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Perspektivwechsel: Am Wendepunkt grün investieren

Die Zeichen stehen auf Wechsel: Weltweit beschäftigt der Klimawandel die Menschen, dies hat sich zuletzt auch bei den Wahlen in Deutschland deutlich bemerkbar gemacht. Wir stehen vor einer grünen Revolution, von der wir glauben, dass sie das Ausmaß der industriellen Revolution und die Geschwindigkeit der digitalen Revolution haben wird – mit Möglichkeiten, sowohl attraktive Renditen zu erwirtschaften als auch einen positiven Einfluss auf die Umwelt zu erzielen. Goldman Sachs Asset Management | 29.09.2021 21:18 Uhr
Alexis Deladerriere, Leiter International Developed Markets Equity bei Goldman Sachs Asset Management / © e-fundresearch.com / Goldman Sachs Asset Management
Alexis Deladerriere, Leiter International Developed Markets Equity bei Goldman Sachs Asset Management / © e-fundresearch.com / Goldman Sachs Asset Management

Der Klimawandel und seine verheerenden Auswirkungen, siehe hierzulande unlängst in Eifel und Ahrtal, sind nicht neu. Seit in den 1970er Jahren die ersten konkreten Beweise für den Ozonabbau vorgelegt wurden, streiten sich Wissenschaft und Umwelt mit Politikern und Industriellen darüber, was zu tun ist. In den vergangenen 40 Jahren wurde dieser Kampf mit relativer Gleichgültigkeit, wenn nicht sogar Skepsis, seitens der Verbraucher und Wähler weltweit geführt. Bislang!

Die jüngste Demonstration eines konzertierten internationalen Versuches, die Erderwärmung einzudämmen und die CO2-Emissionen zu reduzieren, ist das Pariser Übereinkommen von 2016. Hauptziel: Den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu begrenzen – und den Temperaturanstieg durch weitere Maßnahmen bis 2030 auf 1,5 °C gegenüber vorindustriellen Werten einzuschränken, da dies die Risiken und Folgen des Klimawandels deutlich verringern würde.

Wenn wir jedoch nur von den derzeitigen national festgelegten Klimaschutzverpflichtungen ausgehen, wird die Erderwärmung vermutlich deutlich über die derzeitigen Ziele hinausschießen – und könnte bis 2100 3 °C erreichen.(1) Um den weltweiten Temperaturanstieg auf 1,5 °C zu begrenzen, müssen die CO2-Emissionen laut wissenschaftlicher Erkenntnisse bis 2030 unter 25 Gigatonnen (Gt) gesenkt werden. Mit den aktuellen Maßnahmen der Mitgliedsstaaten werden die Emissionen bis dahin etwa 50 Gt CO2e betragen – und damit doppelt so hoch wie das angestrebte Umweltziel sein.(2)

Der Kraftakt: Die Emissionslücke verringern. Um das Ziel des Pariser Übereinkommens, die Erderwärmung auf ≤ 1,5°C zu begrenzen, erreichen zu können, müssen die Treibhausgasemissionen (THG) bis 2030 um etwa 50 % reduziert werden.

Am 9. August 2021, fünf Jahre nach der Unterzeichnung des Pariser Übereinkommens, veröffentlichte der Weltklimarat der Vereinten Nationen (Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz: IPCC) einen Bericht über den wissenschaftlichen Kenntnisstand zu den naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels, der uns eine schonungslos ehrliche Einschätzung der aktuellen Lage bietet. Die Hauptaussagen unterstreichen, wie ernst und akut der Zustand ist:(3)

1. Durch menschliche Eingriffe verursacht: Der Einfluss des Menschen auf das Klima unseres Planeten ist eindeutig, schwerwiegend und beispiellos

2. Hier um zu bleiben: Die Temperaturen werden bis mindestens Mitte des Jahrhunderts weiter ansteigen und viele Veränderungen im Klimasystem sind unumkehrbar – nicht nur über Jahrzehnte, sondern möglicherweise über Jahrtausende.

3. Es ist Zeit zu handeln: Nach den verschiedenen Emissionsszenarien des Weltklimarats bleiben uns nur noch ganz wenige Möglichkeiten – aber immerhin gibt es noch einen Weg –, um die Erderwärmung auf 1,5 C zu begrenzen.

