Columbia Threadneedle: Warum europäische Tech-Aktien zu Unrecht unterschätzt werden

Aktien europäischer Technologieunternehmen werden der Fondsgesellschaft Columbia Threadneedle Investments zufolge zu Unrecht unterschätzt. „Der europäische Technologiesektor ist zwar noch keine Konkurrenz zu den großen verbraucherorientierten US-Plattformunternehmen hervorgebracht“, schreibt Florian Uleer, Country Head Deutschland bei Columbia Threadneedle, in einem aktuellen Kommentar. Das sei schlichtweg darauf zurückzuführen, dass sich Europa von den USA wie auch von China unterscheide. „Doch es wäre falsch zu sagen, dass Europa im Technologiesektor keine Erfolgsgeschichten auf dem Massenmarkt hervorgebracht hat.“ Columbia Threadneedle Investments | 09.08.2019 09:19 Uhr
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Columbia Threadneedle räumt ein, dass die USA und China im Vergleich zu Europa größere Erfolge beim Aufbau gewaltiger Plattformunternehmen in Bereichen wie sozialen Medien, werbefinanzierter Suche und On-Demand-Video vorzuweisen haben. Grund dafür sei, dass der Erfolg in diesen Bereichen wesentlich vom Zugang zu einem riesigen Binnenmarkt abhängig ist. „Da Europa aus fragmentierten, eigenständigen Märkten besteht, sind die Grundvoraussetzungen für eine solche Entwicklung nicht gegeben. Daher unterscheidet sich der europäische Technologiesektor deutlich von dem in den USA und China, seine Erfolge liegen in anderen Bereichen“, schreibt Uleer. 

Europäische Erfolge gebe es zum Beispiel im B2B-Segment, in dem Columbia Threadneedle speziell auf SAP und Interxion aus Deutschland, Dassault Systèmes aus Frankreich sowie Amadeus aus Spanien verweist. Auch in der Medizintechnik (zum Beispiel Oxford Nanopore) und bei appbasierten Bestellungen von Essen zum Mitnehmen (etwa Just Eat oder Takeaway.com) seien europäische Unternehmen vielfach Vorreiter. 

„Die Entwicklung von technologiegestützten Finanzdienstleistungen in Europa und insbesondere von aufstrebenden wagniskapitalfinanzierten Start-Ups verweist auf einen anderen Vorteil Europas:

die Bereitschaft der Aufsichtsbehörden, wegbereitende Innovationen zuzulassen“, schreibt Uleer. Im Bereich der Finanzdienstleistungen habe das Bestreben der europäischen Aufsichtsbehörden, Innovationen zu fördern, um die Bedürfnisse der Kunden zu erfüllen, insbesondere in Großbritannien einen florierenden FinTech-Sektor hervorgebracht. „Europa ist führend auf Gebieten wie ausschließlich App-gestützten Banken, auf denen private Akteure wie Monzo, Revolut und N26 Millionen junge Verbraucher als Kunden gewonnen haben und eine Expansion in den US-Markt anstreben.“ Weitere Beispiele für Erfolgsgeschichten seien Transferwise, eine riesige Plattform für den Fremdwährungshandel für Privatkunden, sowie OakNorth zur Automatisierung von Entscheidungen über die Vergabe von Krediten an kleine Unternehmen. Auch im Zahlungsverkehr könne Europa Erfolge vorweisen, etwa Worldpay und Adyen. 

„Die besonderen Merkmale des europäischen Marktes bestimmen, wo die Stärken seines Technologiesektors liegen werden“, schlussfolgert Uleer. „In einem günstigen Umfeld können sich die europäischen Marktführer auch auf globaler Ebene erfolgreich behaupten.“ 

Den gesamten Kommentar finden interessierte LeserInnen hier als PDF-Dokument

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