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Eine Story zweier Trends: Kurzlebig vs. Transformativ

In diesem Ausblick auf das 2. Quartal 2021 erklärt Jennison Associates, warum Anleger über kurzlebige Trends, die von der Erholung angetrieben werden, hinwegsehen und ihr Augenmerk besser auf transformative, langfristige Trends legen sollten. PGIM Investments | 05.05.2021 15:00 Uhr
© Photo by Sasha Yudaev on Unsplash
© Photo by Sasha Yudaev on Unsplash

Nach und nach fahren Volkswirtschaften in aller Welt ihre Aktivität wieder hoch, sodass die Märkte kräftig zugelegt haben. Der Fokus verschiebt sich dabei von der Angst auf eine größere Zuversicht und auf die Stärke der bevorstehenden weltweiten Erholung. Die Aktienmärkte habe ihre Gewinne im 1. Quartal 2021 ausgebaut, zeigten sich vor dem Hintergrund der unruhigen politischen Lage in den USA und der anhaltenden Unsicherheit rund um Covid-19 jedoch volatil.

Die neue US-Regierung hat den American Rescue Plan Act mit einem Volumen von 1,9 Bio. US-Dollar unter Dach und Fach gebracht, der Direktzahlungen an Einzelpersonen und Familien, höhere Arbeitslosenhilfen, Finanzierungsmittel für bundesstaatliche und lokale Verwaltungen sowie Mittel für Impfstoffe und Tests vorsieht. Die längerfristigen Anleihenrenditen stiegen, angetrieben von den geld- und fiskalpolitischen Impulsen in den USA sowie von steigenden Inflationserwartungen. Unterdessen setzte sich die US-Notenbank (Fed) weiter für eine extrem expansive Politik ein. Höhere private Ersparnisse und die neuen Maßnahmen zur Konjunkturförderung dürften die privaten Ausgaben stützen. Die Arbeitslosenquote dämpft das Wachstum aber weiterhin, da die US-Beschäftigung nicht mit der Erholung Schritt hält. Bis zum Jahresende dürfte die Arbeitslosigkeit jedoch sinken.

KURZLEBIGE TRENDS: ROTATION & ZINSEN

Ende letzten Jahres begannen die Anleger, jene Bereiche des Markts zu bevorzugen, die von der Erholung besonders profitieren würden und von der Pandemie am härtesten getroffen worden waren. Dazu zählten vor allem zyklische Titel aus dem Finanz-, Energie- und Industriesektor.

In der Zwischenzeit wächst der Preisdruck, da durch die Belebung der Nachfrage weltweit Engpässe entstehen und das Angebot an Halbleitern und bestimmten Rohstoffen knapp ist. Durch die starke Nachfrage im US-Wohnimmobiliensektor sind zudem die Hauspreise, die Zahl der Transaktionen und die Hypothekenzinsen gestiegen.

Die höheren Zinsen vergrößern die Unsicherheit – in einer Zeit, in der die Staatsschulden Rekordniveaus erreichen und sich negativ auf die Aktienbewertungen auswirken. Wir sind davon überzeugt, dass die Inflationsängste nur vorübergehend bestehen werden, da sich die Erholung normalisieren dürfte, wenn es erst einmal zur nachhaltigen Wiedereröffnung der Wirtschaft kommt und die Wirkung der Konjunkturfördermaßnahmen nachlässt. Unserer Überzeugung nach spiegelt der Anstieg der Anleihenrenditen die Erwartung wider, dass künftig mit einem normaleren Wachstum zu rechnen sein wird.

LANGFRISTIGE TRENDS: INNOVATION & DIGITALE TRANSFORMATION

Die Pandemie hat die Einführung und Nutzung digitaler Technologien um mehrere Jahre beschleunigt. Um in diesem neuen Umfeld wettbewerbsfähig zu bleiben, investieren die Unternehmen in mehreren Bereichen in innovative Technologien: schwerpunktmäßig in Technologie, aber auch in E-Commerce-Strategien, den Übergang des Unternehmens zur Cloud, Geschäftsmodelle, die auf den Direktvertrieb an Verbraucher setzen, und Software-Anwendungen. Sie sind der Ansicht, dass große, global orientierte, adressierbare Gesamtmärkte viele Gelegenheiten für dauerhaftes Umsatz- und Gewinnwachstum bieten. Zahlreiche disruptive Trends dürften sich in den nächsten drei bis fünf Jahren erwartungsgemäß verdoppeln. In der Vergangenheit haben die frühen Phasen breiter Akzeptanz zu mehr Innovation, größerer Benutzerfreundlichkeit und einer Ausweitung des Ökosystems geführt, was wiederum die positive Spirale in Gang hielt und zu noch mehr Akzeptanz führte.

