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Stilwechsel in 2021: Rotation in Value

Luke Newman, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors, über die besonderen Herausforderungen, die die Pandemie im Jahr 2020 mit sich brachte, sowie die Aussichten für Absolute Return in den kommenden Monaten: Janus Henderson Investors | 17.12.2020 07:46 Uhr
Luke Newman, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors / © Janus Henderson Investors
Luke Newman, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors / © Janus Henderson Investors

Im Jahr 2020 gab es viele Unsicherheiten – darunter die Entwicklung der Wirtschaft, da die Länder auf die Ausbreitung von Corona reagierten und sich entsprechend anpassten, sowie der politische Zirkus um den Brexit und die US-Wahlen. Zu Beginn des Jahres war die Investorenstimmung zunächst gut: es herrschte eine vermeintliche Klarheit in Bezug auf den Brexit unter einer konservativen Regierung mit absoluter Mehrheit, es gab Anzeichen einer Deeskalation der Spannungen im Nahen Osten und Fortschritte bei den Handelsgesprächen zwischen den USA und China. Dies änderte sich mit der Ausbreitung von Corona schlagartig gegen Ende des ersten Quartals, als der Markt beträchtliche wirtschaftliche Verwerfungen einpreiste und den Regierungen bewusst wurde, dass eine globale Pandemie drohte.

Bei der Absolute-Return-Strategie kann der Einsatz von Brutto- und Netto-Exposure dazu beitragen, das Risiko zu minimieren oder zu erhöhen, um Marktvolatilitäten gerecht zu werden. Gleichzeitig gab es in verschiedenen Phasen des Jahres 2020 Möglichkeiten, sowohl auf der Long- als auch auf der Short-Seite der Märkte zu investieren. Wir haben vier verschiedene Phasen identifiziert, die jeweils ein umfassenderes Instrumentarium zur Unternehmensbewertung erforderte, als dies in den letzten Jahren der Fall war: Risikoreduzierung, Rekapitalisierung, „Unlocking“ und Value-Rotation.

Die vier Phasen von Risiko und Chance

In der ersten Phase, als die Pandemie ausbrach, wurde das Risiko stark reduziert. Als die Regierungen Maßnahmen ergriffen, um den Virus einzudämmen, war der Kontrast zwischen den Prognosen für Unternehmen, die lebenswichtige Lebensmittel und Waren liefern, und denjenigen, die zur Schließung gezwungen waren, riesig. Zu Beginn des Sommers lag der Fokus auf Unternehmen, die ihre wirtschaftliche Lage verbessern wollten, was eine Reihe von Risiken und Chancen für Long- und Short-Investoren mit sich brachte. Es gab viele Unternehmen, die zwar kein unmittelbares Liquiditätsproblem hatten (Kreditfazilitäten wurden mithilfe der Zentralbanken bedient), aber dringend ihren Verschuldungsgrad in den Griff bekommen wollten.

Im weiteren Verlauf des Sommers kam es dann zu starker Handelsnachfrage, als die Unternehmen wieder öffneten und sich die Konjunktur zu erholen begann. Zu diesem Zeitpunkt war Großbritannien für Anleger attraktiv, da viele Aktien aufgrund von betrieblichen Unsicherheiten stark unterbewertet und Dividendenrenditen im Vergleich zu anderen Märkten (und Anleihen) hoch waren. Doch zu dem Zeitpunkt konnte von einer „Value-Rotation“ noch keine Rede sein. Tatsächlich begannen die Anleger erst im November, Vorteile aus diesen Bewertungen zu ziehen und sich von den seit 2017 gut laufenden „Wachstumsaktien“ zu verabschieden.

Angesichts der bestehenden Risiken belastet die Brexit-Unsicherheit die Stimmung gegenüber dem Vereinigten Königreich nachhaltig und erschwert es den Unternehmen zu planen. Die Frage ist, ob die erhöhten Inflationsrisiken im Jahr 2021 in den Aktienkursen richtig eingepreist sind, nachdem Regierungen und Zentralbanken erhebliche Anstrengungen unternommen haben, die Wirtschaft während der Pandemie am Laufen zu halten.

Klarheit schafft Vertrauen

Trotz allem legten die Aktienmärkte aus zwei Gründen kräftig zu: die US-Wahl am 3. November 2020 und erste Nachrichten über die Entwicklung sowie den Einsatz mehrerer Impfstoffe – Pfizer war das erste Unternehmen, das einen Durchbruch verkündete. Während ein geordneter Machtwechsel in den USA aufgrund von Differenzen über das Wahlergebnis erschwert wird, bedeutet die strittige Kontrolle der Legislative durch die Republikaner (eine „blaue Welle“ im US-Senat konnte entgegen der Erwartungen verhindert werden), dass einschneidende Steuererhöhungen in den USA wahrscheinlich nicht durchgesetzt werden. Wichtig für die globalen Märkte wird das Ausmaß eines etwaigen staatlichen Maßnahmenpakets unter dem designierten Präsidenten Biden sein, mit den daraus resultierenden Auswirkungen auf die Erholung und das Wachstum.

Politische Risiken und die Corona-Pandemie waren wichtige Faktoren in 2020. Ein stabileres Umfeld dürfte Anleger jedoch zu Investitionen ermutigen, was sich positiv auf die Bewertungen auswirken sollte. Mit den ersten Impfungen in Großbritannien Anfang Dezember wird die Liste der „bekannten Unbekannten“ innerhalb der Märkte kürzer, und unser Vertrauen wächst. In Großbritannien exponierte Unternehmen und Sektoren mit einer hohen Konjunktursensitivität, wie z. B. Industrieunternehmen, werden voraussichtlich profitieren, da die Maßnahmen zur Eindämmung von Corona allmählich zurückgenommen werden. Auf der Short-Seite bietet eine größere Aktien-Streuung Chancen, insbesondere bei den Unternehmen, bei denen die Erwartungen an eine Rückkehr zu den Rentabilitätsniveaus vor der Pandemie zu optimistisch erscheinen oder bei denen bereits bestehende Probleme durch die Ereignisse im Jahr 2020 verstärkt wurden.

Luke Newman, Portfoliomanager bei Janus Henderson Investors

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