GSAM Studie: Versicherer bleiben zuversichtlich trotz wachsender makroökonomischer Bedenken

Die 15. jährliche globale Versicherungsumfrage von Goldman Sachs Asset Management zeigt, dass mehr als die Hälfte der Versicherer eine Rezession in den USA in den nächsten drei Jahren erwarten. Dennoch geht die überwältigende Mehrheit davon aus, dass der S&P 500 das Jahr 2026 höher abschließen wird, und 26 Prozent planen, ihr Kreditrisiko zu erhöhen. Goldman Sachs Asset Management B.V. | 26.03.2026 10:38 Uhr
Mike Siegel, Global Head of Insurance Asset Management and Liquidity Solutions, Co-Head of the Client Solutions Group in Asien-Pazifik / © e-fundresearch.com / Goldman Sachs Asset Management
Mike Siegel, Global Head of Insurance Asset Management and Liquidity Solutions, Co-Head of the Client Solutions Group in Asien-Pazifik / © e-fundresearch.com / Goldman Sachs Asset Management

Die 15. jährliche globale Versicherungsumfrage von Goldman Sachs Asset Management mit dem Titel „Adaptation in Action“ zeigt, dass für die Mehrheit der teilnehmenden Versicherer geopolitische Spannungen sowie eine Rezession oder eine Konjunkturabschwächung in den USA die wichtigsten makroökonomischen Risiken für ihre Portfolios darstellen. Trotz dieser Bedenken erwarten 88 Prozent der Versicherer, dass der S&P 500 Index im Jahr 2026 steigen wird. 62 Prozent planen, ihre Allokation in Private Assets in diesem Jahr zu erhöhen. Dies steht im Einklang mit den letzten Jahren.

„Die Ergebnisse der Goldman Sachs Asset Management Insurance Survey in diesem Jahr unterstreichen einen anhaltenden Fokus auf KI und Private Markets, da Versicherer nachhaltige Quellen für Rendite, Einkommen und Diversifikation suchen“, sagte Mike Siegel, Global Head of Insurance Asset Management and Liquidity Solutions, Co-Head of the Client Solutions Group in Asien-Pazifik.

Konkret ist Asset-Backed Finance für Versicherer von Interesse, wobei ein Nettoanteil von 38 Prozent plant, ihre Allokationen in den General Account-Portfolios der Assetklasse im nächsten Jahr zu erhöhen. Weitere attraktive Assetklassen sind aus ihrer Sicht:

  • Investment-Grade Private Placements – ein Nettoanteil von 35 Prozent der Versicherer erwartet eine Erhöhung der Allokationen
  • Senior Direct Lending – ein Nettoanteil von 33 Prozent der Versicherer plant eine Erhöhung der Allokationen
  • Private Equity – ein Nettoanteil von 25 Prozent der Versicherer beabsichtigt eine Erhöhung der Allokationen
  • Infrastruktur-Aktien – ein Nettoanteil von 25 Prozent der Versicherer erwartet eine Erhöhung der Allokationen

„In den 15 Jahren, in denen wir diese Umfrage durchführen, hat sich Private Credit zu einer breit gefächerten und fundamentalen Anlageklasse sowie zu einem Kernbestandteil des Portfolios von Versicherern entwickelt, die ihre Rendite- und Laufzeitbedürfnisse adressieren wollen. Sie sind erfahrene Investoren mit der Möglichkeit, in den Kreditzyklen opportunistisch zu investieren. Unserer Ansicht nach verfügen sie über Kapital mit langfristigem Horizont und sind gut aufgestellt, um in volatileren Märkten als bevorzugter Kreditgeber für bonitätsstarke Kreditnehmer zu fungieren“, fügte Siegel hinzu.

Rezession und geopolitische Sorgen überwiegen die Inflation

Auf die Frage nach den größten makroökonomischen Risiken für ihre Investmentportfolios nannten die Versicherer:

  • Wirtschaftsabschwung / Rezession in den USA (52 Prozent)
  • Geopolitische Spannungen (52 Prozent)
  • Bewertungen der Kredit- und Aktienmärkte (46 Prozent)
  • Inflation (42 Prozent)
  • Volatilität der Kredit- und Aktienmärkte (30 Prozent)

Bemerkenswert ist die Prognose von 55 Prozent der Versicherer weltweit, dass die USA innerhalb der nächsten drei Jahre in eine Rezession eintreten werden. Dies ist ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 46 Prozent vor einem Jahr. Dennoch bleiben die Versicherer optimistisch in Bezug auf den S&P 500 Index in diesem Jahr, wobei 55 Prozent eine Gesamtrendite zwischen fünf Prozent und weniger als zehn Prozent erwarten. 18 Prozent prognostizieren eine Rendite zwischen zehn Prozent und weniger als 20 Prozent.

