EZB und Bank of England: Goldman Sachs Asset Management sieht vorerst stabile Leitzinsen

Wie reagieren EZB und Bank of England auf Wachstum, Inflation und Arbeitsmarkt? Simon Dangoor, Deputy CIO of Fixed Income bei Goldman Sachs Asset Management, ordnet die aktuellen Leitzinsentscheidungen der beiden Zentralbanken ein. Goldman Sachs Asset Management B.V. | 19.12.2025 09:56 Uhr
Simon Dangoor, Deputy CIO of Fixed Income bei Goldman Sachs Asset Management / © e-fundresearch.com / Goldman Sachs Asset Management
Simon Dangoor, Deputy CIO of Fixed Income bei Goldman Sachs Asset Management / © e-fundresearch.com / Goldman Sachs Asset Management

Zur Entscheidung der EZB sagt Simon Dangoor, Deputy CIO of Fixed Income bei Goldman Sachs Asset Management: „Ein robustes Wachstum in Kombination mit einer Inflation, die voraussichtlich unter dem Zielwert bleiben wird, spricht dafür, dass die EZB auf absehbare Zeit an ihrer aktuellen Ausrichtung festhält. Zwar besteht im kommenden Jahr ein gewisser Spielraum für weitere Lockerungen, falls die Inflation deutlich unter 2 Prozent fällt, doch hat sich diese Wahrscheinlichkeit zuletzt verringert. Umgekehrt erscheint das Risiko einer Zinserhöhung im Jahr 2026 aus unserer Sicht sehr gering, angesichts des gedämpften Inflationsumfelds – trotz jüngster restriktiverer Töne einzelner Ausschussmitglieder.“

Ergänzend merkt er zur Entscheidung der Bank of England an: „Schwache Konjunkturdaten könnten der Bank of England im kommenden Jahr mehr Spielraum für Zinssenkungen eröffnen, als die Märkte derzeit erwarten. Der Arbeitsmarkt zeigt weiterhin Anzeichen einer Abschwächung, und wir gehen davon aus, dass die Inflation bis 2026 gut kontrollierbar bleibt. Sollten sich diese Entwicklungen weiter bestätigen, könnte der geldpolitische Ausschuss eine deutlich lockerere Haltung einnehmen.“

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