Die Auswirkungen der Politik der Trump-Administration wirken sich weiterhin auf die globalen Finanzmärkte aus. Pauschale Zölle von 10% auf alle Handelspartner und deutlich höher als erwartet ausfallende Gegenzölle für eine große Gruppe von Ländern haben zu einem drastischen Ausverkauf an den Aktienmärkten, einer Ausweitung der Kreditspreads und einem deutlich schwächeren US-Dollar geführt, während die Renditen der weltweiten Staatsanleihen deutlich gesunken sind.
Der effektive US-Zollsatz wird voraussichtlich auf etwa 25% steigen und damit den höchsten Stand seit Anfang des 20. Jahrhunderts erreichen. Jahrhunderts. Wir erwarten große und direkte negative Auswirkungen auf die US-Wirtschaft, die das Wachstum senken und die Preise in die Höhe treiben werden. Auch das globale Wachstum wird schwächer ausfallen. Wie es weitergeht, wird davon abhängen, wie die Länder reagieren. Wir gehen jedoch davon aus, dass es zunächst zu einer gewissen Eskalation kommen wird, bevor es zu einer Deeskalation kommt. Außerhalb der USA werden die größten Auswirkungen auf die Schweiz, Deutschland und die asiatischen Volkswirtschaften zu verzeichnen sein.
Die sich verschlechternden Wachstumsaussichten dürften die Zentralbanken nun zu einer Senkung der Leitzinsen veranlassen, doch müssen sie sicherstellen, dass die längerfristigen Inflationserwartungen verankert bleiben. Dennoch gehen wir davon aus, dass die Anleiherenditen weiter sinken werden und weiterhin mittlere Laufzeiten bevorzugen. Die Kreditspreads dürften sich weiter ausweiten. Der US-Dollar wird wahrscheinlich unter dem relativen Gegenwind des Wachstums leiden. Sichere Währungen dürften in nächster Zeit gut abschneiden. Schließlich sind wir der Meinung, dass die derzeitigen Bewertungen von US-Aktien eine erhebliche Konjunkturabschwächung, die uns bevorstehen könnte, nicht einpreisen.
Von Dr. Karsten Junius, Chief Economist, J. Safra Sarasin
Lesen Sie hier das vollständige Cross Asset Weekly.