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GAM-Japan-Fondsmanager Glanzmann: "Fundamental gut aufgestellt"

Investoren am japanischen Aktienmarkt sehen sich mit einem Übergangsjahr konfrontiert: Das Gewinnwachstum verlangsamt sich, hohe Basiseffekte verstärken diesen Eindruck. Folglich gerieten die Märkte unter Druck oder traten auf der Stelle. Small Caps entwickelten sich besser als ihre größeren Pendants. Im Hinblick auf die Anlagestile schnitten Wachstumsaktien erheblich besser ab als Substanzwerte, und defensive Bereiche wie Versorger, das Gesundheitswesen und Basiskonsumgüter übertrumpften zyklischere Segmente wie Rohstoffe, Finanzen, Energie und IT. GAM | 16.07.2018 13:13 Uhr
Ernst Glanzmann, GAM / © GAM
Ernst Glanzmann, GAM / © GAM

Anleger sollten jedoch aus fundamentalen Gründen eine Anlage in Japan in Erwägung ziehen, findet Ernst Glanzmann, Portfolio Manager für japanische Aktien bei GAM Investments. So stieg der Reingewinn aller Komponenten im Datastream Total Market Japan Index – einem Äquivalent zum TopixIndex – in den letzten 15 Jahren in US-Dollar umgerechnet jährlich um 11 Prozent. Bei den Komponenten des Total Market Global Index wuchs er hingegen mit 6 Prozent nur halb so schnell. „Interessanterweise stieg der Japan Index jedoch pro Jahr nur um 5,6 Prozent, während der Global Index um 7,2 Prozent zulegte, was mehr oder weniger dem Gewinnwachstum entsprach. Infolgedessen erscheinen japanische Aktien heute wesentlich attraktiver bewertet, nachdem die Kurs-Gewinn-Verhältnisse ein Jahrzehnt lang gefallen sind und sich anschließend in den letzten fünf Jahren stabilisiert haben“, so Glanzmann. 

Positive Gewinnausichten 

Der Experte schätzt zudem, dass börsennotierte Unternehmen auf absehbare Zeit ein langfristiges Gewinnwachstum von rund 8 Prozent pro Jahr halten könnten. „Dafür sprechen das solide globale Wachstum, fortlaufende neue Geschäftschancen, die sich aus der künstlichen Intelligenz und dem ‚Internet der Dinge‘ ergeben, und effizientere Arbeitsabläufe“, so Glanzmann. Das knappe Angebot an Arbeitskräften und die voranschreitende Reform des Arbeitsstils dürften sowohl Investitionsausgaben anregen als auch die Löhne und den Konsum unterstützen. „Aufgrund der Richtlinien für die Kapitalverwendung dürften auch zunehmend liquide Mittel an die Aktionäre zurückgeführt werden. Ein konkreterer Corporate-Governance-Kodex, sehr prominente Aktionärsvertretungen und eine wachsende Zahl aktivistischer Aktionäre halten den Druck auf die Unternehmen aufrecht, mehr Kapital an ihre Investoren zurückzuführen“, so der Experte.  

Dem allgemeinen Unbehagen über die populistische Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump sieht Glanzmann gelassener entgegen: „Zwar halten wir Engagements in einigen Aktien, die von Trump beeinflusst werden könnten, jedoch nehmen wir im Hinblick auf Zölle und Handelsbeschränkungen, die vor allem den japanischen Automobilsektor belasten könnten, eine abwartende Haltung ein“, so Glanzmann. 

Auf langfristige Wachstumsraten zählen 

Vor allem Unternehmen, die ihre Gewinne wiederholt mit einem soliden Tempo steigern können, sind für Glanzmann interessant. Bewertungsfallen vermeidet er, indem er sein Augenmerk vor allem auf die langfristige Gewinnwachstumsrate lenkt. „Bewertungen sind oft von Furcht und Gier bestimmt – zwei starke Emotionen am Aktienmarkt. Sie werden unter anderem von Intuition, Instinkt und Herdenverhalten angetrieben“, erklärt der Experte. Das gleiche Gewinnwachstum könne so an einem Zeitpunkt eine hohe Bewertung haben und an einem anderen eine niedrige. Dies zu beachten sei vor allem bei langfristigen Positionen wichtig. „Bei einem teuren Kauf können künftige Renditen durch eine emotionale Achterbahnfahrt stark belastet werden. Die langfristige Wachstumsrate der Gewinne eines Unternehmens jedoch kann den Anstieg des Aktienkurses in vielen Fällen ausgleichen“, so Glanzmann. 

Solide Geschäftsmodelle identifizieren 

Vier maßgebliche Kriterien ermöglichen es dem Experten zufolge solide Geschäftsmodelle zu verstehen. Erstens muss ein Unternehmen eine durchschnittliche Eigenkapitalrendite von mindestens 10 Prozent aufweisen, zweitens eine niedrige Fremdkapitalquote, drittens ein durchschnittliches Umsatz- und Reingewinnwachstum von mindestens 5 Prozent und nicht zuletzt eine geringe Kapitalintensität. „Disziplin ist beim Aufbau einer Position ebenfalls wichtig“, betont Glanzmann. „Wir kaufen nur mit einem Abschlag von 30 Prozent zu dem fairen Wert, den wir bei unserer Analyse ermittelt haben. Insgesamt ist Geduld nötig, um über eine lange Haltezeit hinweg voll von den Kumulationseffekten aus dem nachhaltigen, überlegenen Gewinnwachstum ausgewählter Unternehmen zu profitieren“, schließt der Experte. 

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen.
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