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Der High-Yield-Ausblick: Rettung der Zombies, bessere Fundamentaldaten und Geldpolitik

Aviva Investors | 29.12.2020 12:22 Uhr
Kevin Mathews, Sunita Kara & Brent Finck, High-Yield-Portfoliomanager bei Aviva Investors / © Aviva Investors
Kevin Mathews, Sunita Kara & Brent Finck, High-Yield-Portfoliomanager bei Aviva Investors / © Aviva Investors

Die drei Aviva Investors High-Yield-Portfoliomanager Kevin Mathews, Brent Finck und Sunita Kara sind überzeugt, dass folgende drei Themen die Anlageklasse im Jahr 2021 prägen werden.

1. Nicht alle Zombies sind dauerhaft verloren

Größter Treiber des High-Yield-Marktes im kommenden Jahr wird der Wettlauf zwischen dem Coronavirus und den Impfstoffen sein. Die nächsten Monate werden hart – doch sobald die flächendeckende Versorgung mit mindestens einem Impfstoff beginnt, könnte dies auch einige der viel diskutierten Zombie-Unternehmen retten.

Der High-Yield-Markt schwankt derzeit zwischen Nachrichten zu den Impfstoffen, ihrer Wirksamkeit und ihrer möglichen Verfügbarkeit in verschiedenen Regionen sowie der Entwicklung der täglichen Fallzahlen. Im kommenden Jahr dürften die Volatilitätsschübe allmählich abnehmen, da High-Yield-Unternehmen einen klareren Überblick bekommen.

Die vom Coronavirus am härtesten getroffenen Unternehmen im Reise- und Freizeitsektor werden ihren Betrieb wiederaufnehmen können, sobald ein ausreichend großer Teil der Bevölkerung geimpft ist. Im Jahr 2020 waren viele von ihnen zu sogenannten Zombie-Unternehmen geworden, da sie enorme Mengen an Schuldtiteln ausgegeben hatten, um sich bis zur Wiederaufnahme ihrer Geschäftstätigkeit über Wasser zu halten. Nach bis zu einem Jahr mit keinen oder nur sehr geringen Einnahmen werden sie langsam zur Normalität zurückkehren – nicht alle Zombies sind also dauerhaft verloren.1

2. Geduld dürfte sich auszahlen

Die Wende bei den Fundamentaldaten der Unternehmen wird den High-Yield-Markt ebenfalls prägen. Im Laufe des Jahres 2021 wird der Markt einen Höchststand bei Ausfällen und Verschuldung verzeichnen – ein direkter Nebeneffekt des anziehenden Ertragswachstums.

Die Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit von High-Yield-Unternehmen und die daraus resultierende Rückkehr zum Ertragswachstum wird es einigen Unternehmen ermöglichen, einen Ausfall zu vermeiden. Sobald die Sicht klarer wird, dürften die Ausfallraten sinken. Zudem wird es den Unternehmen möglich sein, ihren Verschuldungsgrad zu senken, der dieses Jahr ihr Überleben gesichert hat. Einige der am härtesten getroffenen Anleihen könnten ein starkes Comeback erleben, wenn die emittierenden Unternehmen lange genug überleben, um wieder Geld verdienen zu können.2

3. Deutlicher Aufschwung der Fundamentaldaten erwartet

Angesichts der angepassten Inflationsziele der US-Notenbank Fed sowie der Lektionen aus der globalen Finanzkrise dürften die Zentralbanken die Zinsen niedrig halten und ihre Anleihekäufe für einige Zeit fortsetzen. Daraus wird im Jahr 2021 wahrscheinlich ein erneut hoher Refinanzierungsgrad folgen.

Die Fed hat bei ihrer diesjährigen Überprüfung ihrer geldpolitischen Strategie ihre Inflationsziele angepasst und lässt nun zu, dass die Inflation vorübergehend über zwei Prozent hinausgeht. Es wird allgemein erwartet, dass die Europäische Zentralbank bei der Veröffentlichung ihrer eigenen Überprüfung 2021 einen ähnlichen Standpunkt einnimmt. Zudem haben diese beiden Notenbanken die Gefahren erkannt, die mit einer verfrühten Straffung der Geldpolitik einhergehen und die sich im Zuge der globalen Finanzkrise gezeigt haben.

Diese gemeinsame neue Haltung zweier bedeutender Notenbanken dürfte eine weiterhin lockere Geldpolitik mit sich bringen, auch wenn die Beschäftigungssituation sich verbessert und sich Zeichen einer anziehenden Inflation bemerkbar machen.

Angesichts anhaltend niedriger Zinsen wird der High-Yield-Markt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein weiteres Jahr mit erhöhtem Angebot erleben, da die Unternehmen die günstigen Bedingungen zur Refinanzierung nutzen werden. Derzeit bieten sich den Unternehmen attraktive Bedingungen dafür, an den Markt zurückzukehren und zusätzliches Fremdkapital aufzunehmen – seien es kurzfristigere oder kostspieligere Schuldtitel oder beides.

Die Renditen dieser Anlageklasse liegen historisch niedrig, nicht aber die Credit Spreads: Hier scheint es noch Raum zur Verengung zu geben. Da für nächstes Jahr allgemein mit mindestens einem Impfstoff und einer anhaltend lockeren Geldpolitik gerechnet wird, dürfte der High-Yield-Markt zudem einen deutlichen Umschwung bei den Fundamentaldaten der Unternehmen erleben. All dies würde die Anlageklasse stützen.

Unternehmen, die von der Pandemie besonders hart getroffen wurden, sich aber über Wasser halten konnten, dürften erhebliche Zuwächse verzeichnen, sobald wieder Normalität einkehrt. Hier ist ein selektiver Ansatz jedoch unverzichtbar, da nicht alle Unternehmen genug Liquidität aufnehmen konnten, um die gesamte Krise durchzustehen. Emittenten, die nicht über den nötigen Spielraum verfügen, um bis zum Neustart ihres Geschäfts zu überleben, sind dringend zu meiden. 

Kevin Mathews, Sunita Kara & Brent Finck, High-Yield-Portfoliomanager bei Aviva Investors

1 “Global high yield: Stimulus fuels the march of the zombies”, Aviva Investors, 27. Oktober 2020. https://www.avivainvestors.com/en-gb/views/aiq-investment-thinking/2020/10/rise-zombies-global-high-yield/

2 “Home and leisure in a pandemic: Girls (and boys) still want to have fun”, Aviva Investors, 13. Oktober 2020. https://www.avivainvestors.com/en-gb/views/aiq-investment-thinking/2020/10/covid-19-impact-on-home-and-leisure/

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