USA 2026: Politik schiebt die Wirtschaft an

In den vergangenen fünf Jahren hat die Fiskalpolitik die Weltwirtschaft bestimmt. Infolge der Corona-Pandemie haben sich Staaten weltweit beispiellos verschuldet. Steigende Zinsen haben derweil den Schuldendienst verteuert und die öffentlichen Finanzen zusätzlich belastet. Wie es weitergeht, nimmt Yves Ceelen, CIO Global Balanced bei DPAM, ins Visier: DPAM | 17.12.2025 09:16 Uhr
Yves Ceelen, CIO Global Balanced bei DPAM / © e-fundresearch.com / DPAM
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Die erhöhten Verteidigungsausgaben in Europa und die Umsetzung der One Big Beautiful Bill in den USA dürften zu anhaltenden Haushaltsdefiziten führen. Der Schuldendienst erfordert verstärkte Liquiditätsmaßnahmen, zu denen niedrigere Zinsen, eine Ausweitung der Zentralbankbilanzen und Treasury-Operationen gehören können. Die Wirtschaft bleibt auf kontinuierliche Unterstützung angewiesen.

Die Ungleichheiten in den USA könnten politische Anpassungen eher früher als später erfordern. Das US-Wachstum wirkt robust. Die reichsten 10% verfügen über viel Kaufkraft und Großunternehmen investieren massiv in KI. 60% der US-Haushalte kommen jedoch mit ihrem Einkommen gerade so über die Runden und fast 40% der kleineren börsennotierten Unternehmen kämpfen um Rentabilität. Auf sie wirkt sich die derzeitige restriktive Geldpolitik besonders stark aus.

Zusätzliche Liquiditätsquellen werden diskutiert, z. B. quantitative Lockerungsmaßnahmen, von denen in erster Linie die Finanzmärkte profitieren würden, oder Anpassungen der erweiterten zusätzlichen Verschuldungsquote, damit Banken mehr Kredite gewähren können.

Geld- und fiskalpolitische Initiativen könnten den US-Republikanern bei den bevorstehenden Wahlen zugutekommen. Für Anleger könnte sich zusätzliche Liquidität in günstigeren Aussichten für Aktien, Hochzinsanleihen, Schwellenländeranleihen sowie Edel- und Industriemetallen widerspiegeln, begleitet von einer möglichen Schwäche des US-Dollar.

Von Yves Ceelen, CIO Global Balanced bei DPAM

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