SEKTORIELLE GESICHTSPUNKTE

Zyklische Aktien haben sich im Quartal gut entwickelt. Da zunehmend erwartet wird, dass es in diesem Jahr weltweit zur Wiedereröffnung der Wirtschaft kommen wird, haben die Anleger Unternehmen bevorzugt, die von der Pandemie am stärksten betroffen gewesen sind. Unternehmen mit niedriger Marktkapitalisierung haben eine beachtliche Outperformance erzielt; sie werden von der US-Wirtschaftsaktivität viel stärker beeinflusst als große multinationale Unternehmen. Die Rotation hat die Bewertungen konjunktursensitiver Unternehmen steigen und jene von Unternehmen mit langfristigem Wachstumspotenzial sinken lassen.

Erfreulich finden wir die anhaltend guten Ergebnisse der Unternehmen, insbesondere aus Wachstumssektoren der Wirtschaft. Als Beispiele sind die Informationstechnologie sowie Kommunikationsdienste zu nennen. Wir sind davon überzeugt, dass sich durch den Rückgang der Bewertungen im 1. Quartal die Aussicht auf steigende Aktienkurse verbessert. Neben dem überdurchschnittlichen Wachstumspotenzial, das wir über längere Anlagezeiträume erkennen, erhöht dies die Attraktivität dieser Titel weiter.

INFORMATIONSTECHNOLOGIE

Der Informationstechnologie-Sektor im S&P 500 Index legte im 4. Quartal 2021 um 2,0% zu und blieb damit hinter dem breiteren S&P 500 Index zurück, der 6,2% gewann. Die kürzlich gemeldeten Gewinne für den Technologiesektor sind weiterhin sehr gut und bestätigen die grundlegende Stärke vieler Unternehmen sowie die langfristigen Trends. Wir sind davon überzeugt, dass der Markt im aktuellen Umfeld, das von Covid-19 maßgeblich beeinflusst wird, weiterhin Unternehmen favorisieren wird, die ein Asset-light-Geschäftsmodell, disruptive Produkte und ein rascheres organisches Wachstum aufweisen, wenn sich die weltweite Lage nach und nach normalisiert.

Für den Technologiesektor erwarten wir zwar weiterhin Volatilität und eine Konsolidierung, wenn die Entwicklung am Markt durch einen spürbaren BIP-Anstieg in den Jahren 2021 und 2022 breiter abgestützt wird. Wir gehen aber auch davon aus, dass der Sektor ein attraktives Umfeld für langjährige Vorreiter in Sachen Innovation bietet, da sich Technologie mittlerweile wie ein roter Faden durch sämtliche Wirtschaftszweige zieht.

GESUNDHEITSWESEN

Im 1. Quartal 2021 stieg der Gesundheitssektor im S&P 500 Index um 3,2% und blieb hinter dem Gesamtindex zurück, der sich um 6,2% verbesserte. Obgleich Impfstoffe gegen Covid-19 erstaunlich schnell entwickelt und zugelassen wurden, könnte es noch Monate dauern, bis sie verteilt sind und großflächig verabreicht werden – wahrscheinlich die Voraussetzung für eine breit angelegte Erholung des Vertrauens und der Aktivität.

Wir sind der Meinung, dass die positiven Auswirkungen der Pandemie auf den Gesundheitssektor von Dauer sein könnten. In den letzten Monaten wurden Ineffizienzen innerhalb des Systems deutlich und zeigten die ernsten Folgen administrativer Misswirtschaft. Gleichzeitig wurden in den Branchen Biotechnologie, Biowissenschaften und Gesundheitstechnologie innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Entdeckungen gemacht, um bisher unerfüllten medizinischen Bedarf zu erfüllen. Im Ergebnis dürften viele Unternehmen in der Lage sein, ihre adressierbaren Gesamtmärkte schneller zu durchdringen.

FINANZEN

Der S&P 500 Financials Index gewann 16,0%, im Vergleich zu 6,2% für den breiter gefassten S&P 500. Er war damit einer der performancestärksten Sektoren des Marktes, nur übertroffen vom Energiesektor. Das Blatt für den Sektor wendete sich im November 2020, als es erste Meldungen über einen Covid-19-Impfstoff gab. Die wachsende Erwartung einer Konjunkturerholung, die bessere Kreditbedingungen signalisierte, die steigenden Zinssätze und die Verabschiedung eines zweiten Konjunkturpakets trieb die Entwicklung in dem Sektor im 1. Quartal 2021 an. Das aktuelle Umfeld ist günstig für Universalbanken und Makler. Zugleich sind die Kapitalmärkte sehr robust und die Kosten gut unter Kontrolle. Außerdem äußern sich die höheren Zinsen (insbesondere bei einer steileren Renditekurve) in höheren Zinseinnahmen und Gewinnen für die regionalen Banken, wenngleich dies bereits weitgehend in die Aktienkurse eingerechnet ist.

