Nachranganleihen im April: CoCos führen Erholung an

Nachranganleihen haben im April einen Großteil ihrer März-Verluste aufgeholt. Vor allem CoCos entwickelten sich stark, während hybride Unternehmensanleihen trotz hoher Primärmarktaktivität zurückblieben. Auch die Berichtssaison europäischer Banken liefert wichtige Signale. La Française Systematic Asset Management | 08.05.2026 10:19 Uhr
Paul Gurzal, Co-Head of Fixed Income und Jérémie Boudinet, Head of Financial and Subordinated Debt, Crédit Mutuel Asset Management / © e-fundresearch.com / La Française AM
Paul Gurzal, Co-Head of Fixed Income und Jérémie Boudinet, Head of Financial and Subordinated Debt, Crédit Mutuel Asset Management / © e-fundresearch.com / La Française AM

Nachdem sich die Aktienmärkte erholt hatten, konnten nachrangige Anleihen zumindest hinsichtlich der Spreads einen Großteil ihrer im März erlittenen Verluste wieder wettmachen. CoCos schnitten mit einer Performance von +2,4 % im Monatsverlauf deutlich besser ab als alle anderen Anleihearten (einschließlich High Yields), während Tier-2-Instrumente von Versicherungen und Banken um +1,1 % und hybride Unternehmensanleihen um +0,9 % zulegten. Die CoCo-Spreads kehrten fast auf ihr Vorkrisenniveau zurück und fielen von einem Höchststand von 317 Basispunkten auf 257 Basispunkte zum Monatsende (gegenüber 246 Basispunkten am 26.02.). Versicherungs-Tier-2-Anleihen schlossen den Monat bei 117 Basispunkten, verglichen mit 111 Basispunkten am 26.02., und hybride Unternehmensanleihen liegen bei 171 Basispunkten, verglichen mit 154 Basispunkten am 26.02.

Die unterdurchschnittliche Entwicklung von hybriden Unternehmensanleihen hinsichtlich der Spread-Verengung lässt sich durch eine sehr hohe Aktivität am Primärmarkt erklären. In der zweiten Aprilhälfte verging kein einziger Tag ohne mindestens eine Neuemission. Die Anlageklasse, in der seit Jahresbeginn bereits Emissionen im Wert von über 30 Mrd. Euro platziert wurden, diversifiziert sich in Bezug auf Sektoren und Regionen. Neue Emittenten werden von folgenden Faktoren angezogen: (i) dieser schnellen Möglichkeit, Eigenkapital zu niedrigen Kosten im Vergleich zu Senior-Anleihen zu beschaffen (durchschnittlich weniger als 100 Basispunkte seit Jahresbeginn) und (ii) der entgegenkommenderen Methodik von Moody’s, die weniger restriktive Emissionsformate zulässt. Für zyklische Emittenten, die ihre Bilanzen angesichts eines sich abzeichnenden ungünstigeren makroökonomischen Umfelds stärken möchten, bietet dieses Segment eine gute Gelegenheit, ihre Leverage-Kennzahlen zu verbessern. Zu den Emittenten dieses Monats zählten Stora Enso, Elia, Grand City Properties, Var Energi, Amprion, Abertis, Redeia (Red Electrica), Roquette Frères, General Mills und Engie. Bemerkenswert ist, dass die Emissionen nachrangiger Finanzanleihen in diesem Zeitraum relativ verhalten ausfielen.

Die Berichtssaison verläuft für die europäischen Banken zufriedenstellend. Wir beobachten relativ stabile Trends bei den Quoten notleidender Kredite, einen leichten Anstieg der vorsorglichen Rückstellungen und Solvabilitätskennzahlen, die im ersten Quartal erwartungsgemäß gesunken sind (normaler saisonaler Trend). Die großen europäischen Investmentbanken (Deutsche Bank, Barclays, BNP, SocGen) verzeichnen im Vergleich zu ihren US-amerikanischen Pendants geringere Gewinne.

Von Paul Gurzal, Co-Head of Fixed Income und Jérémie Boudinet, Head of Financial and Subordinated Debt, Crédit Mutuel Asset Management

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Quelle: Bloomberg, Zahlen zum 30.04.2026

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