Mit Blick auf die Fixed-Income-Märkte im Frühjahr 2026 sehen die Experten von State Street Investment Management ein konstruktives, wenn auch anspruchsvolles Umfeld für Investoren. Hier schaffe die globale, geldpolitische Divergenz ein asymmetrisches Chancenprofil entlang der globalen Zinsstrukturkurven, während Carry-Strategien, aber auch ein flexibler Ansatz beim Auswählen zusätzlicher Ertragspfeiler erneut an Bedeutung gewännen.
State Street zufolge rücke in den USA der Übergang in Richtung Neutralzins peu a peu in den Fokus. Hierbei erwarte der Vermögensverwalter insgesamt drei Fed‑Cuts im Jahr 2026, was die Fed Funds Rate in die Nähe von 3 % führen und damit das untere Ende des Zyklus markieren würde. „Für Investoren bedeutet das: Duration nicht nur im kurzen Bereich, sondern auch im mittleren Laufzeitenbereich gewinnt wieder an Attraktivität“, so Konrad Kleinfeld, Leiter für Fixed Income Distribution EMEA bei State Street Investment Management. Die bereits zugenommene Steilheit der US-Kurve, gepaart mit rückläufiger Volatilität im Belly der Kurve, schaffe daher ein Umfeld für eine maßvolle Verlängerung der Duration. Längere Laufzeiten sehe er weiterhin unter Druck durch den Anstieg des sogenannten Term-Premiums.
Im Vereinigten Königreich bleibe die Aussicht für die Rentenmärkte hingegen eher defensiver Natur. Kleinfeld erläutert: „Der unsichere Inflationsausblick und ein weiterhin politisch sensitives Makrogefüge rechtfertigen weiterhin ein klares Übergewicht im Front‑End.“ Hier erscheine das Rendite‑Duration‑Profil im 1-5‑Jahres‑Segment der Kurve außergewöhnlich attraktiv und sollte zudem einigermaßen immun gegen angebotsbedingte Belastungen am langen Ende sein.
Im Euroraum schafften das aktuelle Zinsniveau und die Zinspause der EZB neuen Spielraum und Fokus auf Carry-Strategien. Gleichzeitig erscheine das Spreadniveau bei klassischen Unternehmensanleihen schon recht eng. „Hier schauen wir uns Alternativen wie beispielsweise AAA-CLOs innerhalb Europas aber auch Emerging‑Market‑Lokalwährungsanleihen und globale Wandelanleihen im Sinne der globalen Diversifikation und aufgrund attraktiver Realrenditen, geringer Korrelationen zu US-Treasuries und asymmetrischen Renditenprofilen an“, führt der Experte aus. Dies könne helfen Portfolien widerstandsfähiger gegenüber einem K‑förmig divergierenden Wachstumspfad einzelner Ökonomien zu positionieren.
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