Technologiesektor: Kurzfristige Korrektur in volatilerem Marktumfeld

Jennifer Bender, Global Chief Investment Strategist bei State Street Investment Management, ordnet den aktuellen Ausverkauf im Technologiesektor als kurzfristige Korrektur ein. Gewinnmitnahmen, geopolitische Unsicherheit und höhere Marktvolatilität dürften Anleger weiter begleiten. State Street Investment Management | 24.06.2026 12:09 Uhr
Jennifer Bender, Global Chief Investment Strategist bei State Street Investment Management / © e-fundresearch.com / State Street Investment Management
Jennifer Bender, Global Chief Investment Strategist bei State Street Investment Management / © e-fundresearch.com / State Street Investment Management

Wir halten den aktuellen Ausverkauf im Technologiesektor für vergleichbar mit den anderen kurzfristigen Rücksetzern, die wir in diesem Jahr bereits erlebt haben und die in der Regel nicht länger als einige Tage andauern. Wie schon in der Vergangenheit wird die aktuelle Korrektur vor allem von Gewinnmitnahmen getrieben – insbesondere in Märkten mit einem hohen Anteil privater Anleger, wie Südkorea, sowie durch kurzfristig orientierte Marktteilnehmer wie Hedgefonds und andere taktisch agierende institutionelle Investoren. Wir gehen davon aus, dass solche Volatilitätsphasen auch künftig wieder auftreten werden. Wir befinden uns in einem Umfeld strukturell höherer Volatilität – eine Entwicklung, die angesichts der Veränderungen der globalen Ordnung nicht überrascht. Der geopolitische Wandel führt dazu, dass politische Entwicklungen schwerer vorhersehbar sind, die Weltordnung zunehmend von Wettbewerb und Machtpolitik geprägt wird und die Aktienmärkte eine höhere Konzentration aufweisen. Vor diesem Hintergrund gehen wir davon aus, dass derartige Marktschwankungen auf absehbare Zeit Bestand haben werden.

Von Jennifer Bender, Global Chief Investment Strategist bei State Street Investment Management 

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