Der von 234 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in über 60 Ländern verfasste Bericht macht deutlich, dass alle Länder rund um den Globus sofort handeln und die erforderlichen politischen Maßnahmen ergreifen müssen, wenn wir die drastischen Emissionsreduzierungen rechtzeitig erreichen wollen. Bis zum jetzigen Zeitpunkt haben es die politischen Entscheidungsträger weltweit nicht geschafft, einschneidendere Maßnahmen zu vereinbaren.

Ohne regulatorische Vorschriften ändert sich im Unternehmenssektor in der Regel nur etwas, wenn es kommerzielle Gründe gibt. Und bisher haben die Verbraucher und Wähler weltweit nicht klar und einheitlich signalisiert, dass sie zum Schutz des Klimas bereit sind, höhere Kosten zu tragen. Kurzum: Wie der IPCC-Bericht andeutet, war der Wille der Menschen, der Industrie und der Politik bis jetzt nicht darauf gerichtet, nennenswerte Änderungen bei der Emissionsreduktion und nachhaltigen Praktiken zu erzielen. Dennoch sind wir der Meinung, dass die grüne Revolution eingesetzt hat.

Ein Millenium-Problem – eine Millenials-Lösung

Seit vielen Jahren haben eine allgemeine Gleichgültigkeit gegenüber dem Klimawandel und der Glaube, dass jemand anderes das Problem lösen wird, dazu geführt, dass nur wenig unternommen wurde. Den jüngeren Generationen, allen voran der einflussreichsten Bevölkerungsgruppe auf dem Planeten – den Millennials –, wird heute jedoch zunehmend bewusst, welche Konsequenzen diese Tatenlosigkeit haben kann. Sie sehen das Problem aus einer anderen Perspektive. Sie sind in einer Zeit mit viel mehr Aufklärung über die Umwelt aufgewachsen und haben dank technologischer Möglichkeiten eine globale Sichtweise und ein größeres Bewusstsein für das Schicksal des Planeten. Sie setzen sich für dringlichere Veränderungen ein, um ihre eigene Zukunft und die Zukunft ihrer Kinder zu schützen.

Millennial-Verbraucher beginnen, mit ihrem Geldbeutel zu wählen – und sie werden zusammen mit der Generation Z schließlich die politische Agenda dominieren.

Entscheidend ist, dass jüngere Generationen sich nicht nur mehr Sorgen über die Umwelt machen, sondern auch begonnen haben, ihre Werte in ihrem Ausgabeverhalten widerzuspiegeln. Wir sind daher der Meinung, dass die Verbrauchernachfrage nach Gütern und Dienstleistungen aus nachhaltigen Quellen Unternehmen zwingen wird, sich anzupassen und neue Lösungen zu entwickeln, weil es dafür einen unvermeidlichen kommerziellen und wettbewerblichen Grund geben wird. Und letztlich könnte dies auch politisch notwendig werden, wenn wirksamere Gesetze die Dynamik des Wandels unterstützen.(4) (5)   

Was Jüngeren schlaflose Nächte bereitet… Millennials sorgen sich um die Umwelt

Geld sprechen lassen. Millennials sind bereit, mehr für Nachhaltigkeit zu zahlen

Wenn Politik uneins ist – Technologie verbindet!

Neben der Untätigkeit der Politik und der Gesellschaft fiel es auch Unternehmen schwer, die notwendigen technologischen Innovationen für einen erfolgreichen Kampf gegen den Klimawandel zu entwickeln. Das war einmal! Technologische Innovationen spielen eine wichtige Rolle bei der notwendigen industriellen Umstellung, um eine emissionsärmere und nachhaltigere Zukunft zu ermöglichen. Jetzt, da wir uns mitten im digitalen Zeitalter befinden, dürfte sich das Tempo der notwendigen Innovationen und die Entwicklung neuer Lösungen beschleunigen. Der Verlauf von Kostenkurven zeigt häufig auf, wie Technologien, die bis dahin nur in unseren absurdesten Science-Fiction-Träumen vorkamen, zur Realität werden. Anfangs mussten erneuerbare Energiequellen und Elektroautos (E-Autos) jede verfügbare Unterstützung annehmen, um voranzukommen, wozu sich Staatsregierungen oftmals gerne einspannen ließen. Doch bereits in den vergangenen zehn Jahren haben sowohl erneuerbare Energien als auch E-Auto-Batterien Kostenparität erreicht. Sie sind sogar zunehmend kostengünstiger als ihre alten Gegenspieler Kohle, Öl und Erdgas sowie der Verbrennungsmotor.(6)