Das Ende der Pandemie und die Rückkehr zu einem Wachstum wie vor 2020 kommen zwar langsam in Sicht, jedoch ist der Zeitrahmen für eine vollständige Erholung noch immer unbekannt, was an den anhaltenden Auswirkungen auf das Konsum- und Geschäftsklima und die Bilanzen liegt.  Viele der gesamtwirtschaftlichen Sorgen, die den Sektor vor der Pandemie plagten, bestehen nach wie vor. Die Fed hat signalisiert, dass die Zinssätze auf absehbare Zeit niedrig bleiben werden. Ob das Wirtschaftswachstum auf längere Sicht höher ausfallen wird, ist immer noch ungewiss. Daher ist unsicher, ob die Rally in dem Sektor nachhaltig ist.

MIDSTREAM-INFRASTRUKTUR

Im 1. Quartal 2021 gewannen der MLP Index 22,0% und der Alerian Midstream Energy Index (der nicht nur MLPs, sondern ein breiteres Spektrum von Midstream-Infrastrukturunternehmen enthält) 20,9%. Der massiv unter Druck geratene Sektor konnte aufgrund positiver Impfstoffmeldungen, des besseren gesamtwirtschaftlichen Umfelds und der Erwartung, dass sich Angebot und Nachfrage nach dem Ende der Pandemie wieder normalisieren werden, weiter spürbar zulegen. Zahlreiche Midstream-Unternehmen handelten entschlossen, um ihre Barmittel zu bewahren und während der globalen Pandemie „klar Schiff“ zu machen, indem sie ihre Investitionsausgaben verringerten und ihre Cashflow-Kennzahlen verbesserten – ein Trend, der sich unserer Erwartung nach 2021 fortsetzen dürfte. Zusätzliche Kostensenkungen und eine stärkere Asset-Optimierung dürften dazu beitragen, die Schulden weiter zu reduzieren und die Bilanzen zu stärken.

Die verbesserten Fundamentaldaten spiegeln sich schließlich auch zunehmend in den Aktienkursen wider, jedoch könnten die Anleger eine Atempause einlegen, da der genaue Zeitpunkt der vollständigen Wiedereröffnung der Wirtschaft in den USA und weltweit unklar ist. Da sich die Konjunkturaktivität weiter langsam verbessert, dürften Aktien nach und nach nicht nur die kurzfristig beschleunigte Konjunkturerholung, sondern auch die langfristig positive Wirkung der stark transformierenden Unternehmensreform widerspiegeln, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Es ist unwahrscheinlich, dass es unter der Regierung Biden einfacher wird, Genehmigungen für neue Pipeline-Projekte zu erlangen. Daher glauben wir, dass vorhandene Infrastruktur folglich auch im Wert steigen könnte. Wir wären nicht überrascht, wenn es in den nächsten zwölf bis 18 Monaten zu Fusionen und Übernahmen sowie zu einer Branchenkonsolidierung kommt.

VERSORGER

Der Versorgersektor verzeichnete im 1. Quartal 2021 weiterhin eine unterdurchschnittliche Entwicklung. Die Marktstimmung veränderte sich deutlich spürbar zugunsten konjunktursensitiver Sektoren, die von der weltweiten Wiedereröffnung der Wirtschaft und einer Erholung der Wirtschaftsaktivität profitieren dürften. Darüber hinaus hat ein starker Anstieg der Zinsen unter Anlegern Zweifel an der Attraktivität von Versorgerwerten in einem Umfeld mit höheren Zinsen geweckt.

Wir finden den Sektor weiterhin attraktiv. Die Gründe dafür sind die (noch immer) unterdurchschnittlich niedrigen Zinssätze, die vorhersagbaren Fundamentaldaten des Sektors und seine Fähigkeit, trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit stabile Dividenden zu bieten. Wir sind davon überzeugt, dass er in Anbetracht der potenziellen Wachstumsmöglichkeiten durch Investitionen in erneuerbare Energien zudem ein Wachstum der Gewinne je Aktie oberhalb der historischen Bandbreite von 3% bis 5% erzielen dürfte.

Interessierte LeserInnen können sich hier den vollständigen Ausblick ansehen.

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