutions bei AllianceBernstein, in ihrem Marktkommentar. AllianceBernstein | 14.04.2026 15:38 Uhr
Karen Watkin, Portfolio Manager—Multi-Asset Solutions bei AllianceBernstein / © e-fundresearch.com / AllianceBernstein
Karen Watkin, Portfolio Manager—Multi-Asset Solutions bei AllianceBernstein / © e-fundresearch.com / AllianceBernstein

Ein Portfolio, das seine laufenden Erträge nur aus zwei klassischen Bausteinen bezieht, ist anfälliger, wenn einer oder beide unter Druck geraten. Gerade in unsicheren Marktphasen kann das die Verlässlichkeit der Erträge beeinträchtigen. Ein breiterer Ansatz erhöht dagegen die Chance, attraktive Einkommensquellen zu erschließen, die sich unterschiedlich entwickeln und deshalb nicht gleichzeitig unter Druck geraten müssen.

Einkommensquellen jenseits von Aktien und Anleihen

Das Universum für einkommensorientierte Anleger ist heute deutlich größer als früher. Neben traditionellen Staats- und Unternehmensanleihen bieten auch andere Segmente attraktive Möglichkeiten, laufende Erträge zu erzielen. Dazu zählen etwa Unternehmensanleihen aus Schwellenländern, strukturierte Kredite wie Asset-Backed Securities, REITs, Bank Loans mit variabler Verzinsung, Vorzugsaktien, Wandelanleihen und Strategien zur Vereinnahmung von Volatilitätsprämien.

Viele dieser Anlagen haben in der Vergangenheit höhere laufende Erträge geliefert als klassische Staats- oder Unternehmensanleihen. Gleichzeitig unterscheiden sie sich nicht nur von traditionellen Anlageklassen, sondern auch untereinander in ihrem Verhalten. Genau das kann helfen, Schwankungen im Portfolio besser abzufedern.

Alternative Erträge als Diversifikationsbaustein

Besonders interessant ist, dass viele dieser Einkommensquellen von unterschiedlichen Faktoren getrieben werden. So können einzelne Segmente von globalen Konjunkturzyklen profitieren, während andere stärker von Immobilienwerten, Kreditstrukturen oder Volatilitätsprämien abhängen. Das eröffnet aktiven Investoren die Möglichkeit, Erträge aus mehreren, weniger gleichlaufenden Quellen zu generieren.

Auch Optionsstrategien können – maßvoll eingesetzt und mit klaren Risikokontrollen – einen sinnvollen Beitrag zu einem einkommensorientierten Portfolio leisten. Dazu zählen etwa Covered Calls, Cash-Secured Puts oder systematische Volatilitätsstrategien. Solche Ansätze können Prämieneinnahmen generieren, die sich nicht eins zu eins wie Aktien oder Anleihen verhalten und damit eine zusätzliche Diversifikationsquelle darstellen. Entscheidend ist dabei ein diszipliniertes Risikomanagement, denn in schwachen Marktphasen können auch diese Strategien Verluste erleiden.

Flexibilität wird zum entscheidenden Vorteil

Der größte Vorteil eines breiteren Einkommensuniversums liegt aus unserer Sicht in der Flexibilität. Denn keine einzelne Ertragsquelle funktioniert in jedem Marktumfeld gleich gut. Wer jedoch Zugang zu einem größeren Set an Einkommensbausteinen hat, kann die Mischung aktiver steuern und an veränderte Bedingungen anpassen.

Fazit: Wer sich beim Investieren auf laufende Erträge konzentriert, sollte nicht nur an Dividenden und Kupons denken. Ein breiter Multi-Asset-Ansatz, der auch globale Kreditmärkte, Real Assets und alternative Ertragsquellen einbezieht, kann das Einkommensprofil eines Portfo

Von Karen Watkin, Portfolio Manager—Multi-Asset Solutions bei AllianceBernstein

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