Cross Asset Weekly | Der neue Ölpreisschock versetzt die Zentralbanken in Alarmbereitschaft

Ölpreise über 100 Dollar, neue Sorgen um Inflation und ein schärferer Ton der Notenbanken: Warum der jüngste Ölpreisschock die Geldpolitik unter Druck setzt, welche Risiken für die Weltwirtschaft entstehen und was das für Aktien und Währungen bedeutet. J. Safra Sarasin Fund Management | 20.03.2026 16:00 Uhr
Dr. Karsten Junius, Chief Economist, J. Safra Sarasin / © e-fundresearch.com / J. Safra Sarasin Fund Management
Dr. Karsten Junius, Chief Economist, J. Safra Sarasin / © e-fundresearch.com / J. Safra Sarasin Fund Management

Alle großen Zentralbanken tagten in dieser Woche vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten und eines Ölpreises, der die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel überschritten hat. Vorerst verfolgen sie, mit Ausnahme der Bank of Australia, die die Zinsen bereits angehoben hat, einen abwartenden Kurs und hoffen darauf, dass sich der Schock bis zu ihren nächsten Sitzungen abschwächen wird. Klar ist, dass der Ausblick für die Weltwirtschaft davon abhängt, wie lange die Straße von Hormus geschlossen bleibt. Sollte sie rasch wieder geöffnet werden, dürften die Währungshüter den Schock wohl als vorübergehend einstufen und zu ihrem bisherigen Kurs zurückkehren. Da der Konflikt jedoch bald in seine vierte Woche geht und die Energieinfrastruktur auf beiden Seiten angegriffen wird, wächst das Risiko einer länger anhaltenden Unterbrechung des Angebots von Tag zu Tag. Für die Haushalte wäre es in diesem Jahrzehnt nicht der erste Inflationsschock. Daher sind die Zentralbanker zu Recht besorgt, dass wiederholte Angebotsschocks in Verbindung mit einer in manchen Volkswirtschaften weiterhin über dem Zielwert liegenden Inflation die Inflationserwartungen der Haushalte aus dem Gleichgewicht bringen könnten. Entsprechend fiel ihr Grundton insgesamt relativ restriktiv aus, was die Anleger dazu veranlasste, weitere Zinserhöhungen einzupreisen.

Unser erster Beitrag beleuchtet die Argumente dafür und dagegen, über diesen Schock hinwegzusehen. Er macht geltend, dass es für die Reaktion der Zentralbanken entscheidend ist, ob es ihnen gelungen ist, die Inflation nach dem letzten Schock wieder auf den Zielwert zurückzuführen, und wie lange die Haushalte Inflationsraten oberhalb dieses Zielwerts ausgesetzt waren. Ein zweiter Beitrag befasst sich mit der geldpolitischen Sitzung der SNB in dieser Woche, nach der sie „eher bereit ist, an den Devisenmärkten zu intervenieren“. Unser dritter Beitrag argumentiert, dass Währungen weiterhin vor allem von der Dynamik der Energiepreise bestimmt werden, wodurch der Euro und der Yen anfällig für weitere Schwäche bleiben. Abschließend betrachten wir das sehr moderate Tempo des jüngsten Ausverkaufs an den Aktienmärkten und liefern Argumente dafür, warum wir davon ausgehen, dass der US-Aktienmarkt und Technologiewerte kurzfristig besser abschneiden dürften.

Von Dr. Karsten Junius, Chief Economist, J. Safra Sarasin

Lesen Sie hier das vollständige Cross Asset Weekly.

Performanceergebnisse der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Entwicklung eines Investmentfonds oder Wertpapiers zu. Wert und Rendite einer Anlage in Fonds oder Wertpapieren können steigen oder fallen. Anleger können gegebenenfalls nur weniger als das investierte Kapital ausgezahlt bekommen. Auch Währungsschwankungen können das Investment beeinflussen. Beachten Sie die Vorschriften für Werbung und Angebot von Anteilen im InvFG 2011 §128 ff. Die Informationen auf www.e-fundresearch.com repräsentieren keine Empfehlungen für den Kauf, Verkauf oder das Halten von Wertpapieren, Fonds oder sonstigen Vermögensgegenständen. Die Informationen des Internetauftritts der e-fundresearch.com AG wurden sorgfältig erstellt. Dennoch kann es zu unbeabsichtigt fehlerhaften Darstellungen kommen. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen kann daher nicht übernommen werden. Gleiches gilt auch für alle anderen Websites, auf die mittels Hyperlink verwiesen wird. Die e-fundresearch.com AG lehnt jegliche Haftung für unmittelbare, konkrete oder sonstige Schäden ab, die im Zusammenhang mit den angebotenen oder sonstigen verfügbaren Informationen entstehen. Das NewsCenter ist eine kostenpflichtige Sonderwerbeform der e-fundresearch.com AG für Asset Management Unternehmen. Copyright und ausschließliche inhaltliche Verantwortung liegt beim Asset Management Unternehmen als Nutzer der NewsCenter Sonderwerbeform. Alle NewsCenter Meldungen stellen Presseinformationen oder Marketingmitteilungen dar.

Melden Sie sich für den kostenlosen Newsletter an

Regelmäßige Updates über die wichtigsten Markt- und Branchenentwicklungen mit starkem Fokus auf die Fondsbranche der DACH-Region.

Der Newsletter ist selbstverständlich kostenlos und kann jederzeit abbestellt werden.