Fallende Kostenkurven: Durch Innovation in der Batterietechnologie steuern E-Autos auf Kostenparität zu

E-Autos werden Mainstream. Große Volkswirtschaften beflügeln exponentielles Wachstum des Marktanteils

Heute sehen wir Kostenkurven, die in allen Bereichen der Green Economy sinken, wozu auch kreislaufwirtschaftliche Lösungen, CO2-Abscheidung und pflanzliche Lebensmittel gehören. Wenn die kommerzielle Skalierbarkeit in diesen Bereichen realisierbar wird, könnten über Nacht milliardenschwere Industrien entstehen, die zu mehr Nachhaltigkeit führen und gleichzeitig äußerst attraktive potenzielle Anlagechancen bieten.

Priorität Nr. 1: In Planet A investieren

Einen Planeten B gibt es nicht – deshalb sind wir der Meinung, dass wir unsere Anlagen auf den Planeten fokussieren müssen, auf dem wir alle leben. Unsere Welt muss sich auf ein ökologisch nachhaltiges Wachstumsmodell einigen. Wir wissen, wie wichtig im Rahmen dieses Wandels die Finanzierung innovativer Unternehmen ist, die aktiv daran beteiligt sind, Lösungen für einige der vor uns liegenden Herausforderungen zu finden. Dazu zählen Unternehmen, die in den Bereichen saubere Energie, Ressourceneffizienz, nachhaltiger Konsum, Kreislaufwirtschaft und nachhaltiger Umgang mit Wasser tätig sind.

Wir sind überzeugt, dass wir jetzt an einem Wendepunkt angelangt sind. Disruptive Unternehmen, die sich an diesen fünf Schlüsselthemen ausrichten, könnten die grüne Revolution anführen und von deutlichen Nachfragevorteilen profitieren. Selbst in einer Welt ohne gezielte staatliche Konjunkturhilfen werden grüne Investitionen nicht verschwinden. Anleger befinden sich daher in der besonderen Lage, in eine jahrzehntelange Wachstumsentwicklung investieren zu können, die sowohl zu mehr Nachhaltigkeit als auch zu höheren Renditen führen kann.

Alexis Deladerriere, Leiter International Developed Markets Equity bei Goldman Sachs Asset Management

Quellen:
(1) Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC); Stand: August 2021.
(2) Climate Action Tracker; Stand: Mai 2021. Nur zur Veranschaulichung.
Die hierin enthaltenen Konjunktur- und Marktprognosen dienen zu Informationszwecken und gelten zum Datum dieses Dokuments. Es gibt keine Gewähr dafür, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen. Bitte beachten Sie die zusätzlichen Hinweise am Ende dieses Dokuments. Unter Green Economy versteht man eine Wirtschaftsweise, die emissionsarm, ressourceneffizient und sozial ausgewogen ist. Quelle: UN-Umweltprogramm. Diese Finanzwerbung wird von Goldman Sachs Bank Europe SE herausgegeben.
(3) United Nations Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC); Stand: August 2021.
(4) Deloitte Global Millennial Survey 2019. Nur zur Veranschaulichung.
(5) Sustainable Brands Survey 2015: Millennials und Frauen führen bei nachhaltigen Anlagen.
(6) BloombergNEF – Electric Vehicle Outlook, 2020. Nur zur Veranschaulichung. „ICE“ (internal combustion engine) ist eine Abkürzung für Verbrennungsmotoren. Die hierin enthaltenen Konjunktur- und Marktprognosen dienen zu Informationszwecken und gelten zum Datum dieses Dokuments. Es gibt keine Gewähr dafür, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen. Bitte beachten Sie die zusätzlichen Hinweise am Ende dieses Dokuments.

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