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Das Wachstum in langfristigen Bereichen dürfte sich weiter verbessern

Der Ausblick von Jennison Associates, PGIMs fundamentaler Aktienmanager, für das vierte Quartal 2021 geht von einigen komplexen Situationen zum Jahresende aus und legt dar, warum der Anlageverwalter langfristige Wachstumswerte selbst bei den aktuellen Bewertungen zuversichtlich sieht. PGIM Investments | 08.11.2021 17:00 Uhr
© Photo by Christine on Unsplash
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KOMPLEXE SITUATIONEN ZUM JAHRESENDE

Die Anleger sehen sich zum Jahresende mit verschiedenen komplexen Situationen konfrontiert. Die Zinsen reagieren auf die hohe Inflation von Löhnen und Warenpreisen, die durch Engpässe in den Lieferketten und die Knappheit wichtiger Komponenten noch verstärkt wird. Die direkten Auszahlungen im Rahmen der fiskalischen Konjunkturmaßnahmen werden zurückgefahren, aber es ist nach wie vor reichlich Liquidität vorhanden, die die hohe Nachfrage stützt und zu Inflationsdruck beiträgt. Angesichts des beschränkten Angebots sind die BIP-Wachstumserwartungen zurückgegangen, aber das Wachstum dürfte auf kurze Sicht das vor der Pandemie verzeichnete übertreffen. Wir rechnen damit, dass das Wachstum der Unternehmensgewinne im Laufe des nächsten Jahres wieder seinen Trend von vor COVID-19 erreichen wird. Absolut gesehen sind das zwar respektable Werte, aber gegenüber den durch COVID ausgelösten Höchstständen, die in den letzten 18 Monaten zu verzeichnen waren, stellen sie eine deutliche Verlangsamung dar. 

Für viele Unternehmen, die während der Pandemie aufgrund der Verlagerung hin zu Geschäftsmodellen wie Online Shopping und Home-Office hohe Betriebsergebnisse verzeichneten, sind die Werte im Jahresvergleich jetzt problematisch. Für die Aktienkurse könnte sich das auf kurze Sicht als hemmende Einflussgröße erweisen, aber wir sind davon überzeugt, dass die Entwicklungen der letzten 18 Monate Trends im Verbraucher- und Unternehmensverhalten beschleunigt haben, die sich bereits vor COVID-19 abzeichneten, und dass das verstärkte Wachstum in diesen Bereichen eine Zeit lang anhalten dürfte.

In anderen Marktsegmenten schienen die zyklischen Unternehmen, die am stärksten von den Shutdowns des Jahres 2020 betroffen waren, im früheren Verlauf des Jahres 2021, als die Volkswirtschaften wiedereröffneten, für eine deutliche Erholung der operativen Performance bereit zu sein. Das Auftreten der Delta-Variante, Lieferkettenprobleme und die Knappheit an Arbeitskräften führten allerdings zu einer ungleichmäßigen Erholung ihrer finanziellen Performance und trübten den Ausblick für eine Verbesserung von Umsatz und Gewinnspannen ein.

OPTIMISMUS BEZÜGLICH LANGFRISTIGER WACHSTUMSAKTIEN, SELBST BEI DEN AKTUELLEN BEWERTUNGEN

Wir bleiben optimistisch, dass innovative, langfristige Wachstumsunternehmen gut für diese komplexen Rahmenbedingungen aufgestellt sind. Zwar sind auch diese Unternehmen vom makroökonomischen Umfeld abhängig, aber wir sind davon überzeugt, dass Unternehmen mit marktführenden Positionen, die einen starken Cashflow generieren und diesen reinvestieren, Wachstum erzielen können, das höher ist und länger anhält als das derzeit vom Markt erwartete – vor allem, da sie häufig über disruptive Geschäftsmodelle verfügen. Das könnte über einen längeren Anlagehorizont zu einer Outperformance der Aktienkurse führen.

