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ESG: Der Kanarienvogel in der Metallmine

William Blair Investment Management | 21.10.2021 14:46 Uhr
© William Blair Investment Management
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Die Entwicklung von Elektrofahrzeugen und ihrer Infrastruktur fördert die Nachfrage nach verschiedenen Metallen, und wir sind der Meinung, dass die Metalle, die wir als Rohstoffe der Zukunft bezeichnen - Lithium, Nickel, Aluminium und Kupfer - gut positioniert sind, um von diesem Nachfrageschub zu profitieren. Und obwohl der Bergbau als umweltschädlich gilt, gibt es Möglichkeiten, die Umweltauswirkungen des Mineralienabbaus zu verringern.

Unternehmen bemühen sich, die Nachhaltigkeit ihrer Betriebe zu verbessern, indem sie auf erneuerbare Energiequellen umsteigen und Wasser wiederaufbereiten.

Sowohl die Industrieländer als auch die Schwellenländer schließen sich dem "Race to Zero" der Vereinten Nationen an und verpflichten sich, bis spätestens 2050 eine Netto-Null-Emission zu erreichen. Und Regierungen auf der ganzen Welt stellen umfangreiche Investitionspläne auf, die für den Übergang zu einer nachhaltigeren Wirtschaft bestimmt sind. Der von der EU aufgestellte Europäische Green-Deal-Investitionsplan sieht beispielsweise vor, in den nächsten zehn Jahren mindestens 1 Billion Euro für nachhaltige Investitionen zu mobilisieren.

Wenn die Industrieländer den Übergang zu einer nachhaltigen Zukunft anstreben, müssen sie in die Infrastruktur investieren, und dazu ist der Abbau oder das Recycling von Metallen erforderlich. - Alexandra Symeonidi, CFA

Da die Industrieländer den Übergang zu einer nachhaltigen Zukunft anstreben, müssen sie in die Infrastruktur investieren, wofür neben den staatlichen Verpflichtungen auch Ressourcen und Materialien benötigt werden. In diesem Zusammenhang ist der Abbau oder das Recycling von Metallen notwendig.

Aus ökologischer, sozialer und Governance-Perspektive (ESG) kann der Abbau von Metallen ein kontroverses Thema sein, das eine eingehende Untersuchung erfordert.

Einerseits kann der Bergbau negative Auswirkungen auf die Umwelt haben, da er oft große Flächen beansprucht, was die Artenvielfalt beeinträchtigen kann, und die Verarbeitung kann hohe Emissionen sowie Wasser- und Bodenverschmutzung verursachen. Auf der sozialen Seite sind die Sicherheit der Arbeitnehmer und die Arbeitsbedingungen ein zunehmend wichtiges Thema für Bergbauunternehmen.

Der Bergbau kann jedoch auch positive externe Effekte haben. In vielen Schwellenländern ist der Bergbau eine Beschäftigungsquelle, die den Gemeinden ein höheres Einkommen verschafft und so zu einem höheren Lebensstandard beiträgt. Der Bergbau zieht auch ausländische Direktinvestitionen (FDI) an. Diese beiden externen Effekte tragen zu höheren sozialen Standards bei.

Wie viele Industriezweige entwickelt sich auch der Bergbau weiter. Das Europäische Kupferinstitut hat festgestellt, dass die Kupferindustrie ihre CO2-Emissionen von 1990 bis 2020 durch Investitionen in die Effizienz und die Verringerung des Energieverbrauchs um 60 % senken konnte. Doch die grünen Initiativen stehen erst am Anfang: Der Abbau grüner" Metalle (d. h. Metalle, die mit erneuerbaren Energiequellen und nachhaltigen Verfahren hergestellt werden) ist ein neuer Weg, um die Emissionen in der Branche zu senken.

Der CO2-Ausstoß von kohlenstoffarmem Aluminium liegt etwa dreimal so hoch wie der weltweite Durchschnitt der Branche. - Luis Olguin, CFA

Kohlenstoffarmes Aluminium ist ein Beispiel für ein grünes Metall. Es wird überwiegend aus erneuerbaren Energiequellen wie Wasserkraft hergestellt und stößt in der Regel etwa vier Tonnen CO2-Äquivalent pro Tonne Aluminium aus. Das ist etwa dreimal weniger als die durchschnittliche Emissionsrate der Industrie von 11 Tonnen CO2-Äquivalent pro Tonne Aluminium. In jüngster Zeit wurde eine andere Kennzeichnung [1], aber auch der Handel [2] mit dem Metall diskutiert, was den Fokus auf einen nachhaltigen Abbau unterstreicht.

Die Unternehmen haben auch kohlenstoffarmes Nickel eingeführt, das weniger als vier Tonnen CO2-Äquivalent pro Tonne produzierten Nickels ausstoßen wird. Dies ist eine erhebliche Reduzierung gegenüber dem weltweiten Branchendurchschnitt von 29 Tonnen CO2-Äquivalent pro Tonne produzierten Nickeläquivalents.

Obwohl der Bergbau also einen beträchtlichen ökologischen Fußabdruck hinterlassen kann, sind die von Bergbauunternehmen gewonnenen Metalle für den Übergang zu einer saubereren Wirtschaft und die Bekämpfung des Klimawandels von entscheidender Bedeutung. Die Gesamtkosten bzw. der Gesamtnutzen des Bergbaus für Wirtschaft und Gesellschaft werden davon abhängen, wie Unternehmen, Investoren und Verbraucher sich darauf einstellen und zum weltweiten Übergang zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen.

Alexandra Symeonidi, CFA, Corporate Credit Analyst im William Blair Emerging Markets Debt Team

Luis Olguin, CFA, Portfolio Manager im William Blair Emerging Markets Debt Team

[1] “Green aluminum needs common standard, labeling plan: Carbon Trust, Reuters, June 2020.

[2] “London Metal Exchange plans ‘low-carbon’ aluminium trading”, Financial Times, June 2020.

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