Europa im Bann von Griechenland

Diskussion um die Budgetsituation diverser südeuropäischer Länder führt zu Schwäche der europäischen Aktienmärkte; USA im Februar deutlich stärker; Staatsanleihen: Kommentare der Zentralbanken, dass die Notenbankzinsen tief bleiben, geben weiterhin Unterstützung. Pioneer Investments Austria | 05.03.2010 09:12 Uhr
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Gleich zu Beginn des abgelaufenen Monats führten die Diskussionen um die Budgetsituation der „PIIGS“-Staaten (Portugal, Irland, Italien, Griechenland, Spanien) dazu, dass die internationalen Aktienmärkte ihre Korrektur fortsetzen. „Dazu kommt die Sorge der Marktteilnehmer, dass der Konjunkturaufschwung mit dem spätestens ab 2011 beginnenden Auslaufen der Konjunkturpakete ins Stocken geraten könnte“, umreißt Hans Köck, Leiter Investment Communications bei Pioneer Investments Austria, die aktuelle Situation. Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist die Frage, wann die Notenbanken mit Zinserhöhungen beginnen werden sowie die Notwendigkeit zur Konsolidierung der ausufernden Budgethaushalte.

In Anbetracht der weiterhin positiven Wirtschafts- und Unternehmensdaten, der zu erwartenden Gewinnsteigerungen der Unternehmen und des weiter günstigen Inflations- und Zinsumfelds bleiben wir jedoch bei unserer grundsätzlich positiven Einschätzung von Aktien und Unternehmensanleihen.

Unterm Strich haben im Februar die US-Börsen eine deutliche Outperformance gegenüber den europäischen und den asiatischen Börsen erzielt. Letztere litten unter der Erhöhung des Mindestreserve-Satzes der chinesischen Notenbank.

Staatsanleihen: In den ersten 3 Februarwochen tendierten die Zinsen leicht nach oben, ehe schwächere Stimmungsbarometer (z.B. US Konsumentenvertrauen, IFO-Geschäftsklima-Index) die Anleihenmärkte unterstützten. Die Renditen 10-jähriger deutscher Bundesanleihen fielen um ca. 0,1%. Die Renditen 10-jähriger US Treasuries blieben im Monatsvergleich nahezu unverändert. Der Markt geht derzeit von der ersten Zinserhöhung in den USA erst gegen Ende 2010/Anfang 2011 aus.

„Innerhalb der Eurozone werden die Investoren 2010 bei Staatsanleihen besonders auf die Budgetsituation und die damit verbundene Entwicklung der Staatsverschuldung der einzelnen Länder achten“, analysiert Hans Köck. Durchaus interessant sind weiterhin Unternehmensanleihen. Die Chance auf Outperformance gegenüber Staatsanleihen ist allerdings deutlich geringer als im vergangenen Jahr.


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