Bantleon-Analyse: Einbrechender US-Immobilienmarkt als Vorbote einer schweren Wirtschaftskrise

In den USA hat die Fed die Leitzinsen innerhalb kürzester Zeit so kräftig angehoben wie seit den 1980er Jahren nicht mehr. Unternehmen und Haushalte wurden dadurch kalt erwischt. Unter anderem haben sich die Hypothekenzinsen mehr als verdoppelt, was noch nie in den zurückliegenden 50 Jahren vorgekommen war. BANTLEON | 16.11.2022 13:09 Uhr
Dr. Andreas A. Busch, Senior Economist der BANTLEON AG / © e-fundresearch / BANTLEON
Dr. Andreas A. Busch, Senior Economist der BANTLEON AG / © e-fundresearch / BANTLEON

Wenig verwunderlich gerät der US-Immobilienmarkt dadurch massiv unter Druck. Schon jetzt ist absehbar, dass die Wohnbauinvestitionen deutlich schrumpfen und damit das BIP belasten werden. Hinzu kommen Jobabbau und negative Vermögenseffekte, was den Konsum bremsen wird. Alles zusammen ist für sich genommen schon problematisch genug, gibt letztlich aber nur einen Vorgeschmack darauf, was den Rest der Wirtschaft noch erwartet. Eine ausgewachsene Rezession ist in unseren Augen nicht mehr abzuwenden.

Immobilienmärkte sind die ersten Opfer des Zinsschocks

Die ultralockere Geldpolitik nach der globalen Finanzkrise hatte die Immobilienmärkte rund um den Globus lange Zeit mächtig angeheizt. In vielen Ländern gingen die Haus- und Wohnungspreise durch die Decke. In den USA und Kanada war z.B. in den vergangenen zehn Jahren mehr als eine Verdoppelung zu beobachten, in Deutschland immerhin ein Plus von 85%. Dass diese Entwicklung problematisch ist, zeigt allein schon ein Blick auf die verfügbaren Einkommen, die im gleichen Zeitraum um lediglich rund 30% bis 50% zunahmen (vgl. Abbildung 1). 

Mit dem 180-Grad-Kurswechsel der Notenbanken hat sich das Umfeld aber inzwischen komplett gewandelt. Wie üblich und grundsätzlich wenig überraschend ist der Immobilienmarkt der Sektor der Wirtschaft, der als Erster die Belastungen durch die restriktive Geldpolitik zu spüren bekommt. In den USA lassen die Daten der vergangenen Wochen jedoch eine sogar noch deutlichere Abkühlung erkennen, als wir bislang angenommen hatten. In der Folge trübt sich der Ausblick für die weltweit grösste Volkswirtschaft weiter ein. Erstens wegen der immer ausgeprägteren direkten Bremseffekte vonseiten des Immbilienmarkts auf das Wirtschaftswachstum. Zweitens ist zu befürchten, dass auch die Unternehmen noch stärker durch die verschlechterten Finanzierungskonditionen in Mitleidenschaft gezogen werden. Drittens nehmen die Risiken für die Finanzstabilität zu. Im Folgenden sollen diese Aspekte im Einzelnen betrachtet werden, ebenso wie die Konsequenzen, die sich daraus für die Geldpolitik ergeben. 

Lesen Sie weiter in der vollständigen Analyse von Dr. Andreas A. Busch, Senior Economist der BANTLEON AG.

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