Oft werden wir gefragt, ob dieser positive Ausblick bereits in die Bewertungen der Wachstumswerte eingepreist ist, besonders nach der starken absoluten Performance der letzten Jahre. Die aktuellen Bewertungen spiegeln zahlreiche Faktoren wider, unter anderem niedrige Zinsen und überdurchschnittliche langfristige Wachstumserwartungen. Wir sind jedoch der Meinung, dass sie dem von uns erwarteten Wachstum, das auf lange Sicht die Konsenserwartungen übertreffen dürfte – besonders bei Unternehmen mit interessanten langfristigen Perspektiven, jedoch hohen Reinvestitionsquoten – nicht angemessen Rechnung tragen. Für diese Art von Unternehmen verwenden wir daher nicht die gegenwärtigen Gewinne als Grundlage für unsere Bewertungsmethode. Wir sind uns des höheren Risikos bewusst, das mit Unternehmen dieser Art verbunden ist, sind jedoch davon überzeugt, dass dieses Risiko durch ein gutes Verständnis der Fundamentaldaten und die extrem hohen Renditen, die diese Unternehmen generieren können, wenn sie ihre ehrgeizigen Ziele erreichen, gemindert wird.  

SEKTORIELLE GESICHTSPUNKTE

Im dritten Quartal bildeten die Finanzwerte den Sektor mit der besten Performance, gefolgt von Versorgern und Informationstechnologie. Grundstoffe und Energie blieben zurück. Im nachlaufenden Einjahreszeitraum konnten die Energiewerte die höchsten Marktrenditen verzeichnen. Auch die Sektoren Finanzen, Kommunikationsdienstleistungen, Informationstechnologie, Industrie und Grundstoffe entwickelten sich gut. Defensive Sektoren wie Konsumgüter und Versorger erzielten unterdurchschnittliche Wertentwicklungen. Informationstechnologie und langlebige Konsumgüter bleiben für Zeiträume von drei und fünf Jahren und nachlaufenden zehn Jahren in Führung.

INFORMATIONSTECHNOLOGIE 

Der Informationstechnologie-Sektor des S&P 500 Index konnte im dritten Quartal 2021 einen Anstieg um 1,4 % verzeichnen und war damit einer der Sektoren mit der besten Wertentwicklung im Gesamtmarkt des S&P 500. Die für den Technologiesektor gemeldeten Gewinne sind auch in der jüngsten Zeit weiterhin sehr gut und bestätigen die grundlegende Stärke vieler Unternehmen sowie die langfristigen Trends. Wir sind davon überzeugt, dass der Markt im aktuellen Umfeld, das von Covid-19 maßgeblich beeinflusst wird und auch dann, wenn sich die weltweite Lage nach und nach normalisiert, weiterhin Unternehmen favorisieren sollte, die ein Asset-light-Geschäftsmodell, disruptive Produkte und ein rascheres organisches Wachstum aufweisen.

GESUNDHEITSWESEN

Im dritten Quartal 2021 stieg der Gesundheitssektor im S&P 500 Index um 1,5 % und übertraf den Gesamtindex, der sich um 0,5 % verbesserte.  Der Gesundheitssektor ist trotz der kurzfristigen Herausforderungen aufgrund makroökonomischer Einflüsse und ‚Sentiment Trading‘ im Zusammenhang mit dem Virus einer der am schnellsten wachsenden Sektoren der internationalen Wirtschaft. Durch das Zusammenwirken von Technologie und Consumerization entsteht ein beispielloser Strom an Innovationen, um unerfüllte medizinische Bedürfnisse zu erfüllen und die Kosten zu reduzieren.  Diese Entwicklung wird dauerhafte Auswirkungen auf die Patientenerfahrung haben, denn das Gesundheitswesen entwickelt sich stärker hin zu Vorsorgemedizin und einem ergebnisorientierten Wirtschaftsmodell.  Dieses Umfeld bietet einzigartige Gelegenheiten für Kapitalallokationen in zahlreiche Unternehmen des Gesundheitssektors. Die jüngsten Entwicklungen bei der FDA, ein wohlwollendes regulatorisches Umfeld seitens Washington D.C. und verstärkte Unterstützung für Bioforschung in den USA und anderen Ländern in Kombination mit verbesserten Protokollen im Zusammenhang mit COVID-19 lassen uns das zukünftige Wachstumspotenzial des Sektors mit großem Optimismus sehen.

