Alger on the Money: In Schulden ertrinken?

Der enorme fiskalische Stimulus als Reaktion auf die Corona-Pandemie hat die ohnehin schon massive globale Schuldenlast weiter ansteigen lassen. Wird die Weltwirtschaft unter der immer weiter anschwellenden Schuldenflut ertrinken oder kann sie sich über Wasser halten? La Française Systematic Asset Management | 30.06.2021 10:16 Uhr
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  • Kürzlich veröffentlichte Daten zeigen einen Anstieg der weltweiten Verschuldung im letzten Jahr um 15 %,  ein Rekordwert von 221 Billionen US-Dollar bzw. 290 % des globalen BIP. Der Großteil des Anstiegs um 28 Billionen US-Dollar war auf einen 25-prozentigen Anstieg der Staatsverschuldung zurückzuführen. 
  • Die niedrigen Zinssätze haben jedoch die Kosten für die Bedienung der Schulden relativ niedrig gehalten. Selbst in den USA, wo die Zinssätze höher sind als in den meisten Industrieländern, beträgt die Schuldenlast des privaten Sektors im Verhältnis zum Einkommen nur 14,2 %. Der 20-Jahres-Durchschnitt liegt bei 15,6 %. Darüber hinaus schätzt das Congressional Budget Office, dass die Zinsen für die Bundesschulden in diesem Jahr 1,4 % des BIP ausmachen werden und damit niedriger sind als noch vor 15 Jahren.
  • Obwohl die Zinszahlungen in den USA sowohl im föderalen als auch im privaten Sektor noch nicht so hoch sind, dass sie einen überproportionalen Anteil unserer Ressourcen in Anspruch nehmen, glauben wir, dass sich in den nächsten Jahrzehnten bezüglich der ungebremsten Schuldenlast etwas ändern muss. Ungeachtet des sehr schnellen Wirtschaftswachstums in diesem Jahr, glauben wir, dass dieses Schuldenproblem auf lange Sicht ein langsameres reales Wirtschaftswachstum impliziert. Dies könnte eine Prämie für die Unternehmen bedeuten, die in der Lage sind, ihr eigenes säkulares Wachstum zu generieren. Hierzu könnten Unternehmen gehören, die in den Bereichen Solarenergie, Online-Wetten, E-Commerce, Cloud Computing, Streaming Media, künstliche Intelligenz und neuartige medizinische Behandlungen tätig sind.

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