Invesco-Whitepaper: Investieren in die nachhaltige Umgestaltung des Nahrungsmittelsystems

Ein grundlegend umgestaltetes, „intelligentes“ Nahrungsmittelsystem ist eine wesentliche Voraussetzung für die Bewältigung einiger der größten Herausforderungen unserer Zeit – vom Klimawandel bis zur Ernährungssicherheit –, so das Ergebnis eines neuen Whitepapers von Invesco mit dem Titel „From Sustenance to Sustainability: Transforming the Food System to Meet Global Challenges“. Die Studie sieht Investoren einmalig aufgestellt, um eine epochale Transformation des bestehenden Systems mit seinen gravierenden Defiziten und katastrophalen Umweltauswirkungen voranzutreiben. Invesco | 16.11.2022 09:12 Uhr
Dr. Henning Stein, Global Head of Thought Leadership and Market Strategy von Invesco / © e-fundresearch / Invesco
Dr. Henning Stein, Global Head of Thought Leadership and Market Strategy von Invesco / © e-fundresearch / Invesco

„Wir haben die Wahl: Entweder wir sind Teil der Lösung oder wir bleiben Teil des Problems. Wir können dazu beitragen, ein gescheitertes System aufrechtzuerhalten, oder helfen, ein neues zu schaffen, von dem Milliarden von Menschen weltweit profitieren werden“, so Dr. Henning Stein, Global Head of Thought Leadership and Market Strategy von Invesco und Co-Autor des Whitepapers neben Erik Esselink, Fondsmanager, European Equities and Global Core Equity, und James Matthews, Fondsmanager, European Small-Cap Equities. Das Papier erläutert, wie Anleger mit Investments in das „Food“-Thema solide Renditen generieren und zugleich einen Beitrag zu unterschiedlichen Umwelt-, Sozial- und Governance-Anliegen (ESG) leisten können, wie sie in den UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) verankert sind.

Die Investmentexperten von Invesco sind davon überzeugt, dass Ernährung eines der ganz großen Anlagethemen der nächsten Jahre und Jahrzehnte sein wird. Da dieses Thema eine Vielzahl von Unterthemen mit SDG-Bezug umfasst, könnten Investoren mit ihren Anlagegeldern einen Beitrag zur Lösung drängender Herausforderungen in Bereichen wie Klimawandel, Mangelernährung, Gesundheit, Produktion, Konsum, Beschäftigung und Wirtschaftswachstum leisten.

Die aktuelle Analyse knüpft an eine frühere Whitepaper-Reihe von Invesco an. Unter dem Titel „Appetite for Change: Nahrungsmittel, ESG und das komplexe natürliche Gefüge“ beschäftigte diese sich mit der Frage, wie das Nahrungsmittelsystem viele der größten Risiken für unseren Planeten und seine Bewohner verstärkt. Im Fokus standen dabei die komplexen Wirkungszusammenhänge zwischen verschiedenen existenziellen Bedrohungen für den Menschen und seine Umwelt.

Ein Beispiel ist die schonungslose Ausweitung industrieller Methoden zur Ernährung einer unaufhaltsam wachsenden Weltbevölkerung, die maßgeblich zum Klimawandel beigetragen hat. So ist die Viehzucht für mehr als 14% aller anthropogenen Treibhausgasemissionen verantwortlich und beansprucht fast 80% der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche, obwohl sie weniger als 20% des weltweiten Kalorienbedarfs deckt. Dass immer mehr Menschen vegan, vegetarisch oder flexitarisch leben möchten, führen die Invesco-Experten auch auf das zunehmende Aufbegehren gegen derart unhaltbare Trends zurück.

Treiber eines neuen und wirklich nachhaltigen Nahrungsmittelsystems seien daher mehrere große strukturelle Trends, hinter denen eine veränderte demographische, ökologische und konsumbezogene Dynamik steht.

„Dass es sich hierbei um weltweit fest verankerte Trends handelt, bestärkt uns in unserer Überzeugung, dass Ernährung ein bedeutendes Anlagethema ist, das auf viele Jahre hinaus relevant und lohnend bleiben wird“, so Dr. Stein. „Bisher schaffen wir es immer noch nicht, die ganze Menschheit zu ernähren. Gleichzeitig nimmt die kollektive Sorge um die Zukunft unseres Planeten und die Bereitschaft, etwas zur Sicherung dieser Zukunft zu tun, zu. Dazu gehört auch die Bereitschaft, unser Nahrungsmittelsystem grundlegend neu auszurichten.“

Das Invesco-Papier zitiert Quellen, wonach die notwendige Transformation des Nahrungsmittelsystems bis 2050 Investitionen in Höhe von 20 bis 30 Billionen US-Dollar erfordern könnte. Investoren, die diese Transformation mitfinanzieren und von den damit verbundenen Wachstumschancen profitieren möchten, können Unternehmen in ihre Portfolios nehmen, die an diesem Umbau beteiligt sind. „Schon jetzt finden sich über Länder, Branchen und Anlageklassen hinweg attraktive Anlagemöglichkeiten inner- und außerhalb des Lebensmittel- und Agrarsektors“, betont Dr. Stein.

Die durch den russischen Krieg gegen die Ukraine ausgelöste globale Ernährungskrise könnte die Transformation des globalen Nahrungsmittelsystems seiner Ansicht nach sogar beschleunigen. So habe die Coronakrise gerade erst gezeigt, dass Ausnahmesituationen ungeahnte Kräfte freisetzen, herkömmliche Innovationsbarrieren aufheben und dadurch bahnbrechende Fortschritte ermöglichen können.

Zu erwarten sei, dass die erforderlichen Innovationen zu einem großen Teil von jüngeren Unternehmen ausgehen werden. Daher erwarten die Invesco-Experten, dass sich insbesondere im Small-Cap-Segment der Märkte interessante Anlagechancen ergeben werden. Das Ausmaß der Herausforderung mache es jedoch unerlässlich, dass auch größere Unternehmen mitziehen. Als „Übergangspositionen“ in den Anlageportfolios seien diese relativen Schwergewichte zwar möglicherweise weniger fortschrittlich als ihre kleineren Wettbewerber, könnten dafür aber Assets wie ihre bestehenden Vertriebsnetze, ihren hohen Bekanntheitsgrad und ihren allgemeinen Einfluss in die Waagschale werfen.

Das mache eine aktive Interessenwahrnehmung (Active Ownership) besonders wichtig: Durch einen kritischen Dialog mit den Managementteams der Unternehmen müssten die Investoren darauf hinwirken, dass Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette des Nahrungsmittelsystems ein besseres Verständnis komplexer Wirkungsgefüge entwickeln, vorausschauend agieren und ihre Prozesse und Geschäftsmodelle ändern.

Wie Dr. Stein betont, ist diese Revolution bereits im Gange und hat viele Attribute eines „schöpferischen Trends“ – eines Anlagephänomens, bei dem das Wachstum einer Technologie oder eines Marktes zu einem dauerhaften Umbruch führt. „Dieses Anlagethema umfasst zahlreiche Länder, Branchen und Anlageklassen sowie eine Vielzahl unterschiedlicher Architekten und Wegbereiter. Damit dürfte es Anlegern viele bedeutende, finanziell attraktive Möglichkeiten eröffnen, zum Aufbau eines nachhaltigen Nahrungssystems beizutragen. Alle diese Aspekte der sich abzeichnenden Transformation sind potenziell spannend für Investoren, die langfristig und ESG-orientiert investieren und am Potenzial positiver disruptiver Kräfte teilhaben möchten“, so der Global Head of Thought Leadership and Market Strategy von Invesco.

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