FINANZWERTE

Die Rendite der Finanzwerte betrug im dritten Quartal 2021 2,6 %; sie übertrafen den S&P 500 Index, der eine Rendite von 0,5 % erzielte. Die Erholung der Gewinne wird zwar in gewissem Maße noch durch die Ausbreitung der Delta-Variante gemindert, aber die Gewinnerholung setzt sich fort. Zu den positiven Faktoren für den Sektor zählten im dritten Quartal 2021 vor allem die Durchführung der Impfkampagnen, die anhaltende (aber nicht lineare) Stärke der Konjunkturerholung, die mit der Wiedereröffnung zusammenfiel, bessere Kreditbedingungen, relativ höhere Zinsen und die anhaltenden Auswirkungen des zweiten Konjunkturmaßnahmen-Pakets. Das aktuelle Umfeld bleibt günstig für Universalbanken und Makler/Assetmanager, da die Kapitalmärkte sehr robust und die Kosten gut unter Kontrolle sind. Die Dimension ist zum Wettbewerbsvorteil geworden, und wir sehen Geschäftsmodelle mit großer Reichweite und höheren Rentabilitätskennzahlen positiv. Außerdem äußern sich die höheren Zinsen (insbesondere bei einer steileren Renditekurve) in höheren Zinseinnahmen und Gewinnen für die regionalen Banken, wenngleich dies bereits weitgehend in die Aktienkurse eingerechnet ist.

MIDSTREAM-INFRASTRUKTUR

Der Alerian MLP Index ging im dritten Quartal um 5,7 % zurück, während der Alerian Midstream Energy Index, der eine größere Gruppe an Midstream-Infrastrukturunternehmen und MLP umfasst, 2,8 % einbüßte. Die Schwäche zu Beginn des Quartals wurde weitgehend durch eine starke Erholung der Energiepreise im letzten Monat gemindert, die auf solide Gewinne, hohe Rohstoffpreise und Zeichen dafür, dass die Delta-Variante ihren Höhepunkt erreichen könnte, folgte. Die verbesserten Fundamentaldaten spiegeln sich schließlich auch zunehmend in den Aktienkursen wider, jedoch könnten die Anleger eine Atempause einlegen, da der genaue Zeitpunkt der vollständigen Wiedereröffnung der Wirtschaft in den USA und weltweit unklar ist. Aufgrund der sich weiter langsam verbessernden Wirtschaftsaktivität dürften Aktien nach und nach nicht nur die kurzfristig beschleunigte Konjunkturerholung, sondern auch die langfristig positive Wirkung der stark transformierenden Unternehmensreform widerspiegeln, die in den letzten Jahren stattgefunden hat. Damit die weltweite Energiereform erfolgreich sein kann, dürften zahlreiche Energiequellen nötig sein. Kohlenwasserstoffe dürften weiterhin eine Rolle spielen, was nicht nur die zukünftige Nachfrage nach den Rohstoffen, sondern auch den unentbehrlichen Logistiksystemen für deren Transport fördern dürfte. Aufgrund ihrer physischen Infrastruktur verfügen Midstream-Infrastrukturunternehmen über schwer nachzubildende Produktionsnetzwerke mit hohen Markteintrittsbarrieren, und ihre Anpassungsfähigkeit für den Transport anderer Energiequellen wird unterschätzt. Die Geschäftsführungsteams sind sich der Rolle, die diese Unternehmen in unserer Energie-Zukunft spielen werden, zunehmend bewusst. Sie konzentrieren sich nicht nur auf deren Umweltauswirkungen, sondern auch darauf, wie ihre vorhandenen Anlagen Teil einer umweltfreundlicheren Zukunft werden können.  

VERSORGER

Der Versorgungssektor verbesserte sich im dritten Quartal 2021 um 1,5 % und übertraf damit geringfügig die Rendite des S&P 500 (0,5 %). Dieser Sektor war in den letzten zwölf Monaten trotz der zugrundeliegenden, starken Fundamentaldaten der Sektor mit der schlechtesten Performance. Wir finden ihn weiterhin attraktiv. Die Gründe dafür sind die noch immer unterdurchschnittlich niedrigen Zinssätze, die vorhersagbaren Fundamentaldaten des Sektors und seine Fähigkeit, trotz der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit stabile Dividenden zu bieten. Wir sind davon überzeugt, dass er in Anbetracht der potenziellen Wachstumsmöglichkeiten durch Investitionen in erneuerbare Energien zudem ein Wachstum der Gewinne je Aktie oberhalb der historischen Bandbreite von 3 % bis 5 % erzielen dürfte.

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