Goldman Sachs Global Investment Research erwartet, dass der S&P 500 Index 2026 eine Gesamtrendite von zwölf Prozent erzielen wird, da ein zweistelliges Wachstum des Gewinns pro Aktie, anhaltende wirtschaftliche Resilienz und weitere geldpolitische Erleichterungen günstige Bedingungen für US-Aktien schaffen (Quelle: GIR US Equity Views, 13. März 2026).

Weltweit erwarten die meisten Versicherer (79 Prozent), dass der Leitzins der US-Notenbank moderat auf einen Wert von 3 bis 3,5 Prozent sinken wird. 81 Prozent erwarten, dass die zehnjährigen US-Staatsanleihen bis Ende des Jahres in einem Zinskorridor von 3,5 bis 4,5 Prozent liegen werden.

„Das Investitionsumfeld ist in kurzer Zeit vielschichtiger und komplexer geworden. Schwankende makroökonomische Bedingungen, geopolitische Veränderungen und schnelle technologische Fortschritte schaffen ein Umfeld, in dem eine disziplinierte Asset-Auswahl sowohl auf privaten als auch öffentlichen Märkten wichtiger ist denn je“, sagte Jared Klyman, Global Head of the Insurance Asset Management Business bei Goldman Sachs Asset Management.

Die Assetklassen, in denen die Versicherer in den nächsten zwölf Monaten die höchsten Gesamtrenditen erwarten, umfassen:

  • Private Equity (18 Prozent)
  • US-Aktien (17 Prozent)
  • Rohstoffe (13 Prozent)
  • Schwellenländeraktien (zwölf Prozent)
  • Private Equity Secondaries (acht Prozent)

Einführung von Künstlicher Intelligenz beschleunigt sich

Die meisten Versicherer nutzen derzeit bereits Künstliche Intelligenz (KI) (62 Prozent) oder erwägen deren Nutzung (34 Prozent). Die häufigsten KI-Anwendungen, die genannt wurden, umfassen: Reduzierung von Betriebskosten (83 Prozent), Evaluierung von Investitionen (42 Prozent), Risikobewertung von Versicherungen (38 Prozent) sowie Marketing/Kundengewinnung (33 Prozent)

Weltweit glaubt die Mehrheit der Versicherer (56 Prozent), dass die größten Renditen aus Investitionen in KI im Bereich Infrastruktur/Datenzentren zu finden sind.

„Wir glauben, dass KI und die nächste Generation digitaler Infrastruktur eine der breitesten und bedeutendsten Investitionsmöglichkeiten unserer Lebenszeit darstellen. Mit der großen Rechenleistung und der Entwicklung von kritischen Lieferketten, Komponenten und Dienstleistungen, die erforderlich sind, um die Nachfrage zu decken, sehen wir eine Welle von beispiellosen Chancen für Investoren, Wert über alle Elemente des KI-Ökosystems zu schaffen“, sagte Leonard Seevers, Partner, Digital Infrastructure Investing.

Eine Download-Version der Studie erhalten Sie unter Global Insurance Survey 2026: Adaptation in Action

Methodik

Die 15. jährliche globale Versicherungsumfrage von Goldman Sachs Asset Management bietet wertvolle Perspektiven von führenden Senior Investment-Professionals, einschließlich Chief Investment Officers (CIOs) und Chief Financial Officers (CFOs). Die Umfrage beleuchtet Themen wie das aktuelle makroökonomische Umfeld, Asset-Allokation, erwartete Renditen, Portfolioaufbau und Kapitalisierung der Branche.

Die Befragten repräsentieren Versicherungsunternehmen, die etwa die Hälfte der Gesamtbilanzsumme der globalen Versicherungsindustrie verwalten. Die Unternehmen, die an der Umfrage teilnahmen, umfassen das gesamte Spektrum der Versicherungsbranche und unterscheiden sich in Größe, geografischer Region und Geschäftsbereichen.

Die Antworten wurden von 434 Teilnehmern im Zeitraum vom 11. Januar bis 3. Februar 2026 gesammelt.

Der S&P 500 Index ist der Standard & Poor's 500 Composite Stock Prices Index der 500 Aktien, ein nicht verwalteter Index von Aktienkursen. Die Indexzahlen reflektieren keine Abzüge für Gebühren, Ausgaben oder Steuern. Es ist nicht möglich, direkt in einen nicht verwalteten Index zu investieren. Die vergangene Performance garantiert keine zukünftigen Ergebnisse, die variieren können.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

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