In einem aktuellen Video-Update erläutert Mark Brennan, Portfolio Manager im Real Assets Team von Guinness Global Investors (Guinness GI), warum physische Infrastruktur aus seiner Sicht eine zentrale Rolle im KI-Zeitalter einnimmt:
Im Gespräch skizziert Brennan drei zentrale Argumentationslinien: Erstens die strukturelle Knappheit physischer Infrastruktur im Vergleich zu digital replizierbaren Geschäftsmodellen. Zweitens die Rolle von Energie, Netzen und Rechenzentren als materielle Engpassfaktoren der KI-Wertschöpfung. Drittens das Potenzial von KI zur Effizienzsteigerung innerhalb der Real-Asset-Sektoren selbst.
Nachfolgend fassen wir die wesentlichen Punkte schriftlich zusammen:
1. Das Unersetzbare wird wertvoller
KI ist ein Meister darin, menschliche Intelligenz und Arbeit zu replizieren. Das disruptiert Geschäftsmodelle, die stark auf Humankapital basieren, ähnlich wie die Industrielle Revolution die körperliche Arbeit veränderte. Was KI jedoch nicht kann: Energie erzeugen, Schienennetze bauen oder einen Flughafen ersetzen.
Auf Basis des "Relative Value" ist es wahrscheinlich, dass Anlageklassen, die nicht digital reproduzierbar sind – wie Infrastruktur, Energienetze und Transportknotenpunkte – massiv an Wert gewinnen. ChatGPT kann zwar Ihren Text schreiben, aber niemals Ihren Strom liefern oder Sie in den Urlaub fliegen.
2. Ohne Infrastruktur keine Intelligenz
Real Assets sind nicht nur ein defensiver Hafen, sondern die Ermöglicher der KI. Der gesamte KI-Wertschöpfungsschöpfungsprozess hängt an physischen Engpässen:
Energieerzeugung & Netze: KI-Rechenzentren haben einen gigantischen Energiehunger.
Rechenzentren: Ohne die physischen Standorte bleibt die Cloud eine Theorie.
Investoren, die in diese "Enabler" investieren, profitieren direkt vom Wachstum der KI, ohne sich dem extremen Wettbewerb im Software-Sektor auszusetzen.
3. Operative Exzellenz durch KI-Nutzung
Der dritte Faktor ist die Effizienzsteigerung innerhalb der Sachwert-Sektoren. Ob Immobilien oder Logistik: Diese Branchen generieren täglich Millionen von Datenpunkten (Leasing-Aktivitäten, Verkehrsströme, Energieverbrauch). Unternehmen, die KI nutzen, um den Betrieb ihrer physischen Anlagen zu optimieren, werden laut Guinness GI eine deutliche Outperformance erzielen.
„Wir sehen aktuell das günstigste makroökonomische Umfeld für Real Assets seit 2021/2022. In Kombination mit dem KI-Boom macht dies Sachwerte zu einer immer wichtigeren Allokation für Investoren.“ – Guinness GI
Fazit: Real Assets sind weit mehr als nur ein Inflationsschutz. Sie sind das Fundament, auf dem die digitale Revolution gebaut wird und sie besitzen eine physische Knappheit, die kein Algorithmus der Welt ersetzten kann.